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Freitag, Juli 20, 2007
» "Das würde jedes Problem lösen" - Gebet für die "Bekehrung der Juden" vor Streichung
By Dialog at 5:16 PM
Das Simon Wiesenthal Center hat den Vatikan dazu aufgerufen, Bestandteile der Karfreitagsliturgie, insbesondere das Gebet um "die Bekehrung der Juden" zu streichen. Die Fürbitte in der Karfreitagsliturgie nach dem Messbuch von 1962 könnte missverstanden und als Rechtfertigung für Antisemitismus gebraucht werden, heißt es in einer heute in Los Angeles veröffentlichten Erklärung der Menschenrechtsorganisation. Rabbi Abraham Cooper kritisierte, dass antisemitische Themen weiterhin "Teil der religiösen Botschaft" katholischer Traditionalisten seien. Das Simon Wiesenthal Center begrüßte die Äußerungen von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, dass man im Vatikan über eine Streichung des umstrittenen Gebets nachdenke.
Dieser hält die Streichung eines Gebets für die Bekehrung der Juden aus
der kürzlich aufgewerteten lateinischen Messe für möglich. "Das würde
jedes Problem lösen", sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone nach
Berichten italienischer Tageszeitungen vom Donnerstag. Dieses Gebet
hatte bei einigen Juden für massive Irritationen gesorgt.
Bei der vor wenigen Tagen per päpstlichem Dekret wieder zugelassenen alten Messe nach dem tridentinischen Ritus wird zwar ausdrücklich nicht mehr für die "treulosen" Juden gebetet. Die Tatsache, dass das Messbuch von 1962 jedoch weiterhin ein Gebet für deren Bekehrung vorsieht, hatte Kritik von jüdischer Seite hervorgerufen.
Der Präsident der italienischen Rabbinervereinigung, Giuseppe Laras, begrüßte Bertones Äußerungen. Die erwogene Streichung des umstrittenen Gebets nahm er mit "großer Zufriedenheit" auf, da sie offenbar die Verhandlungsbereitschaft des Papstes zeige. Dies enspräche im Übrigen dem Willen des letztes Papstes, der die Juden als ältere Geschwister sah.
Motu
Proprio SUMMORUM PONTIFICUM (im Wortlaut)
Bei der vor wenigen Tagen per päpstlichem Dekret wieder zugelassenen alten Messe nach dem tridentinischen Ritus wird zwar ausdrücklich nicht mehr für die "treulosen" Juden gebetet. Die Tatsache, dass das Messbuch von 1962 jedoch weiterhin ein Gebet für deren Bekehrung vorsieht, hatte Kritik von jüdischer Seite hervorgerufen.
Der Präsident der italienischen Rabbinervereinigung, Giuseppe Laras, begrüßte Bertones Äußerungen. Die erwogene Streichung des umstrittenen Gebets nahm er mit "großer Zufriedenheit" auf, da sie offenbar die Verhandlungsbereitschaft des Papstes zeige. Dies enspräche im Übrigen dem Willen des letztes Papstes, der die Juden als ältere Geschwister sah.
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