Category Israel
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Dienstag, Juni 08, 2010

» Unter Freunden

By Norman at 4:40 PM

Ahmadinedschad hetzt in Istanbul gegen Israel

Irans Präsident hat Israel beispielloser Verbrechen beschuldigt und den Untergang des Landes prophezeit. Die Zuhörer sollen begeistert gewesen sein.

Montag, Mai 31, 2010

» Narrenschiffe

By Dialog at 11:03 PM

Man muß Horst Köhler fast ein wenig dankbar sein, dass er der Hamas und deren Verbündeten fast die Show gemaust hat. Wie immer; die DDR feiert einen Sieg.

Lizas Welt bringt es dankenswerterweise auf in Kürze auf den Punkt.

Freitag, Februar 05, 2010

» Die Linke und NPD in Eintracht

By Dialog at 4:45 PM

Links- und Rechtsradikale haben sicht nur häufig die gleichen Auffassungen, sondern sind sich traditonell auch in der Pflege ihres antisemitischen Erbes einig. Jetzt bekommt Sahra (keine Angst, sie heißt nur so) Wagenknecht Unterstützung von alten und neuen Freunden aus der NPD.

Donnerstag, November 19, 2009

» Hoppla

By Dialog at 2:01 PM

Gewalttätige Demonstranten verhinderten in Hamburg die Vorführung eines Films über Israel - und sollen die Kinobesucher als "Judenschweine" beschimpft haben. Jetzt hat sich der Regisseur Claude Lanzmann erstmals dazu geäußert: Ein derartiger Skandal sei weltweit einmalig.

Published in: Antisemitismus, Ideologien, Israel

Freitag, Juli 24, 2009

» Die Spinner aller Länder vereinigen sich

By Dialog at 7:53 PM

... in der Jungen Welt:

Dank an Horst Köhler

Die Erich-Mühsam-Gesellschaft in Lübeck dankt Bundespräsident Horst Köhler für die Auszeichnung der Israel-Kritikerin Felicia Langer:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, der Vorstand der Erich-Mühsam-Gesellschaft begrüßt Ihre Entscheidung, Felicia Langer mit dem Bundesverdienstkreuz zu ehren. Die öffentliche Herabwürdigung der Preisträgerin empfinden wir als beschämend ? allerdings nicht für die Geehrte.

2005 erhielt Felicia Langer den Erich-Mühsam-Preis. So wie Erich Mühsam sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft einsetzte, ist es Felicia Langers Anliegen, den Schwachen zum Recht zu verhelfen, Gerechtigkeit herzustellen, ob als Rechtsanwältin in Israel oder als Autorin in Deutschland. Und wie Erich Mühsam scheint sie Haß und Diffamierungskampagnen dadurch zu wecken, daß ihre Berichte und Argumente immer mehr Menschen überzeugen. In Sachen Gerechtigkeit ist sie kompromißlos wie Mühsam. Der prägte den Satz: »Sich fügen heißt lügen.« Ihre Entscheidung, Felicia Langers Engagement zu würdigen, verstehen wir als mutmachendes Signal für einen Weg in Richtung Frieden in Nahost.

Die Arbeitsgruppe Globalisierung & Krieg des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC Deutschland begrüßt die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer:

Bundespräsident Horst Köhler verlieh der Schriftstellerin und Anwältin Felicia-Amalia Langer am 16. Juli das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Felicia Langer erhielt die Auszeichnung als Anerkennung für »ihr herausragendes Engagement und für ihr gesamtes humanitäres Lebenswerk«, so die Laudatio.

Die Arbeitsgruppe Globalisierung & Krieg von ATTAC Deutschland begrüßt die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer. Geprägt durch die Erfahrung des Sechs-Tage-Kriegs 1967, der zur Besetzung palästinensischer Gebiete führte, setzt sich Felicia Langer seitdem für die Rechte der Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten ein. Ihr Engagement zielt darauf, allen in der Region ansässigen Menschen ein Leben in Würde, in Gleichberechtigung und in Anerkennung ihrer jeweiligen kulturellen Traditionen zu ermöglichen. Im Jahre 1990 schloß Felicia Langer ihre Anwaltskanzlei in Israel. Sie protestierte damit gegen Entwicklungen im israelischen Justizwesen, die ihr die Aufgabe, anwaltlich für die Rechte der Palästinenser einzutreten, zunehmend erschwert hatten. Lehraufträge an den Universitäten Bremen und Kassel folgten, und Felicia Langer übersiedelte nach Deutschland. Felicia Langer ist Ehrenbürgerin der Stadt Nazareth und Trägerin des Alternativen Nobelpreises. Sie hat mit ihrer oft deutlichen Kritik an der Politik Israels vielfach Diskussionen angestoßen. Ihre Positionen sind dabei auch auf Widerstand gestoßen. Die Arbeitsgruppe Globalisierung & Krieg von ATTAC Deutschland wirbt dafür, diese Diskussionen zu führen und die vorliegenden Argumente zu wägen. »Aufforderungen an Bundespräsident Köhler, Felicia Langer das Bundesverdienstkreuz zu entziehen, entsprechen nicht unserer Vorstellung einer offenen gesellschaftlichen Diskussion zu den von Felicia Langer vertretenen Positionen«, so Sprecherin Gudrun Reiß.

Published in: Antisemitismus, Ideologien, Israel

Sonntag, April 19, 2009

» Israel-USA: Belastete Beziehungen

By Dialog at 7:24 PM

"Buscheir oder Jitzhar". Ram Emanuel, Stabschef im Weißen Haus, soll im Gespräch mit einem amerikanischen Juden den Bau einer iranischen Atombombe mit Israels Siedlungspolitik im Westjordanland auf eine Ebene gestellt haben. Busheir ist das von der deutschen Firma Siemens gebaute und von den Russen fertig gestellte Atomkraftwerk im Iran. Jitzhar ist eine berüchtigt radikale Siedlung nahe Nablus im Westjordanland?

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. April 2009

Die gereimte Schlagzeile "Buscheir oder Jitzhar" in der Zeitung "Jedijot Achronot" hat am Tag vor der Ankunft des amerikanischen Nahostvermittlers George Mitchell in Israels Medien Empörung, Angst und Sorge ausgelöst. Der Bau einer iranischen Atombombe mitsamt wiederholten Drohungen iranischer Politiker, Israel zu zerstören, wird als akute Gefahr für den physischen Bestand des jüdischen Staates gesehen. Emanuels angebliche Äußerung, Israels Existenz von einem Ende der Siedlungspolitik abhängig zu machen, wurde schon als radikale Wende amerikanischer Interessen im Nahen Osten gewertet, obgleich diese Äußerung nicht einmal bestätigt wurde.

Samstag, Januar 03, 2009

» Ein Eimer Leim für ein Tässchen Blut

By Norman at 4:32 PM

Es ist keine Neuigkeit, daß Europa der Propaganda aus Hamsatan auf den Leim geht. Neu ist eine "Aktion" "beherzter" "Friedenfreunde", also von Antisemiten mit menschlichem Antlitz. Diese stören sich an der klaren Aussage von Kanzlerin Merkel zur israelischen Reaktion auf die täglichen Angriffe durch die Hamas.

Eine Auswahl:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

Betr. Ihre heutige einseitige Schuldzuweisung an die palästinensische Hamas

Etwas anderes als ein Kotau vor dem zionistischen Nationalismus der israelischen Bourgeoisie war von Ihnen selbstverständlich nicht zu erwarten. Bemerkenswert aber ist, dass Sie in einem Land, das nie Krieg geführt hat, aufwuchsen, und trotz Ihrer vorgeblich christlichen Gesinnung einen marketenderischen Hang für die völkerrechtswidrigen Vernichtungskriege der Präsidenten Bush und Olmert entwickeln konnten.

Als Zeichen meiner Missachtung übersende ich Ihnen symbolisch eine Tasse, die ebenso symbolisch mit palästinensischem Kinderblut gefüllt ist.

Jürgen Cain Külbel

Journalist, Berlin

Dienstag, 30. Dezember 2008

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

Meine verstorbenen Eltern waren anständige Juden. Sie wurden aus ihrer Heimat Deutschland von den "christlichen" Nazis vertrieben, weil sie nicht dem "Herrenvolk" der Stunde angehörten. Ich wurde in Palästina geboren. Unsere lieben Nachbarn in Jerusalem wurden von den "jüdischen" Nazis aus ihrer Heimat vertrieben, weil sie auch nicht dem "Herrenvolk" der Stunde angehörten. Das Gazastreifen, das größte Gefängnis der Welt, ist mit Stacheldraht umgeben und wird von Juden bewacht, die dafür sorgen, dass die vertriebenen Palästinenser nicht das jüdische Blut durch ihre Anwesenheit verseuchen. Das vierfüßige Zeichen von Deutschland hat sich bei den israelischen Juden zum Zionstern umgewandelt. Es bekleidet ihre Panzer und Angriffsflugzeuge und sorgt dafür, dass Palästinenser nicht zwischen jüdischen Nazis und Judentum unterscheiden können.

Weder Sie noch ich haben das moralische Recht, Leute, die nicht die minimalsten Menschenrechte genießen, zu kritisieren. Obwohl ich es bedauere, dass Hamas israelische Siedlungen beschießt, weil dieses Vorgehen nicht zur Befreiung von Palästina führen kann, habe ich Verständnis für die Verzweiflung der Gazaner, die ohne Hoffnung auf eine Befreiung leben müssen. Die Bewohner von Gaza brauchen unsere moralische und aktive Unterstützung, damit sie ihre Freiheit gewinnen. Wir können nur von freien Menschen verlangen, dass sie sich an ethische Maßstäbe halten sollen.

Sie sollten sich als deutsche Bundeskanzlerin schämen, die jüdischen Nazis gegen eine arme Bevölkerung von Flüchtlingen zu unterstützen. Sind sie etwa ein getarnter Antisemit, der Juden ein goldenes Seil schenkt, damit sie sich aufhängen können?

Als Zeichen meiner Missachtung übersende ich Ihnen symbolisch eine Tasse, die ebenso symbolisch mit Kinderblut gefüllt ist: Blut von palästinensischen Kindern, christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens.

Elias Davidsson

Ein Palästinenser jüdischer Abstammung

Blutiges Neues Jahr

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

Ich verstehe jetzt allmählich, wie und in welcher Hinsicht Sie in der DDR unterdrückt wurden. Uns bekommt Ihre neue Freiheit jedenfalls schlecht. Und anderen leider auch. Als Zeichen meiner Missachtung übersende ich Ihnen symbolisch eine Tasse, die ebenso symbolisch mit palästinensischem Kinderblut gefüllt ist.

Klaus Hartmann

Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

Frau Bundeskanzlerin,

Ihre Haltung zum Angriff Israels auf Gaza ist eine Schande für das gesamte deutsche Volk. Und nicht weniger für die gesamte Geschichte des internationalen Kampfes gegen Völkerausrottung, gegen jeglichen Genozid - eines Kampfes, der sich ja im 20. Jahrhundert wesentlich gegen deutsche Verbrechen richtete. - Nun muss er sich gegen die israelische Genozid-Politik richten!

So wie die Kampfgruppen der Juden im Warschauer Ghetto, die 1943 in militärisch völlig aussichtsloser Lage, ihre Extermination als Volk vor Augen, mit dem Angriff auf deutsche SS- und Wehrmachtseinheiten den ersten Warschauer Aufstand, den Aufstand des jüdischen Ghettos, begannen, so haben - nach den israelischen Vernichtungsangriffen schon während des angeblichen Waffenstillstandes - die arabisch-palästinensischen Widerstandsgruppen ihren vezweifelten, militärisch zwecklosen Beschuss der israelischen Siedlungen in der Nähe des Gazastreifens - übrigens nach dem Teilungsbechluss der UNO samt und sonders arabische Gebiete - wieder aufgenommen.

Daraus eine Alleinschuld der arabischen Widerstandskämpfer abzuleiten, ist genau so, wie den Juden Warschaus die "Schuld" am Widerstand gegen die verbrecherische deutsche Wehrmacht zu geben. Das letztere wagen Sie natürlich nicht, Frau Bundeskanzlerin - jedoch haben Sie die unglaubliche Kühn- bzw. Frechhheit, "im Namen Deutschlands" die Attacken der israelischen Militärmaschinerie als gerechtfertigt, die Hamas- bzw. Dschihad-Kämpfer aber als Kriegsauslöser, ja -verbrecher und Terroristen hinzustellen.

Ich stelle fest: Sie haben einfach nichts verstanden - alles vergessen - und nichts hinzugelernt.

Für mich sprechen Sie daher nicht, wenn Sie solch verantwortungslosen Unsinn von sich geben, so wenig wie für alle diejenigen deutschen BürgerInnen, die das Wesen dieses Konfliktes überhaupt zu begreifen bereit sind. (Trotz des Lügenvorhangs Ihrer Regierung und der Konzern-Medien sind das nicht wenige.)

Mit gebührender Hochachtung

Dr. Volker Wirth

» Ratschläge, auf die Sie verzichten sollten

By Dialog at 4:16 PM

Die Friedensfutzis aus Kassel melden sich nach einem urlaubreichem Jahr 2008 langsam zurück. Nachdem der Georgienfeldzug Putins noch keine Beachtung fand, freut man sich aktuell an dem Helden der fried- und schuhliebenden Welt. Weiters bereitet man die Welt auf eine Zeit nach Bush vor; so wird "Eine Welt ohne NATO" denkbar und alles wird ökologischer, wenn halt der böse Ami nicht wäre.

Mittwoch, September 03, 2008

» Leipzigs nächste Partnerstadt in Israel?

By Dialog at 5:05 PM

Leipzig sucht nächste Partnerstadt in Israel

"Leipzig hat mittlerweile 13 Partnerstädte, und bis 2010 soll noch eine hinzukommen, dieses Mal in Israel", verriet Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referats für europäische und internationale Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung. Dabei sehe das allgemeine Prozedere so aus, dass zuerst Vereine gesucht werden, die diese Aufgabe übernehmen wollen. Sind diese gefunden, werden Austauschprogramme organisiert. Das sei notwendig, um auszuloten, ob überhaupt ein aktives Interesse der Bürger an einer Partnerschaft besteht. Im aktuellen Fall wären die Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs ein Ansatzpunkt, so Goldfuß.

Die Gründe für eine Städtepartnerschaft seien aber vielfältiger. So möchten die Städte von den gegenseitigen Problemlösungsstrategien profitieren, zum Beispiel bei der Beseitigung der Umweltverschmutzung oder dem Austausch von kulturellen Werten, wie es bei Jugend- und Studentenverbindungen praktiziert wird. Darüber hinaus laden Bürgerreisen ein, die Partnerstädte und -länder noch näher kennen zu lernen.

.... Roger Vogel, LVZ

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Published in: Israel, Leipzig

Freitag, Juli 18, 2008

» Fein gemacht

By Norman at 1:46 PM

Tobias Kaufmann schreibt jeden Freitag im KStA eine Email. Diese sind in der Regel brav und zurückhaltend. Heute hat er es fein gemacht.

 

In der Welt wird unterdessen berichtet, daß es auch kritische Stimmen im Libanon gibt:

Die große Show zur Rückkehr eines Mörders

Der Triumph der Hisbollah ist offiziell ungetrübt von Kritik: Sämtliche wichtigen Politiker des Libanon haben die Rückkehr des Mörders Samir Kuntar bejubelt. Die Rückkehr des Mannes aus israelischer Gefangenschaft wird als riesiges Fest inszeniert. Doch in der Bevölkerung ist die Gewaltstrategie der Hisbollah durchaus umstritten.

Weiter hier:

Mittwoch, Juli 16, 2008

» Unterschied zwischen Humanität und Barbarei

By Norman at 7:37 PM

Bemerkenswert nüchtern kommentiert Malte Lehming den "Gefangenenaustausch" in Nahost im Berliner Tagesspiegel:

... Kein Wunder, dass die Hisbollah den Deal als glatten Sieg feiert. Wer in erster Linie in den Maßstäben orientalischer Basarmentalität denkt, kann eben nicht anders. Und wiegen die Jubelschreie der Islamisten nicht tatsächlich schwerer als die Tränen der Israelis? Nein, denn Israel hat heute einmal mehr den Unterschied zwischen Humanität und Barbarei demonstriert. Hier eine Gesellschaft, die bis an die Grenze des Erträglichen und Zumutbaren für jedes ihrer Glieder kämpft. Die zwei Leichname ihrer eigenen Bürger sind ihr wichtiger als Sühne und Gewaltprävention. Darin ist eine Botschaft nach Innen enthalten: Keiner von euch wird jemals im Stich gelassen, ob tot oder lebendig. Der Staat ist für euch da - und nicht nur ihr für ihn. Selbst das Prinzip, sich nicht erpressen zu lassen, wird dieser Maxime untergeordnet. Kein Terroranschlag hat mehr Wucht, als einem diese grandiose Ethik an Respekt abverlangt....

Streng und gerecht wird der Unterschied zwischen Zivilisation und Barabarei auf SoE von Claudio Casula herausgearbeitet:

... Bei allem Mitgefühl für die Hinterbliebenen von Eldad Regev und Ehud Goldwasser ? eines steht fest: Dieser Deal ist für Israel verheerend. Er wird Hisbollah und Hamas nur zu weiteren Geiselnahmen ermuntern und ihnen auch in Zukunft erlauben, die Verschleppten wann und wie es ihnen beliebt zu ermorden, schließlich zahlt Israel selbst für tote Soldaten einen hohen Preis.

Jedem muss klar sein, was der "Gefangenenaustausch" mit der Hisbollah für Gilad Shalit bedeutet.

So etwas wie Mitgefühl ist einer Gesellschaft, die den Tod mehr liebt als das Leben und ihre schmutzigen Kriege mit Vorsatz auf dem Rücken der eigenen Leute austrägt, natürlich fremd. Neben der Gewissheit der Familien Regev und Goldwasser über das Schicksal ihrer Söhne ist die eindrucksvolle Bestätigung der Niederträchtigkeit ihrer islamistischen Feinde das einzig Positive, was sich über den "Gefangenenaustausch", der keiner ist, sagen lässt.

Was lernen wir also aus diesem faulen Handel? Dass Israel gut daran täte, bei nächster sich bietender Gelegenheit die heute hämisch grinsende Fratze Nasrallahs in den Staub zu drücken ? und die seiner Horden gleich mit. Und in Gaza genauso verfahren muss, wenn Gilad Shalit etwas zustößt: den Augiasstall komplett ausmisten. In einer zivilisierten Welt ist für Barbaren wie Hisbollah und Hamas kein Platz. Eine Welt ohne Islamismus ? das wär´doch was.

Published in: Ideologien, Islamismus, Israel

Donnerstag, Mai 08, 2008

Dienstag, April 15, 2008

» Die Liebesgeschichte geht weiter

By Dialog at 8:52 AM

 

Der Freund und Wahlbeobachter aller Diktatoren dieser Erde müht sich erneut um den Frieden und mag sich nun mit der Hamas treffen. Ohne vorauseilen zu wollen, Norman Paech von der Linkspartei wird dieses geplante Treffen ausdrücklich begrüßen. Wetten wir?

Bei allen anderen stößt dieser neuerliche Klopfer (der naturgemäß keine Neuigkeit ist) auf Kritik.

Published in: Antisemitismus, Ideologien, Israel

Donnerstag, Januar 31, 2008

» Putz-Pütz-Putzig - hobbythek in Gaza

By Norman at 4:29 PM

Ulrike Putz-Pütz-Putzig berichtet im Spiegel von Bastelgruppen in Gaza. Es ist ein niedlicher Bericht, den Claudio Casula auf "Spirit of Entebbe" auseinandernimmt. PI nordet die Berichterstattung ein:

"Der moralische Tiefstand der Verherrlichung palästinensischer Mörderbanden trifft zufällig zusammen mit der Aufforderung des iranischen Präsidenten Ahmadinejad, der Westen möge die bevorstehende Vernichtung Israels endlich anerkennen. Auf der Achse des Guten berichtet David Harnasch:

In der südiranischen Hafenstadt Busher nahe dem geplanten Atomreaktor forderte er [Ahmadinejad], damit aufzuhören, ?die Zionisten zu unterstützen, da ihr Regime seine letzte Etappe erreicht? habe.

"Akzeptiert, dass das Leben der Zionisten früher oder später zu Ende gehen wird", erklärte Ahmadinejad in seiner im Fernsehen übertragenen Rede und fügte hinzu: "Was wir im Moment vor uns sehen, ist das letzte Kapitel [der israelischen Gewalttaten], dem die Palästinenser und die Staaten in der Region entgegentreten werden und das sie letztlich zugunsten Palästinas wenden werden."

Der iranische Präsident untermauerte seine Drohkulisse mit der Aussage, dass der Iran bei seinem Atomprogramm nun einen kritischen Punkt erreicht habe. "Es ist euer Fehler, wenn ihr denkt, dass die iranische Nation [vor dem Westen] zurückweichen wird. Wir bewegen uns auf den Gipfel des atomaren Weges zu."

(Haaretz, 30.01.08)

Man darf gespannt sein, wie Ulrike Putz die iranische Aufgabenstellung umsetzen wird. Demnächst im Spiegel: "Mit den Helden von Nadschaf unter Tage"? Oder doch lieber was Historisches? "Die einsame Wacht - eine Nacht mit SS-Mann Günter auf dem Wachturm"?'

Published in: Israel

Freitag, Januar 25, 2008

» Peinliche Ratschläge aus Brüssel

By Norman at 12:10 PM

Prinzipiell gilt, was israelische Minister hinter vorgehaltener Hand fordern: Wohnungsbauminister Zeev Boim nannte Nasrallah nach Angaben der Tageszeitung "Haaretz" eine "Kanalratte", die nie wieder das Tageslicht erblicken dürfe. Aus Brüssel kommen derweil gutgemeinte Ratschläge und Forderungen, die Israelis mögen auf die Aufhebung der Blockaden hinarbeiten. Diese Besserwisserei aus Brüssel kommentiert die FTD und dezidiert CHRISTIAN ORTNER: ... Obwohl Israel täglich vom Gaza-Streifen aus mit Raketen beschossen wird, forderte Ferrero die Israelis auf, die Grenze zu diesem von der Terrororganisation Hamas kontrollierten Gebiet zu öffnen, weil nur "eine politische Lösung" die Palästinenser friedfertig stimmen würde.

Indem die "Financial Times" diese Äußerung "hoffnungslos naiv" nannte, zeigte sich das Blatt noch höflich der Kommissarin gegenüber. Denn Israel zu empfehlen, einfach reaktionslos hinzunehmen, dass Kassam-Raketen ununterbrochen auf israelische Kindergärten, Krankenhäuser und Wohnsiedlungen abgeschossen werden, bis irgendwann irgendein Friedensvertrag zustande kommt, ist eher zynisch denn bloß "hoffnungslos naiv". (Gerade weil Frau Ferrero-Waldner eine an sich höchst sachkundige Fachfrau ist, die ihren Job im Großen und Ganzen ordentlich erledigt, kann sie kaum Naivität als Begründung für diese Fehlleistung ins Treffen führen.) Selbst Ägypten öffnete seine Grenze zu Gaza erst, nachdem Palästinenser diese gewaltsam überwanden.

Nicht besser wird diese europäische Fehlleistung übrigens dadurch, dass Ferrero-Waldner Israels Regierung zwar darüber belehrte, wie das ? zweifellos vorhandene ? Leid der Palästinenser zu mildern sei, sich jedoch bedauerlicherweise nicht weiter darüber ausließ, wie Israel zumindest die von diesen Palästinensern permanent ausgehende terroristische Gefahr für Leib und Leben seiner Staatsbürger irgendwie mindern könnte...

Donnerstag, Januar 24, 2008

» Die Hamas und das Stockholm-Syndrom

By Dialog at 6:59 PM

... Gaza und die internationale Bühne sind von einer Art Stockholm-Syndrom ergriffen. Die Hamas-Regierung hält die eigene Bevölkerung als Geisel - und erntet Verständnis, gar Sympathie. Sie hat es in der Hand, den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freizulassen und die Angriffe auf Israel einzustellen. Da sie es nicht tut, trägt die Hamas die Verantwortung für die Folgen... schreibt TOBIAS KAUFMANN im Kölner Stadtanzeiger.

Auch Ulrich Sahm kommentiert "Das große Hamas-Theater":

http://www.n-tv.de/908165.html

http://www.n-tv.de/908417.html

Published in: Altes Europa, Islamismus, Israel

Montag, Januar 14, 2008

» Barenboim bekommt Arafat-Ehren-Windel

By Dialog at 11:58 AM

Wie immer, wenn Kulturschaffende sich zu politischen Themen melden, endet es im Absurden. Barenboim bekommt die "Ehrenstaatsbürgerschaft" eines Landes, das es noch gar nicht gibt. Von uns bekommt er dafür die Arafat-Ehren-Windel. Spannend ist die Diskussion auf den Seiten der Haaretz: Israeli pianist Daniel Barenboim takes Palestinian citizenship

Published in: Israel, Scheinheiligkeiten

Mittwoch, November 07, 2007

» Sie, Frau Bundeskanzlerin, brechen mit dieser infamen und infantilen Äquidistanz

By Dialog at 11:31 AM

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrates ausgezeichnet worden. Warum Angela Merkel eine würdige Preisträgerin ist, hat Wolf Biermann in seiner Laudatio klargestellt:

Liebe Angela Merkel,
verehrte Bundeskanzlerin und gelernte Physikerin, soll heißen: gestandene Christin, promovierte FDJlerin und gut geratenes Kind der DDR ? und unterdes machen Sie auch noch eine Karriere als Kämpferin in dem, was Heinrich Heine in seinem Gedicht "Enfant Perdu" den ewigen Freiheitskrieg der Menschheit nannte ? mich freut, dass grade Sie mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet werden. Dieser Preis schmückt Sie, denn er schmückt sich mit dem Namen des vielleicht deutschesten aller Rabbiner und gilt als die höchste Ehrung, die der Zentralrat der Juden in unserem Land zu vergeben hat. Ihnen die obligate Lobrede zu liefern, ist mir eine peinliche, soll heißen: schmerzhafte Ehre ? ja, Ehre sage ich und gebrauche dieses heikle Wort ohne ironisches Augenzwinkern ? etwa zur Besänftigung für mein links-alter-na-ives Klientel. Und schmerzhaft, denn ich bin ein geborener Linker, Sie sind eine geborene Rechte, Sie Christin, ich Atheist. Wir passen schön schlecht zusammen, und das macht die Konstellation interessant.
Weder Sie noch ich, kein Ei kann sich das Nest aussuchen, in dem es ausgebrütet wird. Sie sind die Tochter eines evangelischen Pfarrers, der in der DDR-Diktatur dem Kaiser gab, was des Kaisers ist. Aber wenn er Ihnen einen tiefen Glauben an den Christen-Gott eingepflanzt hat, dann ist seine Tochter Angela dem Gott der Juden noch näher als ich Sohn eines gottlosen Juden.

Hier, unter uns, in der paradoxen Intimität der Öffentlichkeit, lassen Sie mich in meiner Lobrede ungeniert Tacheles reden. Ich bin als Laudator heute eigentlich im Wortsinn gar kein Lobredner, sondern fast schon ein Bittsteller, bin für die lebenden und die toten Juden der Überbringer und Dolmetzsch einer Petition.

Als einzigen Juden unter den bisherigen Leo-Baeck-Preisträgern entdeckte ich den Schriftsteller Ralph Giordano, meinen versöhnungssüchtigen, aber dennoch streitbaren Freund, der grade in Köln gegen den Bau einer riesigen Moschee anreitet, wie einst Don Quichotte von La Mancha gegen eine Windmühle, die er für einen Riesen hielt. Wenn ich mir die lange Liste der Preisträger anschaue, dann lese ich fast ausschließlich die Namen von höchst einflussreichen Politikern in Deutschland.
Ich hoffe, Sie sehen mir das offene Wort nach: Mir kommt auch Ihre Auszeichnung heute mit dem Leo-Baeck-Preis vor wie eine Bitte um Beistand, ein Appell an Menschen in Deutschland, die Einfluss haben auf die Politik der Bundesrepublik gegenüber den Juden im eigenen Lande und gegenüber dem Staat der Juden im Nahen Osten. Der Leo-Baeck-Preis scheint also eine Auszeichnung zu sein, speziell gedacht für Deutsche, die man bei den Ostjuden ?a mensch" nennt, und "a mensch", das heißt, wenn man es aus der jiddischen Sprache ins Deutsche übersetzt, nicht etwa "ein Mensch", sondern bedeutet immer genau dies: "Ein guter Mensch".
Sie jedenfalls müssen weder ermahnt noch genötigt werden. Ihre Reden zum Nahostkonflikt, verehrte Bundeskanzlerin, hören sich in meinem Ohr nicht so sophisticated an wie die Ihres Vorgängers im Amte. Sie bewegen sich in bester Luther-Tradition. "Eure Rede aber sei: 'Ja, ja; nein, nein.'" Heilfroh war ich, als ich in diesen Tagen Ihr großes Interview in der Springer-Zeitung DIE WELT las. Ich habe mir die Stelle ausgeschnitten und in mein Arbeitsbuch geklebt wie einen babylonischen Talisman. Sie wurden da zitiert mit einem Statement zum Konflikt mit dem Iran. Nun habe ich es von der Bundeskanzlerin also schwarz auf weiß in meiner Kladde:
"Wir können die Augen vor einer Gefährdung nicht verschließen. Ich trete mit Nachdruck dafür ein, dass wir das Problem auf dem Verhandlungsweg lösen, aber dazu müssen wir auch bereit sein, weitere Sanktionen zu verhängen, wenn der Iran nicht einlenkt. Er bedroht die Sicherheit Israels, die für mich als deutsche Kanzlerin niemals verhandelbar ist. Er bedroht die Region, Europa und die Welt. Das müssen wir verhindern."

Und neben diesen Zeitungsschnipsel notierte ich mir: "Im Grunde alles Selbstverständlichkeiten, die aber leider gar nicht selbstverständlich sind." Die deutschen Exportinteressen auf dem arabischen Weltmarkt stehen auf dem Spiel! Die Abhängigkeit vom islamischen Öl lehrt uns das Fürchten! Und gleichzeitig fliegt der kleine Zar Wladimir Putin vom "date" mit der deutschen Bundeskanzlerin direkt von Berlin nach Teheran zu seinem Freund, dem kleinen Hitler A. (Ahmadinedschad), und verbündet sich demonstrativ mit diesem fanatischen Todfeind der Juden.
Unter uns: Ich halte Russlands Stabilisator Putin aus deutscher Sicht für höchst instabil, denn Gasmann Schröders lupenreiner Demokrat kopiert mit solch einer Liaison dangereuse seinen blutigen Vorgänger Stalin, als der sich mit Adolf Hitler 1939 ins Bett legte. Putin vereinbarte grade jetzt ungeniert weitere technische Hilfe und Lieferungen fürs iranische Atomprogramm und verspricht den Mullahs obendrein modernere Raketen, mit denen die Atomsprengköpfe, die der Iran bald haben wird, auch weit genug nach Israel und noch weiter nach Europa transportiert werden können. Und in der Uno sichert der gelernte Geheimdienstler das Milliardengeschäft ab durch sein Veto im Sicherheitsrat: eine perverse Form der Globalisierung. So absurd passieren die Tragödien der Weltgeschichte: Die blinden Helden führen ihr Schicksal herbei, indem sie es abzuwenden trachten.
Aber der grausame Gott des Zufalls wütet im Geschichtsprozess auch manchmal so verrückt, dass manches sich zum Guten wendet.
Sie, Angela Merkel, kommen mir vor wie solch ein gelungenes Zufallsprodukt der Weltgeschichte. Was 'ne wunderbar verdrehte Welt: Ausgerechnet das Menschenkind Angela aus dem Pfarrhaus, das prima Russisch gelernt hat in der DDR, wo kein normaler Schüler Russisch lernen wollte, redet nun Tacheles mit den Russen. Eine Frau, die die Gesetze der Physik studierte in einem Land, wo zwei mal zwei nicht vier sein durfte ? ausgerechnet sie bringt den Großkopfeten der Europäischen Union lebensklug wie eine erfahrene Grundschullehrerin das kleine Einmaleins der politischen Moral bei und dazu das große Einmaleins einer moralischen Politik. Ausgerechnet eine Frau aus der größten DDR der Welt zeigt den Machtmännern, dass unsere Erde tatsächlich immer kleiner wird, dass unser Planet in Bälde eine globale Dorfregierung braucht und dass also die verteufelte Globalisierung die einzige Chance für uns ist, als Menschheit womöglich noch ein paar Jahrtausende auf diesem Erdball durchs Universum zu rollen.

Warum hassen so viele Europäer dermaßen maßlos die Juden? Warum halten sie das bedrohte Israel, die einzige Demokratie in der arabischen Region, für den gefährlichsten Kriegstreiber in der Welt? Und woher kommt dieser hysterische Hass gegen die USA? Ich wüsste gern, verehrte Angela Merkel, Ihre Meinung.

Eine mögliche Antwort: Die Deutschen haben zwei verbrecherische Kriege vom Zaun gerissen und verloren, also ziehen sie daraus die dummschlaue Lehre: Pfoten weg! Ich kriegsgebranntes Kommunisten- und Judenkind war immer für den Frieden, konnte aber niemals ein Pazifist sein. Also hat es mein Herz gefreut, als ich las, was Sie zu diesem heiklen Thema öffentlich äußern: "Ein Blick zurück in unsere eigene Geschichte mahnt dazu, den Frieden als wertvolles Gut zu erhalten und alles zu tun, um kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden. (...) Ein Blick in die gleiche Geschichte mahnt aber auch, dass ein falsch verstandener, radikaler Pazifismus ins Verhängnis führen kann und der Einsatz von Gewalt ? trotz des damit einhergehenden Leides ? in letzter Konsequenz unausweichlich sein kann, um noch größeres Übel zu verhindern.
Auch die jüngere europäische Geschichte zeigt, dass Krieg im Umgang mit Diktatoren zur ?Ultima Ratio' werden kann. (...) Beim Kosovo-Krieg hat eine 'coalition of the willing' durch den Einsatz von Gewalt noch größeres Leid (...) verhindert."
Ich vermute, dass alle Europäer, die Russen eingeschlossen, den USA einfach viel zu viel verdanken. Manchmal kommt es mir so vor, als ob der Mensch Untaten besser aushält als Wohltaten. Es klingt paradox ? aber wir alle wollen doch uns dankbar erweisen für unsere Retter. Der Mensch schämt sich aber und wird aggressiv vor allem dann, wenn er keine Chance sieht, sich jemals zu revanchieren. Ohne die heldenhafte Hilfe der USA hätte Hitler in Westeuropa und gegen Stalins Sowjetunion den Weltkrieg wahrscheinlich gewonnen.
Übermächtige Gründe zur Dankbarkeit machen womöglich auch die Völker seelenkrank. Und der Judenhass? Er ist so alt, so gediegen. Denken Sie an den genialen Luther als Todfeind der Juden. Ja, Opfer können wohl verzeihen. Aber die Juden werden vor allem gehasst wegen der Shoa, weil die Täter den Opfern niemals verzeihen können, was sie ihnen antaten. Sie, Frau Merkel, sind in diesem fatalen Zusammenhang etwas günstiger dran, weil Sie ? "in echt" ? die Gnade der späteren Geburt genießen und sich auch nicht etwa damit berühmen, dass Sie sich beknirschen.
Ihr verblüffender Aufstieg vom belächelten Ostmädchen des Kanzlers Kohl zu Schröders Fiasko und nun zu einer weltweit respektierten Frau hat, vermute ich, seinen Grund auch in Ihrer lehrreichen Erfahrung als Untertan in einem totalitären Regime, wie es die DDR war.
Wer von klein auf in einer totalitären Diktatur lebte, hasst die Freiheit, weil er sie fürchtet, oder er liebt sie mit umso größerer Inbrunst.
Ja, Sie sind ein Ostmensch, aber kamen mir nie wie ein "Ossi" vor. Sie sind eine Deutsche, die in keine West- oder Ost-Schublade reinpasst. Mit Verlaub, ich komme mir so ähnlich vor. Unsereins quält die Frage noch tiefer als einen geborenen Demokraten: Wo sind die Grenzen der Freiheit? Darf unsere Toleranz immer wieder so weit gehen, dass die Intoleranz triumphiert? Gelten Freiheitsrechte auch für Freiheitsfeinde?
Gut, das wäre die Freiheitsfrage ? wie aber steht es mit der Judenfrage. Auch diese Erfahrung haben Sie und ich gemein: Wir lebten in einem Staat, dessen Politik nach innen wie nach außen ein praktizierter Antisemitismus war, der allerdings so cool funktionierte wie bei Orwell im Roman "1984" die Neusprech-Sprache: Offiziell wurde den Bürgern jeglicher Antisemitismus verboten, aber als Antizionismus umgetauft war der Judenhass Staatsdoktrin nach innen und außen. Das Ministerium für Staatssicherheit unter Mielke und Markus Wolf baute dem fanatischen Todfeind Israels, einem der eifrigsten Endlöser der Judenfrage, Jassir Arafat, seine diversen untereinander abgeschottet verschachtelten Geheimdienste auf.

Wer den Nahen Osten kennt, der weiß: Wenn die Araber endlich ihre Waffen niederlegen, wird es dort keinen Krieg mehr geben. Wenn aber Israel die Waffen niederlegt, wird es kein Israel mehr geben.

Viele Europäer neigen dazu, Juden und Araber als Streithähne zu sehen, als Raufbolde, die man mit der Rute der Vernunft zur Räson bringen muss. Den Israelis wird raffinierte Hinterlist unterstellt, und den Arabern eine aufbrausende Unmündigkeit.
Sie, Frau Bundeskanzlerin, brechen mit dieser infamen und infantilen Äquidistanz. Als ich mir Ihre Statements zu Israel anschaute, fand ich ein Wort, das mich berührte:
"Wir haben erst spät gelernt ? und ich sage das für mich auch persönlich ? wie unermesslich viel Deutschland durch die Shoa verloren hat und wie viel Liebe deutscher Juden zu diesem Land unerwidert geblieben ist."
Einer von den Juden, die zu Deutschland eine dermaßen tragisch unerwiderte Liebe hatten, war der Rabbiner Leo Baeck. Ja, er war das Musterexemplar eines extrem deutschen Juden. Er liebte Deutschland "über alles". Und er verkörperte alle deutschen Tugenden, für die die Juden aus Deutschland in Israel bis heute von den lebensklügeren Ostjuden und von den lebenslustigen sephardischen Juden bewundert werden und belächelt und verspottet. So preußisch korrekt, so pflichtbewusst, so pünktlich, so penibel, dermaßen gutbürgerlich und ordnungsliebend bis über den Rand der Lebensdummheit waren nur diese Juden aus Deutschland.
Wäre Leo Baeck bei seinem Besuch noch im Jahre 1936 in Palästina geblieben, dann hätte man ihn dort in Erez Israel als einen dieser typischen "Jekke"-Juden angesehen. Er kehrte von der kurzen Reise aber zurück ins faschistische Deutschland, weil er zweitens so extrem deutsch war, und erstens, weil er sich als Seelsorger und als väterlicher Helfer in größter Not den Juden im deutschen Vaterland verpflichtet fühlte.
Auch als er 1939 die Gelegenheit hatte, zu Verhandlungen nach London zu reisen, brachte er sich dort nicht in Sicherheit, sondern kehrte zu seinen Leidensgenossen in die Mördergrube Deutschland zurück. Er organisierte die Rettung von jüdischen Kindern ins Ausland, verhandelte mit der Gestapo, besorgte Pässe, Genehmigungen, soziale Hilfe und Geld.
So kam es, dass Leo Baeck 1943 als Nummer 187894 deportiert wurde ins KZ Theresienstadt, ein sogenanntes Sonder-
oder auch Vorzugs-KZ in der Nähe von Prag, wo die Juden massenhaft starben an Hunger und Krankheiten und von wo die Menschen zur Vergasung nach Auschwitz in Güterzüge gepfercht wurden. Ein Wunder: Im KZ Theresienstadt gehörte der Greis Leo Baeck am Tag der Befreiung zu den Überlebenden. Und ich glaube, er überlebte nur, weil er den Todgeweihten dort mit stoischer Disziplin und treudeutscher Innigkeit die Werke von Goethe und Immanuel Kant und Gottes Thora predigte.

Ja, dieser Leo Baeck war der Typ eines national gesinnten Patrioten. Von meinem Freund, dem Historiker des jüdischen Widerstandes in der Nazizeit, von Professor Arno Lustiger in Frankfurt am Main, weiß ich, dass Leo Baeck freiwillig in den Ersten Weltkrieg zog. Als Frontrabbiner ritt er furchtlos bis zu den vordersten Schützengräben und betreute seelsorgerisch das jüdische Kanonenfutter: deutsche Soldaten, die dort für Kaiser und Vaterland in den sinnlosen Tod gingen. Es wird vom Namenspatron des Preises, der Ihnen heute übergeben wird, berichtet, dass er in letzter Minute vor seinem Abtransport ins KZ, als auch er 1943 die Schlüssel seiner Wohnung und eine vollständige Liste mit dem Inventar an Büchern, Möbeln, Geschirr, Wertsachen und Sparbücher und Bargeld hatte abgeben müssen, noch schnell vorher seine letzte Gasrechnung bezahlt hat.
Es gab vor einiger Zeit Streit um eine Studie, an der Leo Baeck gearbeitet hat, eine Auftragsarbeit der Gestapo des Reichssicherheitshauptamtes. Er arbeitete von 1938 bis 1941 an dieser Schrift: "Die Entwicklung der Rechtsstellung der deutschen Juden in Europa, vornehmlich Deutschland." Nach dem Ende des Krieges hatte Leo Baeck gelogen, dies sei eine wissenschaftliche Arbeit gewesen, die er im Auftrage rechtskonservativer Nazigegner (also im Auftrage des in Plötzensee hingerichteten deutschnationalen Widerständlers Friedrich Goerdeler) verfasst habe.
Hannah Arendt schimpfte ihn "the Führer of the german jews". Dass Hannah Arendt den Rabbiner Beck im englischen Text als "Führer" schmähte, zeigt den Grad der Erbitterung in dem Streit um die herzzerreißende Frage: Waren solche Leute wie etwa auch der Vorsitzende des Judenrates im Warschauer Getto, der Ingenieur Adam Tschernjakow, Kollaborateure der Nazis oder nicht?
Soweit die Forschung inzwischen weiß ? und soweit ich es beurteilen kann ?, war der Rabbiner Leo Baeck ganz und gar kein jüdischer Hund Hitlers. Im Gegenteil, er war ein Deutscher, der sein Land und seine Kultur liebte und der also doppelt, nämlich als verfolgter Jude und als deutscher Patriot, die Nazis hasste und verachtete und der jede Form des Widerstandes wagte, die ihm möglich war.
Verehrte Angela Merkel, ich kann Sie ohne Falsch so nennen, denn es ehrt Sie, dass Sie sich so behutsam und beharrlich einmischen in dem Konflikt der beiden Söhne des Stammvaters Abraham: Ismael und Isaak. Diese Halbbrüder gelten als die Urväter der arabischen Völker und des Volkes der Juden. Seit Jahrtausenden liegen sie im Familienstreit. Und dieser Bruderkrieg wird länger dauern, als wir dauern.
Es ist unsere mühselige und notwendige und zuverlässig undankbare Aufgabe, den Juden und den Arabern zu helfen. Wir können mildern, wir sollen vermitteln, aber nicht als Quacksalber der Weltgeschichte Wunderkuren verordnen. Bei Gelegenheit will ich Ihnen ein neues Lied vorsingen über genau diesen heillosen Familienkrieg im Nahen Osten, da heißt es am Schluss:
Roter Mond über Banyuls sur Mer...
? wir alle sind ja reingezogen
in den Krieg
Der beiden Söhne aus dem
Samen Abrahams
Couplet
Das sind Tragödien der andern Art
Da hilft kein gut gemeinter Rat
Da hilft kein Treueschwur
Kein frommer Fluch
Kein kluggeschissnes
Friedens-Buch
Da hilft kein Aufschrei in der Welt
Kein feige abgedrücktes Geld
(Schon gaanich Biermann
seine Gedichte)
Konflikte dieser Kategorie
Für die gibt's keine Lösung. Nie!
Die haben nur eine Geschichte

Ergänzend dazu die Vorlesung an der Universität Haifa "Deutschland verrät Israel", veröffentlicht in der ZEIT

Donnerstag, Oktober 25, 2007

» Sarkozy bekennt sich zu Israel

By Dialog at 11:11 AM

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat bei seinen Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert in Paris seine tiefe Verbundenheit mit Israel zum Ausdruck gebracht. Die Gründung des Staates bezeichnete er als das "bedeutendste Ereignis des 20. Jahrhunderts", wobei er betonte: "Man sagt, dass ich Israel unterstütze, weil mein Großvater jüdisch war, doch ist dies keine persönliche Angelegenheit. Israel steht für Vielfalt und Demokratie im Nahen Osten. Es ist ein Wunder, dass aus den Überresten des zerstreuten jüdischen Volkes solch ein Staat entstanden ist."

Olmert und Sarkozy berieten sich vor allem in der Angelegenheit des iranischen Atomprogramms. Beide stimmten darin überein, dass sowohl der UN-Sicherheitsrat als auch die Europäische Union schärfere Sanktionen gegen den Iran einleiten müssten. Olmert teilte im Anschluss an die Gespräche mit, dass er hinsichtlich der Iran-Frage keine Aussagen hätte hören können, die seinen Erwartungen mehr entsprochen hätten.

Auch beim Thema der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen nahm Sarkozy einen klaren Standpunkt ein. So bezeichnete er es als unvernünftig, wenn die Palästinenser gleichzeitig einen unabhängigen Staat und die Rückkehr der Flüchtlinge nach Israel fordern würden. Grundsätzlich unterstrich er: "Israel Sicherheit ist eine klare rote Linie, die nicht zur Debatte steht. Das ist eine unantastbare Bedingung, die wir nie aufgeben werden."
Published in: Altes Europa, Israel

Montag, Oktober 08, 2007

» Ahmadinedingsbums fordert Referendum zum Transfer Israels

By Norman at 8:47 PM

 

Ahmadinejad fordert Referendum zum Transfer Israels
Der iranische Staatspräsident hat anlässlich des weltweit von Muslimen begangenen Al-Quds-Tages dazu aufgerufen, in "Palästina" ein Referendum darüber abzuhalten, "ob Israel nach Kanada, Alaska oder Europa transferiert" werden soll. Daran sollten Muslime, Christen und Juden teilnehmen.

Ahmadinejad variiert damit einen früheren Vorschlag hinsichtlich der Umsiedlung von Israels Juden nach Europa. Warum er nun stattdessen Kanada und Alaska empfiehlt, erklärte er bei seiner Rede in Teheran wie folgt: "Die europäischen Staaten können die Anwesenheit eines zionistischen Regimes nicht ertragen, und deswegen wollen sie dieses weiterhin den Staaten des Nahen Ostens aufdrängen." Dabei schloss der iranische Staatspräsident mit der Bemerkung: "Das zionistische Regime, das brutale Vorgehen der Zionisten und die unbegrenzte Unterstützung, die sie von amerikanischer Seite erfahren, sind eine Beleidigung für die menschliche Würde."

(Yediotha Ahronot, 07.10.07) Kleine Ergänzung: Jedi'ot Acharonot ist eine große hebräisch-sprachige Tageszeitung in Israel. Ein Chefredakteur der Zeitung war bis 1948 der aus Leipzig stammende Journalist Azriel Carlebach (1909-1956), der im selben Jahr die Zeitung Maariw gründete.

Nachtrag mit guten Nachrichten

Unterdessen berichten mehrere Agenturen, daß es an der Teheraner Universität zu Rangeleien gekommen sein soll. Man darf sich natürlich fragen, warum (akademische) Lehranstalten eine Anziehungskraft auf Ahmadinedingsbums ausüben. Die Nachrichten geben dennoch Anlass zur Hoffnung, weil bislang davon auszugehen war, daß sich neben keinen Homosexuellen auch keine Akademiker im Iran befinden. So berichtet derStandard:

... "Tod dem Diktator" riefen über hundert regierungskritische Studenten. Die Demonstranten lieferten sich ein Handgemenge mit Anhängern Ahmadinejads, die "Danke, Präsident" riefen. Die Polizei war vor den Toren der Universität postiert und betrat den Campus nicht.

Der Protest ging zu Ende, nachdem der Wagen Ahmadinejads das Gelände verlassen hatte. Die Behörden hatten vor Beginn der Veranstaltung die Ausweise von allen Studenten kontrolliert und nur ausgewählte Personen in den Saal vorgelassen. Den Demonstranten gelang es aber trotzdem, die Rede Ahmadinejads zu hören.

Ahmadinejad ging in seiner Rede auch auf seinen Auftritt an der Columbia-Universität in New York Ende September ein, wo er sich harsche Kritik anhören musste und vom Rektor als "engstirniger und grausamer Diktator" bezeichnet wurde. Dieser "sorgfältig inszenierte Zwischenfall" habe darauf abgezielt, das Ansehen der iranischen Nation zu schädigen, meinte der Präsident. Er fügte hinzu, die "materielle Welt und der Materialismus" seien an ihr Ende gelangt.

Studenten berichten, dass einige Kritiker gefangen genommen oder von Seminaren an der Universität ausgeschlossen wurden. Einige Hochschüler verlangten am Montag die Freilassung von Kommilitonen. Die Ahmadinejad-Anhänger forderten ihrerseits Regierungskritiker auf, die Universität zu verlassen....

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