Archive for August 2008
« September 2008 | Home | Juli 2008 »

Sonntag, August 31, 2008

» "Sie ist die beste Wahl"

By Norman at 2:38 PM

sagt Phyllis Schlafly, der "Washington Times"

 

Published in: USA

» Politiker fordern Ausschluss Russlands aus G 8

By Dialog at 2:30 PM

Kurz vor dem Sondergipfel der EU zur Lage im Kaukasus fordern Politiker eine härtere Gangart gegen Russland. Zwar mahnt Außenminister Frank-Walter Steinmeier zur Besonnenheit, doch müsse der Gipfel ein Zeichen der Stärke an Moskau senden. Die Union erwägt hingegen einen Ausschluss Russlands aus der G-8-Gruppe.

Published in: Altes Europa, Europa, Neues Europa

Freitag, August 29, 2008

» WOW!

By Dialog at 4:54 PM

Gerade läuft über die Ticker, John Mccain habe sich für Sarah Palin als Kandidatin für das Vizepräsidentenamt entschieden.

 

Published in: USA

» Thomas Roth: Ein Russland-Kenner meldet sich zu Wort

By Dialog at 3:13 PM

Wenn es um Russland geht, denken viele Menschen zunächst an Gabriele Krone-Schmalz. Keinen Hauch eines Zweifels lässt sie an Wladimir Putin zu, der in variierenden Rollen die Macht übernommen hat in dem Land, das auf dem langen Weg heraus aus der Diktatur neuerdings wieder die Strategie "einen Schritt vor, zwei zurück" zu nutzen scheint. Wer keine Putin-Hymnen will, sondern solide Informationen und die Kenntlichmachung eigener Meinungsbeiträge, der ist bei Thomas Roth an der richtigen Adresse.

 

Published in: Europa

» Klimaskeptiker bringt Forscher ins Schwitzen

By Dialog at 3:10 PM

Der ?Klimaskeptiker" Ernst-Georg Beck provoziert gern: Für ihn ist ?ein vom Menschen gemachte Klimawandel ein globales Finanzprojekt zum Abschöpfen von Steuergeldern". Stefan Ummenhofer berichtet in der "Welt"

Published in: Klimapanik

Donnerstag, August 28, 2008

» Freund Blase

By Dialog at 6:10 AM

US-Präsidentschaftswahlkampf

Obamas neuste Wendung Von Hanspeter Born

Gemäss jüngsten Umfragen schmilzt der Vorsprung von Barack Obama auf John McCain. Viele Wähler misstrauen den schönen Worten, sie halten den Kandidaten für unerfahren und elitär. Am Parteikonvent der Demokraten inszenierten ihn seine Berater deshalb als Ur-Amerikaner.

Published in: USA

Mittwoch, August 27, 2008

» Altkanzler Schröder auf Parteilinie

By Dialog at 10:21 AM

Altkanzler und Gasmann Schröder ist auf Parteilinie der NPD:

Aus einer Pressemitteilung der NPD zum Konflikt im Kaukasus:

"Einer von den wenigen Politikern, die derzeit in Deutschland einen kühlen Kopf bewahren, scheint der Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder zu sein. Man fragt sich, warum sich Medien und Politik nun wutentbrannt auf ihn stürzen, wo er doch nur das ausspricht, was alle doch im Innersten wissen.

Hat Schröder etwa nicht recht, wenn er feststellt, daß das auslösende Moment der jetzigen Kampfhandlungen im Kaukasus der Einmarsch der Georgier in Südossetien gewesen ist? Hat er etwa nicht recht, wenn er Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili Hasardeur nennt?

Wir freuen uns, daß der Altkanzler momentan auf NPD-Kurs ist. Die NPD teilt seine Auffassungen in Bezug auf die Kaukasus-Krise und fordert Medien und Politik auf, die antirussische Hetze endlich zu stoppen und nicht weiter am Eskalationsrad zu drehen.?

Nach Auffassung der NPD ist nach der Auflösung des Warschauer Paktes auch die Auflösung der NATO überfällig. Deutschland sollte nicht dem us-amerikanischen Imperialismus dienen und aus der NATO austreten.

Berlin, den 20.08.2008

Klaus Beier

NPD-Bundespressesprecher"

Published in: Antiamerikanismus, Ideologien

» Die taz trifft es:

By Dialog at 8:13 AM

 

Published in: Europa, Freiheit

Montag, August 25, 2008

» Warum Bush die Welt sicherer gemacht hat

By Dialog at 8:45 PM

beschreibt Edward Luttwak in einem Gastkommentar für die Welt.

"Entweder ihr seid für uns oder für den Terrorismus" ? über diese Haltung von George W. Bush machten sich viele lustig. Zu Unrecht, findet der Ex-Berater des US-Verteidigungsministers, Edward Luttwak. Er erklärt, warum der US-Präsident mit seiner Außenpolitik keinesfalls gescheitert ist.

Published in: Freiheit, Terrorismus, USA

Mittwoch, August 20, 2008

» Blick nach Links

By Dialog at 7:50 PM

Natürlich sind die "Antideutschen" ein kurioses Häuflein auf der linken Seite. Hin und wieder liefern sie aber scharfe Analysen:

Scheitern als Programm

Warum die Linke es nicht schafft, den Islam zu kritisieren

"Der Islam verbietet Darstellungen von Nacktheit und Unmoral. Er verbietet, dass sich Männer und Frauen, die nicht verheiratet oder ersten Grades verwandt sind, berühren. (...) In den vergangenen Jahrzehnten haben wir am Beispiel der westlichen Welt sehen können, dass die sexuelle Freiheit (...) Ursache für Perversität, unnatürliches sexuelles Verhalten und Krankheiten ist, derer man nicht mehr Herr wird. (...) Der Prophet hat in seinen Ausführungen eine wichtige Unterscheidung getroffen. Diejenigen Ehebrecher, die nicht verheiratet sind, werden körperlich gezüchtigt und in die Verbannung geschickt. Die verheirateten Ehebrecher jedoch werden gesteinigt (...). Deswegen müssen auch alle Wege, die zu Ehebruch führen, verhindert werden: Zum Beispiel dürfen Frauen und Männer, die nicht verwandt oder verheiratet sind, nicht zusammen sein und sich verabreden. Sie sollen auch nicht so schauen und reden, dass man dies für die Vorbereitung eines Ehebruchs halten könnte. Es gibt auch einen Augen- und Zungenehebruch. (...) Auch sollen Frauen nicht alleine reisen. Und sie müssen hinschauen, wie sie mit einem fremden Mann sprechen. Sie sollen alle Sinne kontrollieren, damit der andere sexuell nicht erregt wird. Frauen sollen ernsthaft und besonnen reden, und sie sollen sich schön zudecken, wenn sie vor die Türe gehen. (...) Im Islam ist Homosexualität eine große Sünde. Analverkehr ist verboten, ebenso die Onanie. Wir mögen es nicht, wenn man sich mit der Hand befriedigt."

(Zit. n. Kölner Stadtanzeiger vom 5. Juni 2008)

Diese Ausführungen über das Menschenbild des Islam entstammen nicht einer Videobotschaft von Al Kaida und auch nicht einem Flugblatt der Hamas im Gazastreifen. Es handelt sich um Auszüge aus einem Dokument, das zwar jederzeit von den genannten Gruppierungen unterschrieben werden könnte, aber von einer Organisation veröffentlicht wurde, die dem Selbstverständnis und der öffentlichen Meinung gemäß dezidiert ?nicht islamistisch" ist: Nämlich die türkische Religionsbehörde Diyanet, die in Deutschland Ditib heißt und in Ehrenfeld gerade eine 55 Meter hohe Moschee bauen möchte. Freilich, die Äußerungen stammen nicht von Ditib selbst, sondern ?nur" vom türkischen Geldgeber, der sie nach Protesten vorsichtshalber von der Website löschte. Die Ditib distanzierte sich im Handumdrehen von dem als Leitfaden für Imame gedachten Schriftstück, denn es ist kein Geheimnis, dass die Imame der Ditib von der Diyanet ausgebildet und nach Deutschland geschickt werden.

Was fällt der radikalen Linken dazu ein? Nichts. Sie akzeptiert die Distanzierung als hätte nicht die Ditib dutzende Male bewiesen, dass sie ? wenn auch nicht so wünschenswert offen wie in dem zitierten Papier ? eine reaktionäre, menschenfeindliche Ideologie vertritt. Die zitierten Anweisungen sind menschenverachtend in einem so umfassenden Sinne, dass sogar die Kennzeichnung als "frauenfeindlich" und "homophob" einer Verharmlosung gleichkommt. Das Hassobjekt des islamischen Gesinnungsterrors ist jedes nach Selbstbestimmung und Glück strebende Individuum. Seien es Frauen, die sich nicht mit der ihnen zugedachten Rolle als desexualisierte Hausfrau und Mutter abfinden wollen, seien es Männer, die den Männlichkeitszwang und das innereheliche Herrschaftsverhältnis ablehnen, seien es Intersexuelle, die sich nicht aus freier Entscheidung, sondern aufgrund sozialer Hetze und Drangsalierung zur Geschlechtsoperation genötigt sehen, seien es gar Kinder, die zu autoritären Neidbeißern und Duckmäusern zugerichtet werden. Dieser Hass auf Freiheit, Individualität, Autonomie und Genuss ist nicht nur ein Charakteristikum des so genannten "Islamismus", sondern jedes Islam. So vielfältig und bunt sich der Islam präsentiert und für den Unwissenden erscheint: Solange er sich nicht von der Unantastbarkeit der religiösen Offenbarung distanziert ? d.h. vom Koran als Wort Gottes ?, wird es nur verschiedene Abstufungen eines grundsätzlich barbarischen Normensystems geben. Egal, welche muslimische Vereinigung man sich anschaut, man wird bei jeder von ihnen diese eingangs zitierten reaktionären Denkmuster, wenn auch vielleicht in mal milderer, mal radikalerer Form, finden. Daraus folgt, dass eine substantielle Unterscheidung zwischen Islamismus und Islam keinen Sinn macht, sondern das eigentliche Problem nur verschiebt und verdrängt. Ein kritischer Umgang mit dem Islam wäre die Solidarität mit all jenen Menschen, die Opfer dieses gesellschaftlich wirksamen Wahnsystems werden ? und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache oder Hautfarbe.

Dieser Solidarität verweigert sich die radikale Linke größtenteils. Zwar sprechen Antirassismus-Gruppen in Bezug auf Abschiebungen oft unspezifisch von drohender Verfolgung in den Heimatländern der Flüchtlinge, dass die Verfolgung etwa der iranischen Bahai oder irakischer Christen aber irgendetwas mit dem Islam zu tun haben könnte, verschweigen sie. Zu groß ist die Angst, einem vermeintlichen "antimuslimischen Rassismus" Vorschub zu leisten. Dabei ist diese Angst zumeist selbst schon Ausdruck einer kulturalistischen Denkweise, die nicht vom unmittelbar bedrohten Individuum ausgeht, sondern die Welt als in kulturelle und völkische Gruppen eingeteilte immer schon voraussetzt. Dass die Kritik des Islam alle Ansprüche einer Ideologie in die Schranken verweist, welche die ohnehin unterm Kapitalverhältnis schon erdrückende Knechtschaft noch verschärfen will, erscheint vielen Linken daher als vermessen und "eurozentristisch". Es ist aber nicht erst seit Karl Marx der Kommunismus universalistisch. Die gesellschaftlich produzierte Not des Einzelnen und die ideologischen Rechtfertigungen dieses Zustandes werden von den Kommunisten immer und überall bekämpft ? und zwar auch dann, wenn sich Menschen bewusst für die Affirmation von Herrschaft und Ausbeutung entscheiden.

Nun ist es ein Glücksfall für die partikularistische Linke, dass es Rassisten wie die von Pro Köln gibt, die unter dem Deckmantel einer vermeintlichen "Islamkritik" ihre schnöde Ausländerfeindlichkeit verbreiten. Dass diese Rassisten nun auch noch einen "Großkongress" in Köln veranstalten wollen, behagt den Linken insgeheim, weil es ihre Ignoranz gegenüber den Opfern des Islam zu legitimieren scheint. Der Hauptgegner, so verkünden sie unisono, seien die "Faschisten" und "Rechtspopulisten". Das Schöne an diesem Gegner ist, dass ihn erstens kaum jemand mag und man deshalb wunderbar in die so geliebten Massen eintauchen kann, und dass zweitens alles andere neben ihm verblasst. Wo der Kampf gegen "Rechtsradikalismus" zum Schicksalskampf um Europas Zukunft stilisiert wird, obwohl es sich bei den geschassten Ausländerfeinden doch tatsächlich um politische Außenseiter handelt, da wird jede Gesellschaftskritik aufgegeben.

Besonders drastisch zeigt sich das in einem Aufruf der Jugendorganisation der Linkspartei zur Verhinderung des "Anti-Islam-Kongresses". Als wollte sie beweisen, dass man an den Rechtspopulisten nur hasst, dass sie eine zu große Konkurrenz für die Populisten in den eigenen Reihen darstellen, verkündet sie: "Ausländer und Deutsche gemeinsam für Arbeit und Arbeitsplätze!" Die Trennung in Ausländer und Deutsche, die schon Lafontaine nutzte, um gegen "Fremdarbeiter" zu hetzen, reproduzieren sie, um eine gemeinsame Arbeitsfront bilden zu können. Dass sowohl für einen Deutschen als auch für einen Türken Arbeit eine Zumutung ist, ein unter den gegebenen Verhältnissen notwendiges Übel, ignoriert die Linksjugend, weil sie sich unter Sozialismus offenbar immer noch den Alptraum eines Volksstaates der Schaffenden vorstellt. Wie originär nationalsozialistisch ihre Identifizierung mit der Arbeit ist, wie sehr sie die Raffenden hassen, denen sie alles Unglück aufbürden wollen, äußert sich in ihrer Suada gegen "die Reichen und Kapitalbesitzer, die immer mehr Geld scheffeln auf Kosten der großen Masse der Bevölkerung". Das könnte auch von der NPD sein.

Viel differenzierter fällt der Aufruf des Antifa AK der Uni Köln aus, der von verschiedenen regionalen und überregionalen antifaschistischen Gruppen unterstützt wird. Der AK würde vermutlich niemals Arbeit für Deutsche fordern und ist sich zudem des Problems islamischer Gewalt durchaus bewusst. Was sich aber bei der Linksjugend zeigte, die Aufgabe jeglicher Gesellschaftskritik angesichts der vermeintlichen Bedrohung durch "Rechtspopulisten", schlägt auch beim AK voll durch. Obwohl vollmundig mit Begriffen wie "Emanzipation" und "dialektischer Materialismus" um sich werfend, hat er einen Aufruf für die soziale Marktwirtschaft, den so genannten "rheinischen Kapitalismus", verfasst. Indem die Rassisten von Pro Köln und Co. nicht als besonders widerwärtige Sorte von Demokraten gefasst werden, sondern als "Rechtsradikale", positioniert sich der AK auf Seiten der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung, die als Norm abgefeiert wird, von der man nicht abweichen dürfe. Auch für die Antifaschisten vom AK ist der Feind nicht die postnazistische Demokratie oder der mit ihr verbündete islamische Faschismus, sondern der so genannte "Neoliberalismus". Dass die neoliberale Ideologie nur eine politische Strategie zur Aufrechterhaltung kapitalistischer Herrschaft unter anderen ist und wegen der ihr entgegengebrachten Feindschaft ohnehin kaum wirkmächtig ist, entgeht ihnen und so feiern sie allen Ernstes "Welfare-States, Staatssozialismus oder sozialdemokratischen Korporatismus" ab, deren Aufgabe bedauerlicherweise "die Krisen auf politischer und sozialer Ebene verschärft und zu einem Kontroll- und Legitimationsverlust der politischen Systeme geführt" habe. Anstatt sich über einen solchen angeblichen Legitimationsverlust zu freuen und kräftig daran mitzuarbeiten, ihn noch zu verstärken, also die Kritik zur Krise zu radikalisieren, übt der AK sich in ein Krisenbewusstsein ein, das ihn vielleicht doch einmal mit den Muslimen an einen Tisch bringen könnte. Die dauernde Rede von einer vermeintlich grassierenden Krise, welche die Menschen reaktionären Ideologien zutreibe, ist nichts weiter als eine Rationalisierung. Wer nicht den Kapitalismus selbst als Krise begreift, nämlich als tagtägliche Krise für den Einzelnen, der zu Arbeit und Loyalität angehalten und dem gesellschaftlicher Reichtum systematisch vorenthalten wird, der denkt wie ein Politiker, der sich von Berufs wegen um die Beseitigung konjunktureller Störungen Gedanken macht, weil er um den status quo besorgt ist.

Der in radikal klingende Phrasen verpackte Konformismus des Antifa AK ist aber nicht nur deshalb ein Ärgernis, weil er zu einer Kritik der kapitalistischen Produktionsweise auf der Höhe der Zeit offenbar unfähig ist, sondern auch weil er automatisch zur Verharmlosung der islamischen Ideologie und Praxis führt. Weil man die doppelte Frontstellung gegen Pro Köln und Islam nicht aushält, kehrt man bereitwillig zur politischen Korrektheit des multikulturellen Diskurses zurück. Um der sozialen Akzeptanz willen trennt der AK den extremistischen Islamismus von einem angeblich unpolitischen Islam ab: "Von den islamischen Religionen führt kein notwendiger Weg in die Politik." Diese faustdicke Lüge, die den eminent politischen Charakter des Islam, die ihn vom säkularisierten Christentum und vom Judentum sowieso unterscheidet, einfach leugnet, muss qua offenkundiger Unsinnigkeit mit einem "Argument" desselben Niveaus untermauert werden: "So lehnen viele Gläubige die direkte Allianz mit der Politik, die sie als Institutionalisierung weltlicher Herrschaft und derer Interessen sehen, um der religiösen Reinheit Willen ab." Na, bravo! Dass dieses "Argument" nichts weiter beweist als dass der Islam "weltliche Herrschaft" ablehnt, dass sein Telos also der Gottesstaat nach dem Vorbild der mohammedanischen Ära ist, bereitet dem AK auch dann keine Probleme, wenn dieses Verdikt darauf hinausläuft, dass gläubige Muslime notwendig Antizionisten sein müssen. Der antifaschistische Studentenverein hat sich vollkommen in den Fallstricken des freien Assoziierens verfangen. Als nächstes wird dem geneigten Leser nämlich die Einsicht präsentiert, die "transnationale ?Umma?" sei die "anti-okzidentale Version des ?freien Weltenbürgers?"! Damit wäre wieder einmal bewiesen, dass ein Studium nicht vor Dummheit schützt. Der alte Kant jedenfalls drehte sich im Grabe um, müsste er derlei Interpretation lauschen.

Wer der Gleichsetzung zwischen freiem Weltbürger und Untertan der Umma sicherlich zustimmen würde, sind die antikommunistischen Referenten des "Anti-Islam-Kongresses" von Pro Köln, die den Verein freier Menschen für eine weitaus unnatürlichere Gesellschaftsordnung halten als die Umma. Denn gegen den Islam haben sie eigentlich, wie sie auch regelmäßig betonen, gar nichts ? bloß solle er aus Europa verschwinden. In ihrer Verblendung hat die versammelte Linke noch nicht einmal gemerkt, dass einige der auf der Konferenz auftretenden Redner sogar dezidiert proislamisch sind. Le Pen etwa traf sich erst kürzlich mit dem Euro-Islamisten Tariq Ramadan, der österreichische Neonazi Hans Christian Strache lobte noch vor einigen Monaten Mahmud Ahmadinedschad als "respektablen Politiker". Was die europäischen Rechtsdemokraten und Nazis mit dem radikalen Islam gemein haben und wofür sie ihn bewundern, das ist die Abkehr vom westlichen Individualismus, dem organische Kollektivität entgegengestellt wird. Auch sie sind trotz aller Reden vom "Abendland" vom antiwestlichen Ressentiment getrieben, das sich aus einem romantischen Eigentlich- und Ursprünglichkeitskult speist, der dem der Salafisten in nichts nachsteht. Doch von solchen Verbindungen will der Antifa AK nichts wissen.

Die unbestechliche Logik des AK ist dagegen zwar wenig überzeugend, dafür aber durchaus unterhaltsam. Als Quintessenz ihrer Überlegungen liefert sie folgende Scharfsinnigkeit: "Die Kritik des Islamismus muss eine Kritik am Rassismus in der Kritik am Islamismus beinhalten." Oder, gekürzt ausgedrückt: Der Boden der Grundlage ist die Bedingung der Voraussetzung. Wo kein Gedanke ist, da verweigert sich auch die Sprache. Und weil die Konfusion in den Köpfen der wackeren Antifaschisten grenzenlos zu sein scheint, laden sie sich echte Experten zum Thema ein, die auf einer so genannten "Antifa-Konferenz" mit dem werbetauglichen Titel "Feel the difference!" allerhand Unfug zusammen tragen werden. Welche Erkenntnisse von der Konferenz zu erwarten sind, lässt sich leicht vorhersagen, wenn man die Liste der Referentinnen und Referenten betrachtet. Wenn etwa Bernard Schmid wieder einmal eine seiner berüchtigten Antisemitismus-Relativierungen vom Stapel lässt und gegen jüdische Selbstverteidigungsorganisationen vom Leder zieht, dürfte der Kongress tatsächlich zu einem Spektakel werden. Auch auf die Ausführungen des linken Scharia-Experten Georg Klauda, der sich kürzlich öffentlich mit den Münchener U-Bahn-Schlägern solidarisierte, darf man gespannt sein. Ob der Antiimperialist Jörg Kronauer, der Zionistenfresser Freerk Huisken oder die um nationale Identität besorgte Zonen-Biggi Rommelspacher das ganze auflockern oder ob dafür die vielleicht widerwillentlich als Alibi-Islamkritiker fungierenden Feuerherdt, Blees und Krauss herhalten müssen, wird sich weisen. Glücklicherweise hat aber der Antifa AK selbst ein treffendes Schlusswort formuliert, das wir niemandem vorenthalten wollen: "Die Kritik am Islamismus, Antisemitismus und am Patriarchat (...) scheint mit einer antirassistischen Positionsbestimmung unvereinbar zu sein." Stimmt. Und genau deshalb muss sich die radikale Linke entscheiden, ob sie weiterhin einem ideologischen und im Kern selbst rassistischen Antirassismus die Stange halten oder ob sie sich endlich auf die Seite der u. a. vom Islam bedrohten Individuen stellen will. Eine solche Parteinahme schlösse kraft innerer Logik die Solidarität mit dem jüdischen Staat sowie die Unterstützung des Krieges gegen den islamischen Terror ein.

Georg-Weerth-Gesellschaft Köln

Gruppe Morgenthau, Frankfurt/M

Published in: Ideologien, Islamismus

» HMB schreibt der Friedensbewegung

By Dialog at 1:40 PM

Hallo Friedensfreunde!

Zum ersten Mal ist ein Krieg schneller vorbei, als Ihr zu einer Demo loslaufen konntet. Nicht nur die Georgier, auch Ihr seid von den Russen kalt erwischt worden. Ja, wenn Putin und Medwedew ihren kleinen Feldzug eine Woche im voraus angekündigt hätten, dann hättet Ihr genug Zeit gehabt, Demos zu organisieren, Plakate zu malen ("No blood for oil") und Protestresolutionen zu verfassen. Aber diesmal ging einfach alles zu schnell. Die "human shields", die vor ein paar Jahren nach Bagdad aufgebrochen waren, um Saddam und seine Gang vor US-Bomben zu beschützen, kamen diesmal nicht aus ihren Schlafanzügen, den Arafat-Groupies, die sich mit dem "Rais" in der Mukata verbarrikidiert hatten, um den Endkampf nicht zu verpassen, war der Weg nach Georgien zu beschwerlich, und Konstantin Wecker, die Strafe Gottes für Christian Anders, ist schon zu alt, um zu Soli-Konzerten in Krisengebiete zu reisen. Also habt Ihr einfach nix gemacht und die Russen machen lassen. Außerdem war ja nicht klar, wer angefangen hatte, und bis diese Frage nicht entschieden war, wolltet Ihr Euch nicht festlegen. Weiter hier:

» Jeder hat seinen Nischel

By Dialog at 1:37 PM

Kein Abbruch des Aufbruch Von Helmuth Frauendorfer

Nun steht es wieder, das Marx-Relief, auf dem Campus der Leipziger Universität in der Jahn-Allee. Studenten gehen seit vorgestern täglich daran vorbei, unterwegs zur Mensa, "Guten Appetit" raunt es nicht und ein Häppchen ist es auch nicht, denn es wiegt 33 Tonnen, grau, protzig, massiv, und hat eine unappetitliche Geschichte und eine umstrittene Gegenwart?

Die traditionsreiche Leipziger Universität wurde 1953 vom SED-Regime in "Karl-Marx-Universität" umbenannt. Zu dieser Einrichtung gehörte auf dem Augustusplatz auch die Universitätskirche Sankt Pauli. Die war den Kommunisten ein Dorn im Auge. So ließen sie 1968 die intakte noch aus dem Mittelalter stammende Kirche einfach sprengen. Die Reste wurden auf einen Hügel vor die Stadt gebracht. Es gab Proteste und daraufhin Verhaftungen.

Sechs Jahre später, 1974 setzten die Machthaber ein gewaltiges Stück sozialistischen Realismus vor die Uni, 14 Meter lang, sechs Meter hoch, drei Meter tief, genannt: "Karl Marx und das revolutionäre, weltverändernde Wesen seiner Lehre" oder, kurz, "Aufbruch". In diesem Kontext ein eindeutiges Symbol von Gewaltherrschaft.

Vor zwei Jahren begann die Umgestaltung des gesamten Uni-Geländes im Stadtzentrum, und so mußte das Marx-Relief abmontiert werden. Da entstand ein heftiger Streit. Bürgerrechtler wollten es definitiv aus dem Stadtbild verbannen, forderten, es einzulagern oder gar einzuschmelzen. Der Schriftsteller und ehemalige Bautzen-Häftling Erich Loest sprach sich dafür aus, den Koloß dahin zu bringen, wo die Reste der Paulinerkirche liegen, möge Gras drüber wachsen und mögen spätere Generationen damit anfangen, was sie wollten.

Doch der Universitätsrektor ließ sofort öffentlich verlautbaren, daß er nicht daran denke, dieses Werk zu zerstören. Seither bewegt sich die Uni in ihrer Argumentation zwischen Ideologie Ost und Opportunismus West. Karl Marx könne nicht verantwortlich gemacht werden für alle Verbrechen der Kommunisten.

Die Gegenseite argumentiert damit, daß aus dem Relief süffisant auch Lenin durchschimmert, und dem könne man die Verbrechen nachweisen. Auch erwarte man von einer Universität heute, liberal zu sein und Symbole des Totalitarismus nicht weiter zu pflegen. Eine Debatte, in der es einerseits um die Freiheit des Geistes geht und andererseits um sozialistisches Gedankengut, ja, Reminiszenzen einer Diktatur. Die Stadtverwaltung hinkte dem Streit hinterher, änderte immer wieder ihre Position, ein Lavieren.

Nun wird die sozialistische Monumentalskulptur für 300.000 Euro auf dem Campus wieder aufgebaut.

Erich Loest, eine moralische Instanz in dieser Stadt, ist enttäuscht. Der Rektor meint, dessen Meinung "kann kein Maßstab sein". Für solche Aussagen erhält der Rektor Applaus, vor allem vom Chef der Leipziger Linkspartei, einem Ex-Stasi-Spitzel. Den hat Loest in sein neuestes Theaterstück mit eingearbeitet, unschwer zu erkennen. Doch das ist Literatur.

Gesendet am 16.8.2008 auf SWR 2 Journal Quelle

Published in: Ideologien, Leipzig

Sonntag, August 17, 2008

» Die Entzauberung Russlands

By Dialog at 3:59 AM

Ungeachtet der fast beliebig politisch instrumentalisierbaren Frage, wer denn nun am Südkaukasus am heftigsten in die schon lange glimmende Glut geblasen hat ? georgische Generäle, südossetische Separatisten oder russische "Friedenstruppen" ?, die militärische Bestrafungsaktion Moskaus gegen Georgien ist unverhältnismässig und spottet allen Grundsätzen eines «partnerschaftlichen» Umgangs mit Europa und den USA.

....

Dass sich Europa im Umgang mit Russland so schwer tut, ist freilich auch der seit dem Ende des Kalten Krieges gewachsenen Sehnsucht vieler Politiker geschuldet, Europa von den USA zu emanzipieren und ein neues Gleichgewicht mit Russland auf der Basis einer strategischen Partnerschaft zu schaffen. Genährt wird diese Ambition von einem auch hierzulande weitverbreiteten Antiamerikanismus, der die ideelle Basis einst unbestritten geteilter Werte wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit immer stärker aushöhlt. Nur so ist zu erklären, dass dieser Tage auch wieder der abstruse Vergleich gezogen wird, Russland agiere in Georgien ja eigentlich wie damals die Nato in Kosovo, sprich kompensatorisch und daher "irgendwie akzeptabel". Der Vergleich ist unzulässig, in der Sache und politisch.

Samstag, August 16, 2008

» Europa muss Russland die Grenzen aufzeigen

By Dialog at 6:41 PM

schreibt Richard Herzinger auf der Welt-Debatte: Das russische Vorgehen und die manifeste Unfähigkeit des Westens, es zu stoppen, versetzt nicht nur die Ukraine in größte Unruhe, die damit rechnen muss, als nächstes an die Reihe zu kommen, sondern auch die osteuropäischen EU-Staaten. Weiter hier:

Mittwoch, August 13, 2008

» First Yukos, Then Georgia

By Norman at 1:44 PM

Now the world is getting an idea of what a "war for oil" really looks like. Few in the West appreciate the degree to which Vladimir Putin and the Soviet, er, Russian, elite subscribe to a prewar view of power relations and national greatness. Their view is not based on self-reproducing institutions and innovation and the power of trade, but on territory and resources -- lebensraum, as one of their intellectual progenitors called it. ....

Western governments and Western oil executives have played an unwise role in Mr. Putin's plan. No amount of contract abrogation, outright seizure of property or subsidiary mayhem by Russian authorities seems able to dissuade them from throwing good money after bad in pursuit of Russian resources. Weiter hier:

Dienstag, August 12, 2008

» US-Raketenschild in Polen wird wahrscheinlicher

By Norman at 2:44 PM

Der bewaffnete Konflikt zwischen Russland und Georgien um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien gibt den Verhandlungen um die Installierung des geplanten US-Raketenschildes in Polen offenbar neuen Auftrieb. Die Information der Zeitung "Fakt", es sei bereits am Montag eine Vereinbarung unterschrieben worden, wurde bisher nicht bestätigt. Aber der Einigungswille bei beiden Verhandlungspartnern ist nach Einschätzung von Politikern und Experten gestiegen. schreibt Die Presse

Das ist eine gute Nachricht.

» Bravo Neues Europa!

By Dialog at 12:53 PM

Im Gegensatz zur späten und verhaltenen Kritik am Großmachtstrebens der russischen Regierung durch das Alte Europa beweisen die baltischen Staaten, Polen und die Ukraine Stärke:

Polen, Ukraine und Balten demonstrieren Solidarität mit Georgien

Polen und die Ukraine zeigen Solidarität mit Georgien. Die Furcht vor Moskaus Großmachtstreben nimmt zu. Die Staaten fordern eine EU-Friedenstruppe für den Südkaukasus.

Published in: Europa, Freiheit

Montag, August 11, 2008

» Endlich!

By Dialog at 5:48 PM

Endlich finden ein paar Politiker die richtigen Worte:

"Russlands Vorgehen ähnelt dem von Hitler"
Das russische Vorgehen in Georgien ruft weltweit Kritik hervor. Seit Putin habe Russland einen Kurs eingeschlagen, der dem von Stalin und Hitler sehr ähnlich sei, sagt Zbigniew Brzezinski, Politikwissenschaftler und Berater von Barack Obama. Im Gespräch mit WELT ONLINE fordert Brzezinski den Westen auf, Russland zu isolieren.

CDU-Außenpolitiker Polenz wirft Russland Brutalität vor

Berlin - Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), hat das militärische Vorgehen Russlands gegen Georgien als überzogen und brutal kritisiert. "Russland möchte ein Exempel statuieren. Der Kreml will Georgien einen Denkzettel erteilen", sagte Polenz dem "Münchner Merkur" (Dienstagsausgabe).

Der Außenminister Schwedens bemerkt: Och vi har anledning att minnas hur Hitler för lite mer än ett halvt sekel sedan använde just denna doktrin för att underminera och anfalla betydande delar av Centraleuropa.

Published in: Europa, Freiheit

» Das Imperium schlägt zu

By Dialog at 3:46 AM

"Wer gibt heute noch der Ukraine, Moldawien oder gar den baltischen Staaten die Garantie, dass Russland dort keine Separatisten fördert oder die großen russischen Minderheiten nicht aufstachelt, sich aus den Staaten herauszulösen?" fragt Mathias Brüggmann im Handelsblatt.

Published in: Altes Europa

» Friedensbewegung in den Ferien

By Dialog at 3:32 AM

Die Friedensbewegung entlarft sich (wieder). Angesichts des Krieges schweigt die deutsche Friedenbewegung. Thomas von der Osten-Sacken sagt, warum.

Published in: Freiheit, Scheinheiligkeiten

Samstag, August 09, 2008

» Die EU muss jetzt Solidarität mit Georgien zeigen

By Norman at 5:45 PM

schreibt Alan Posener richtig in der "Welt"

Published in:

Montag, August 04, 2008

» Wer sind da die eigentlichen Täter, wer die Opfer?

By Dialog at 7:52 PM

fragt scheinheilig und treudoof der Pastorenrentner Dieter Helbig aus Zirndorf in Bayern. Ein Bericht in einer Pfarrerpostille sorgt derzeit für Aufregung in der bayrischen Landeskirche. So berichten die "Nürberger Nachrichten": Die stark antiisraelische Veröffentlichung eines evangelischen Ruhestandspfarrers aus Zirndorf belastet das Verhältnis zwischen Christen und Juden in Bayern schwer. Der Theologe bringt unter anderem Verständnis für ein Attentat auf, bei dem ein arabischer Terrorist acht Talmudschüler ermordete.

Der zweiseitige Artikel des Autors Dieter Helbig erschien im Korrespondenzblatt, das offizielle Organ des bayerischen Pfarrervereins. Dort sind beinahe alle der fast 1700 aktiven Theologen der Landeskirche und auch viele Ruheständler Mitglied.

Helbig geht mit der Politik des Staates Israel seit seiner Gründung hart ins Gericht. Besonders seit dem Sechstagekrieg von 1967 aber hätten religiöse Fanatiker unter den Juden «jede Regierung« vor ihren Wagen gespannt. Bis heute werde ein «Landraub-Programm« fortgeführt. Die Palästinenser würden «seit langem gedemütigt, beraubt, misshandelt und getötet«. Wenn diese sich, so schreibt Helbig weiter, so wehren, wie in jener Talmudschule mit acht toten Jugendlichen geschehen, «kann ich das verstehen. Wer sind da die eigentlichen Täter, wer die Opfer?«

Auf Nachfrage der NN blieb Helbig gestern bei seiner Haltung. Er missbillige zwar jede Art von Terror, auch den staatlich sanktionierten der israelischen Besatzungsmacht, «dem aufmerksamen Leser meines Artikels müsste aber klar sein, warum ich die Attentäter in der Toraschule verstehen kann«.

Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) in Nürnberg, hat einen Brief an die Verantwortlichen des Pfarrervereins geschrieben, in dem er «Empörung und Unverständnis« über Helbigs Ansichten zum Ausdruck bringt. Dessen Darstellung der Geschichte Palästinas setze sich aus «Halbwahrheiten, Verleumdungen, falschen Aussagen und Diskriminierungen zusammen, die ungeheuerlich sind«. Aus Helbigs Einschätzung der terroristischen Tat zieht Hamburger den Schluss, dass der Theologe einen Mord an Schülern befürwortet. «Damit setzt Herr Pfarrer Helbig seinem Schandartikel die Krone auf.«

Die Ungeheuerlichkeit dieses Beitrags sieht Arno Hamburger darin, dass ihn das offizielle Organ bayerischer Pfarrerinnen und Pfarrer auch noch abdruckt. «Sie haben den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Christen und Juden, dem Verständnis zwischen der Bundesrepublik und Israel einen Bärendienst erwiesen«, heißt es in Hamburgers Schreiben, das auch die beiden Nürnberger Regionalbischöfe und Landesbischof Johannes Friedrich bekommen haben.

Der verantwortliche Schriftleiter - so heißt diese Funktion offiziell - des theologischen Korrespondenzblattes ist der Markt Einersheimer Dekan Martin Ost. In einem Brief an Hamburger rechtfertigt er die Veröffentlichung mit den Worten: «Weder die Meinung des Vereins noch die der Redaktion entscheidet über eine Veröffentlichung.« In der nächsten Nummer des Blattes, die im Oktober herauskommt, würden Antworten auf Helbigs Text erscheinen, darunter auch Hamburgers Brief.

Auf Anfrage sprach Ost dann gegenüber den NN von einer «presserechtlichen Verantwortung« seines Blattes. Es gebe immer wieder Leute, die «extrem ausrasten«, meinte er in Bezug auf Helbigs jüngsten Beitrag. Künftig werde man «strengere Maßstäbe« als bisher an Veröffentlichungen anlegen.

Auch Landesbischof Johannes Friedrich hat reagiert. Er wolle sich nicht in die Arbeit des Korrespondenzblattes der Pfarrerschaft einschalten. Die Äußerungen Helbigs über die Morde in der Talmudschule seien aber «in keiner Weise hinnehmbar«. Sie klingen so, als wolle man solche Verbrechen rechtfertigen.

Die Kirchenoberen in Bayer wirken überrascht. Sie müßten es gar nicht sein, hat doch dieser "Pfarrer in Rente" bereits im Januar 2007 seine Thesen im "Palästina-Portal" veröffentlicht. Ein Blick lohnt sich.

Published in: Antisemitismus, Kirchen
Anzeige
suademus

Nutzen Sie bei Ihren Vakanzen aus den Bereichen Medizintechnik, Medizinsystemen, Pharma und im Gesundheitswesen die Dienste einer professionellen Personalberatung. suademus rekrutiert im Wege der Personalvermittlung, der anzeigengestützen Personalsuche und der Direktansprache (Headhunting)