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Freitag, Januar 25, 2008
» Peinliche Ratschläge aus Brüssel
By Norman at 12:10 PM
Prinzipiell gilt, was israelische Minister hinter vorgehaltener Hand fordern: Wohnungsbauminister Zeev Boim nannte Nasrallah nach Angaben der Tageszeitung "Haaretz" eine "Kanalratte", die nie wieder das Tageslicht erblicken dürfe. Aus Brüssel kommen derweil gutgemeinte Ratschläge und Forderungen, die Israelis mögen auf die Aufhebung der Blockaden hinarbeiten. Diese Besserwisserei aus Brüssel kommentiert die FTD und dezidiert CHRISTIAN ORTNER: ... Obwohl Israel täglich vom Gaza-Streifen aus mit Raketen beschossen wird, forderte Ferrero die Israelis auf, die Grenze zu diesem von der Terrororganisation Hamas kontrollierten Gebiet zu öffnen, weil nur "eine politische Lösung" die Palästinenser friedfertig stimmen würde.
Indem die "Financial Times" diese Äußerung "hoffnungslos naiv" nannte, zeigte sich das Blatt noch höflich der Kommissarin gegenüber. Denn Israel zu empfehlen, einfach reaktionslos hinzunehmen, dass Kassam-Raketen ununterbrochen auf israelische Kindergärten, Krankenhäuser und Wohnsiedlungen abgeschossen werden, bis irgendwann irgendein Friedensvertrag zustande kommt, ist eher zynisch denn bloß "hoffnungslos naiv". (Gerade weil Frau Ferrero-Waldner eine an sich höchst sachkundige Fachfrau ist, die ihren Job im Großen und Ganzen ordentlich erledigt, kann sie kaum Naivität als Begründung für diese Fehlleistung ins Treffen führen.) Selbst Ägypten öffnete seine Grenze zu Gaza erst, nachdem Palästinenser diese gewaltsam überwanden.
Nicht besser wird diese europäische Fehlleistung übrigens dadurch, dass Ferrero-Waldner Israels Regierung zwar darüber belehrte, wie das ? zweifellos vorhandene ? Leid der Palästinenser zu mildern sei, sich jedoch bedauerlicherweise nicht weiter darüber ausließ, wie Israel zumindest die von diesen Palästinensern permanent ausgehende terroristische Gefahr für Leib und Leben seiner Staatsbürger irgendwie mindern könnte...
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