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Sonntag, September 14, 2008
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By Dialog at 8:43 AM
Köln droht eine Schlacht der Radikalen
Von Till-Reimer Stoldt 14. September 2008, 03:16 Uhr
Freitag beginnt der "Anti-Islamisierungskongress" der Partei "Pro Köln". Die Polizei rechnet mit gewalttätigen Konflikten zwischen Linken und Rechten
In Köln wurde vor zwei Wochen ein 67-jähriger Rentner bewusstlos geprügelt. Und in Leverkusen wurden vorige Woche zwei Menschen krankenhausreif geschlagen. Auf den Websites autonomer Antifaschisten werden diese Gewalttaten gegen Mitglieder der radikal-rechten Partei "Pro Köln" derzeit gefeiert wie Tore in der Bundesliga. Sogar die geschwollenen Gesichter der Verprügelten haben die Autonomen als fotografische Trophäen abgedruckt. Bedenklich stimmt auch die Überschrift, unter der diese Gewaltfeier veröffentlicht wurde: "Vorbereitung auf den Anti-Islamisierungskongress".
Dieser von "Pro Köln" organisierte Kongress wird von Freitag bis Sonntag in Köln stattfinden. Und dort, so verheißen die Autonomen, werden sie "auch die anderen RassistInnen zum Schweigen bringen". Derlei zivilisatorische Rückfälle bezeichnen sie als praktizierten "Antifaschismus", also als Kampf gegen Unmenschlichkeit.
Aber Gewalt anbetende Autonome sind nicht die einzigen, die den Kongress zur Verkehrung aller Begriffe nutzen. Fast alle Akteure im Kölner Moscheenstreit schmücken sich mit Etiketten, die ihnen schwerlich zustehen. Die sogenannten Antifaschisten bieten dafür nur das offensichtlichste Beispiel. Was umso gefährlicher ist, als sie laut dem "bundesweiten Bündnis linksradikaler und kommunistischer Gruppen" kommende Woche eine der "größten antifaschistischen Mobilisierungen der letzten Jahre" in Gang setzen werden.
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