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Samstag, November 29, 2008

» Die ZEIT hat es gehört:

By Dialog at 6:50 PM

Bundeswehr: KSK-Chef attackiert Afghanistan-Politik

Der Chef der Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK), Hans-Christoph Ammon, hat in ungewöhnlicher Deutlichkeit die deutsche Afghanistan-Politik kritisiert. Vor allem das finanzielle Engagement der Bundesrepublik sei im Vergleich zu den Investitionen der USA viel zu gering.

Beim Aufbau der afghanischen Polizei sei Deutschland gescheitert, sagte der Kommandeur.

Öffentliche Äußerungen geschweige denn offene Kritik an der Politik durch den Kommandeur des geheim operierenden KSK sind selten. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte, es handele sich um die persönliche Meinung des Generals. Sie spiegele nicht die Ansicht des Ministeriums wieder.

Ammon bemängelt Informationspolitik

Ammon listete auf, die Amerikaner investierten eine Milliarde Dollar in den Aufbau von Armee und Polizei. Deutschland stelle nur zwölf Millionen Euro für die Polizei bereit. "Wir hätten noch 82 Jahre gebraucht, um eine vernünftige afghanische Polizei zu bekommen", sagte Ammon. Er hielt der Politik vor, sie informiere die Bürger zu wenig über den Sinn des Einsatz. "Hier müssen wir mehr tun, sonst besteht die Gefahr, dass der Rückhalt in der Bevölkerung für unsere Soldaten verloren geht", mahnte er.

Published in: Antiamerikanismus | Permalink
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