Archive for Juni 2009
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Samstag, Juni 27, 2009

» Lechts und Rinks

By Dialog at 5:18 PM

Ein Slibowitz auf Ahmadinedschad

Von Reinhard Mohrim Spiegel

Iranische Oppositionelle als "Discomiezen" und "Strichjungen des Finanzkapitals" - was sich anhört wie Mullah-Propaganda, stammt aus den Webforen der deutschen Linken. In ihrer Bewunderung für das islamistische Regime sind sie sich mit ihrem schärfsten Gegner einig: den Neonazis.

Sonntag, Juni 21, 2009

» Friedhof ohne Kreuz

By Dialog at 4:09 PM

Bachchoral ohne Text,

Thomanerchor ohne Thomaskirche ?

quo vadis Leipzig?

Am Sonntag, 21. Juni 2009, wurde im Rahmen des Bachfestes 2009 in der überfüllten Thomaskirche ein Gottesdienst in der Ordnung der Bachzeit gefeiert. Zur Bachzeit waren die Gottesdienste auch der Versammlungsort der Stadtbevölkerung. Bei den Abkündigungen, die damals über eine halbe Stunde dauerten, wurden auch kommunale Themen angesprochen. An diese Tradition knüpfte Pfarrer Christian Wolff an und sprach drei kritische Punkte an, die sowohl für die Stadt wie für die Kirche von Bedeutung sind. Wir zitieren die Abkündigungen nachfolgend:

? "Anlässlich einer Trauerfeier vor 14 Tagen musste ich feststellen, dass in der Westkapelle des Südfriedhofes das große, schlichte Holzkreuz auf der Stirnseite entfernt wurde. Auf Nachfrage wurde mir von einer Mitarbeiterin gesagt: es habe Beschwerden gegeben und deshalb sei ?von Oben? angeordnet worden, das Kreuz ganz zu entfernen. Eine sofortige schriftliche Anfrage beim Friedhofsamt ist bis heute ohne Reaktion geblieben. Der Oberbürgermeister und der zuständige Bürgermeister Heiko Rosental sind informiert. Wir werden dies nicht auf sich beruhen lassen und ich bitte Sie, uns darin zu unterstützen.

? Am vergangenen Montag hat Thomaskontor Georg Christoph Biller im Rahmen des Bachfestes am Tag des forum thomanum in der Lutherkirche ein offenes Singen durchgeführt, an dem auch Schülerinnen und Schüler der Manet-Grundschule teilnahmen. Dieser Grundschule sind auch die Vorbereitungsklassen für den Thomanerchor zugeordnet. Die Musiklehrer/innen der Manetschule hatte der Thomaskantor gebeten, mit den Klassen den Choral ?Jesus bleibet meine Freude? einzustudieren. Dafür erhielt die Schule Kopien des Liedes. Das veranlasste die Rektorin der Schule, auf eine Musiklehrerin zuzugehen mit der sinngemäßen Bemerkung: in dem Lied käme ?Jesus? vor. Das Lied könne mit diesem Text nicht in den Klassen gesungen werden. Das sei Kindern, die den Ethikunterricht besuchen, also atheistisch sind, nicht zuzumuten. Thomaskantor Biller wurde darüber unterrichtet und bestand selbstverständlich darauf, dass der Text gesungen wird. Das offene Singen fand mit dem Lied statt. Dennoch besteht kein Anlass, diesen Vorgang als erledigt zu betrachten. Man muss sich das einmal vorstellen: während des Bachfestes darf an einer Grundschule der Musikstadt Leipzig, die die Vorbereitungsklassen für den Thomanerchor beherbergt, kein Bachchoral mit Text gesungen werden ? Eigentlich sollte man denken, dass die Zeiten, da geistliche Texte aus ideologischen Gründen manipuliert werden, endgültig vorbei sind.

? Und dann möchte ich prophylaktisch, aber nicht ohne Grund darauf hinweisen, dass der Thomanerchor ohne Thomaskirche (wie umgekehrt) nicht denkbar sind und dass die Thomaskirche die dritte Spielstätte des Gewandhauses ist. Das ist all denen ins Stammbuch zu schreiben, die jetzt meinen, die Auftritte des Thomanerchores in der Thomaskirche als städtische Aufgabe zu hinterfragen und deren Finanzierung in Frage zu stellen.

Im Oktober wollen wir 20 Jahre friedliche Revolution feiern und stehen drei Jahre vor unserem großen Jubiläum: 800 Jahre Thomaskirche, Thomanerchor, Thomasschule. Das Motto lautet: 800 Jahre thomana ? glauben, singen, beten. Offensichtlich müssen sehr viele Menschen in unserer Stadt daran erinnert werden, dass das gemeinschaftliche Leben in einer Stadt auch davon abhängig ist bzw. davon zehrt, dass es Kirche gibt. Sie war es, die die Freiheit ermöglicht hat. Und offensichtlich wissen einige nicht, dass, wenn sie wieder versuchen die Kirche zu marginalisieren, sie den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen."

Published in: Kirchen, Leipzig

Samstag, Juni 20, 2009

» Wie sich doch die Bilder und Nachrichten ähneln:

By Dialog at 4:36 PM

Leipziger werden gern zitiert, insbesondere wenn es sich um Walter Schmidt handelt, den ich gern in meiner Schulzeit zum Lehrer gehabt hätte:

Die Schweigegrippe

Wie sich doch die Bilder und Nachrichten ähneln:

Anfang Mai 1989 fälschte das SED-Regime in der DDR die letzen Kommunalwahlen. Beobachter der Bürgerbewegung in den verschiedenen Wahllokalen entlarvten die Scheinwahlen vor Ort als Farce und fügten der herrschenden Staatspartei einen weiteren Sargnagel auf dem Weg zu ihrem vorläufigen Ableben im Jahre 1989/90 hinzu.

Mitte Juni 2009 fälschte das Mullahregime in Teheran die Wahl zum iranischen Präsidenten, mindestens 626 Unregelmäßigkeiten bezeugen, daß es sich auch hier ganz offensichtlich um eine Wahlfarce handelt, schon allein deshalb, weil es kein freies passives Wahlrecht gibt, da der Wächterrat die Kandidaten vorher auswählt und für "Halal" erklärt und das Volk keinerlei Einfluß auf die Kandidatenaufstellung nehmen kann.

Wie unter dem SED-Regime in der DDR, so kommt es jetzt auch unter dem Mullah-Regime im Iran zu Demonstrationen und Massenprotesten, die immer mehr den Charakter einer "friedlichen Revolution" annehmen. Es ist die erste friedliche Revolution, deren wesentlicher Katalysator das Internet, Youtube und Twitter sind. In deren Zeitalter läßt sich das Volk nicht mehr hinters Licht führen, und die Aussagen des iranischen Ayatollahs Chamenei, bei den Wahlen sei alles mit dem Rechten zugegangen, werden im Angesicht der Videos auf Youtube zu Asche und Staub.

Doch es gibt noch weitere Parellelen zwischen der "friedlichen Revolution" des Jahres 1989 und jener, die wir gegenwärtig im Iran beobachten.

Das Weiße Haus schweigt. Der iranische Hitler begibt sich zum neuen Stalin im Kreml, um über neue Brennstäbe für sein ausschließlich "friedliches" Atomprogramm zu verhandeln. Die weltweite Friedensbewegung, die ansonsten keine Gelegenheit ausläßt, die weltweite Aufrüstung mit Atomwaffen zu kritisieren, befindet sich offenbar schon im Sommerurlaub oder sieht keinen Bedarf öffentlich zu protestieren, da weder der große Satan Amerika noch der kleine Satan Israel direkt involviert sind, und selbst die Bürgerbewegung der ehemaligen DDR solidarisiert sich - bis auf wenige rühmliche Ausnahmen - nicht mit der Bürgerbewegung gegen das Mullah-Regime in Teheran. Schon im Jahre 1989 und davor hörte man hierzulande von allen Seiten die deutliche Warnung, man dürfe sich nicht zu laut mit den Oppositionellen in der DDR solidarisieren, da dies ihrer Sache nur schaden und die Kriminalisierung der ?friedlichen Revolution? durch die SED als "vom Westen fremdgesteuert" erleichtern würde. Und am heutigen Tage ist sich der einstige Schah-Gegner Bahman Nirumand nicht zu schade, den geneigten LeserInnen der ?taz? zu erklären, warum Ahmadinedschad eine zeitlang im Iran dermaßen erfolgreich sein konnte.

Published in: Scheinheiligkeiten

Montag, Juni 08, 2009

» Bei Hofe

By Norman at 5:51 AM

Losgelöst von der Hofberichterstattung um Obama im alten Europa macht die Hinnahme dieser Nachricht nochmals klar: Bei Obama versagen die Medien: Zu seinem Besuch in einem traditionellen Pariser Bistro hat US-Präsident Barack Obama einen Vorkoster mitgebracht. "Was besonders beeindruckend war: Sie hatten einen Vorkoster", sagte am Sonntag Gabriel de Carvalho, Kellner im "La Fontaine de Mars", dem französischen Nachrichtensender iTélé über den Besuch der Familie Obama am Vorabend.

Mittwoch, Juni 03, 2009

» Verhandeln mit dem Iran? Lehren aus der Geschichte

By Dialog at 6:18 PM

Aus Anlass der dialogorientierten Iran-Politik des neuen US-Präsidenten Barack Obama hat eine Gruppe internationaler Experten die Frage nach den Erfolgsaussichten von Verhandlungen mit der Islamischen Republik auf der Grundlage historischer Präzedenzfälle evaluiert.

Das Washington Institute for Near East Policy hat die Beurteilungen nun in einem aktuellen Bericht veröffentlicht. Im Ergebnis geben sie Grund zum Pessimismus.

So bemerkt etwa Patrick Clawson, der Herausgeber der Studie: ?Die Interessen beider Seiten laufen einander fundamental zuwider. Das strategische Interesse der USA besteht in der Aufrechterhaltung des Status Quo, während der Iran die Szenerie in einer Weise ändern will, in der es seine Nachbarn nicht wollen. Das fundamentale Problem ist, dass die Vereinigten Staaten die Status Quo-Macht in der Region sind und der Iran den Wandel will. Solange die beiden Seiten ein grundsätzlich unterschiedliches Interesse am Persischen Golf haben, besteht ein außergewöhnliches Hindernis für eine strategische Zusammenarbeit. Solange der Iran keinen strategischen Vorteil eines Engagements mit den Vereinigten Staaten erkennt, ist schwer zu begreifen, warum er an einem solchen Engagement interessiert sein sollte. Das strategische Ziel des Iran ist es, die Vormacht in der Region zu sein, und das ist für die Vereinigten Staaten schlicht nicht hinnehmbar, solange ihre regionalen Verbündeten strikt gegen eine solche iranische Rolle sind ? und das sind sie ganz gewiss. Dies ist eine Interessendivergenz, die keine noch so schönen Worte verdecken können.?

Die vollständige Studie findet sich unter dem folgenden Link:http://www.washingtoninstitute.org/pubPDFs/PolicyFocus93.pdf

(The Washington Institute for Near East Policy, Mai 2009)

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