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Freitag, November 19, 2010

» Ist der Lobbyismus zur 5. Gewalt im Staat geworden?

By Dialog at 10:46 AM

Diese Frage steht im Mittelpunkt einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, die am Freitag, 19.11.2010, um 19.15 Uhr an der Evangelischen Akademie im Rheinland, Mandelbaumweg 2, 53177 Bonn, stattfindet. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Die Teilnehmer des Podiums kommen aus den Reihen der Politik und Wirtschaft, der evangelischen Kirche und politik-kritischen Nichtregierungsorganisationen. Sie bringen ihre Erfahrungen und Beobachtungen zum Lobbyismus sowohl auf der Bundes- und Landesebene als auch auf der EU-Ebene in die Diskussion ein:

* Volker Stehmann, tätig im Bereich Public Affairs/Energiepolitik bei der RWE Aktiengesellschaft Essen

* Regina van Dinther, Landtagspräsidentin a.D., Düsseldorf, CDU, u. a. seit 1990 Stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bezirksverbandes Ruhrgebiet und Landesvorsitzende der Frauen-Union

* Prof. em. Dr. Peter Lösche, Politikwissenschaftler, bis 2007 Direktor des Seminars für Politikwissenschaft an der Universität Göttingen sowie Gründer und Direktor des Zentrums für Europa- und Nordamerikastudien. Lösche ist insbesondere durch seine Arbeiten zur Parteienforschung bekannt geworden. Er ist Autor des 2007 im Kohlhammer Verlag erschienenen Sachbuchs „Verbände und Lobbyismus in Deutschland“.

* Tobias Münchmeyer, Stellvertretender Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin

* Patrick Schnabel, stellvertretender Leiter und Juristischer Referent beim Büro des Bevollmächtigten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Brüssel

* Hans H. Stein, Leiter der NRW-Landesvertretung bei der Europäischen Union, Brüssel

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion haben Sie Gelegenheit, Ihre Fragen an die Referentinnen und Referenten zu stellen.

Die Moderation des Abends liegt bei Arnd Henze, außenpolitischer Fernsehredakteur beim Westdeutschen Rundfunk.

Wir bitten um vorherige Anmeldung zu dieser Abendveranstaltung bis zum 17.11.2010. Bitte melden Sie sich im Tagungssekretariat bei Frau Katrin Arnold an. (Tel.: 0228 9523-203 oder katrin.arnold@akademie.ekir.de).

Die Podiumsdiskussion findet statt im Rahmen der Tagung: Deutschland – Lobbyland? Die Tagung liefert Fakten und klärt über Trends auf. Qualitätskriterien für “guten” und “schlechten” Lobbyismus kommen zur Sprache. Das ausführliche Tagungsprogramm ist auf der Internetseite der Akademie www.ev-akademie-rheinland.de zum Abruf bereit gestellt.

Die Redewendung „eine Lobby haben“ hat - mal scherzhaft, mal ernsthaft gemeint - längst Eingang in unsere Alltagssprache gefunden. In die Internet-Suchmaschine Google eingegeben, bringt sie es auf mehr als 1 Million Treffer - und spiegelt damit gesellschaftliche Realität:

Lobbyismus ist intensiver geworden

Angesichts der immer komplexer werdenden gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozesse sind die Kontakte starker Interessensgruppen zu Regierung, Fraktionen und Parlament intensiver geworden. 2006 gab es 1.900 Einträge in die Lobbyliste des Deutschen Bundestages, die Gesamtzahl wurde auf 4.500 Lobbyisten in Berlin und auf bis zu 25.000 Lobbyisten in Brüssel geschätzt.

Unternehmensverbände, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen suchen gezielt das Gespräch mit politischen Entscheidern, damit ihre Interessen bei Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt werden. Andrerseits brauchen Parlamentarier und Ministerialbürokratie deren Rohstoff, die detaillierte Sachkenntnis im jeweiligen Bereich. Stagnation bei den Reformen auf dem Finanzsektor, Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke – sind das Auswirkungen informeller Einflussnahme?

Tagung zu Lobbyismus von der berechtigten Einflussnahme bis hin zu bedenklichen Formen

Ist Deutschland heute Lobbyland?

Diese Frage greift jetzt eine Veranstaltung an der Evangelischen Akademie im Rheinland auf:

Deutschland – Lobbyland?

Tagung in Kooperation mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland, Regionalgruppe Köln-Bonn-Leverkusen

19. November 2010, Bonn

Lobbyismus reicht heute von der legitimen Form der berechtigten Einflussnahme bis hin zu bedenklichen Formen, die demokratische Grundprinzipien gefährden.

Referenten decken ein breites Spektrum der Standpunkte ab

Die Tagung gibt Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven zu informieren. Dabei decken die Referentinnen und Referenten der Tagung ein breites Spektrum der Standpunkte ab: Von Politikern und Unternehmensvertretern über Vertreter der Wohlfahrtsverbände und der evangelischen Kirche bis hin politik-kritischen Nichtregierungsorganisationen. Einzelne Lobbyistenbüros gewähren Einblick in ihre Arbeit.

Die Referenten liefern Fakten, klären über Trends auf. Qualitätskriterien für „guten“ und „schlechten“ Lobbyismus werden ebenso zur Sprache kommen wie die Frage, ob Lobbyismus bereits zur 5. Gewalt im Staate geworden ist.

Die unsichtbaren Machtfaktoren in der Wirtschaftspolitik

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer, Regionalgruppe Köln – Bonn – Leverkusen

Nach den Erschütterungen durch die Bankenkrise gab es zunächst eine große Bereitschaft, neue Regeln einzuführen. Die staatliche Aufsicht über die Finanzmärkte sollte verbessert werden. Doch hat sich seither merkwürdig wenig bewegt. Obwohl es an sachkundigen Mahnungen nicht mangelt und die Auswirkungen der Wirtschaftskrisen allerorten zu spüren sind, entwickeln sich auf den Finanzmärkten schon wieder Spekulationsblasen. Wie bei allen politischen Reformen trifft auch die Finanzmarktreform in Deutschland wie in Europa auf den Widerstand von starken Interessenverbänden, von großen Banken und berufsmäßigen Lobbyisten internationaler Finanzimperien. Deren Einflussnahme geschieht weitgehend unsichtbar, aber gleichwohl hoch effizient. Viel Geld und viel Personal werden aufgeboten, um „Politikberatung“ zu treiben. Wo verläuft die Grenze zwischen fachlich notwendiger Beratung und Manipulation?

Wie viel Lobbyismus verträgt die Demokratie? Wie souverän sind unsere politischen Mandatsträger bei wirtschaftspolitischen Entscheidungen? Wie ließe sich Sachkunde für die politischen Generalisten in unseren Parlamenten besser und transparenter organisieren? Welche Erfahrungen gibt es mit dem Lobby-Register der Europäischen Union?

Anhand der Analyse von Lobbyarbeit verschiedener Interessensgruppen soll ein differenziertes Urteil über legitime und bedenkliche Formen des Lobbyismus ermöglicht werden. Einzelne Lobbyistenbüros schildern ihre Arbeit. Politikerinnen und Politiker lassen sich zum Umgang mit Lobbyisten befragen. Fachleute aus Sozialethik, Wirtschafts- und Politikwissenschaft liefern Fakten und diskutieren Qualitätskriterien für „guten“ und „schlechten“ Lobbyismus.

Zu den Referentinnen und Referenten:

Arnd Henze, Journalist, Köln

Geb. 1961. Seit Mai 1992 außenpolitischer Fernsehredakteur und Reporter beim WDR. Dort ist er u. a. zuständig für die redaktionelle Betreuung der ARD-Studios Washington und New York. Zahlreiche seiner Dokumentationen, Reportagen und Sondersendungen wurden mit bedeutenden deutschen und internationalen Fernsehpreisen ausgezeichnet.Als Sonder-Korrespondent für USA und UNO berichtet Arnd Henze seit 1994 immer wieder für die aktuellen ARD-Sendungen wie Tagesschau, Tagesthemen, Brennpunkt, Morgen- und Mittagsmagazin. Im Rahmen der Evangelischen Kirche leitet Arnd Henze seit fünfzehn Jahren das "Dellbrücker Forum", das sich in dieser Zeit weit über Köln hinaus als Ort kontroverser außen-, innen- und gesellschaftspolitischer Diskussionen etabliert hat. Als Lehrbeauftragter am Institut für Internationale Politik der Universität Köln beschäftigt er sich unter anderem mit dem Einfluss der Medien auf internationale Ereignisse. Weitere Informationen: http://www.wdr.de/tv/cosmotv/team/arnd_henze.jsp http://www.dellbruecker-forum.de/Teilnehmer/arnd_henze.htm

Prof. em. Dr. Peter Lösche, Göttingen

Geb. 1939.Studium der Geschichte, Politikwissenschaft, Geografie und Philosophie an der Freien Universität Berlin, Universität Göttingen und in den Vereinigten Staaten. 1966 Promotion an der Freien Universität Berlin. l966 – l973 Wissenschaftlicher Assistent, Otto – Suhr – Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. l969 – l971 Kennedy Memorial Fellow, Harvard University, Cambridge, USA. 1973 – 2007 Universitätsprofessor an der Georg-August-Universität Göttingen für Politikwissenschaft; Direktor des Seminars für Politikwissenschaft; Gründer und Direktor des Zentrums für Europa- und Nordamerikastudien. Seit 1975 Gastprofessuren an der University of California, Santa Barabara; Stanford University; School of Advanced International Studies, Johns Hopkins University, Bologna, Italien. Forschungsaufenthalte in der Vereinigten Staaten und Neuseeland. 2007 Emeritierung

Seit 1996 journalistische Nebentätigkeit in Fernsehen, Rundfunk und bei Zeitungen Forschungsschwerpunkte: Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung; Anarchismus; Politik und Gesellschaft der Vereinigten Staaten; Parteien, Verbände, Lobbyismus.

Tobias Münchmeyer, Stellv. Leiter der Politischen Vertretung v. Greenpeace in Berlin

Geb 1969. Studierte Politikwissenschaft und Slawistik an der FU Berlin. 1995-1996 Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew und Koordinator der internationalen Konferenz „Lessons of Chernobyl“ anlässlich des 10. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe. Anschließend arbeitete er zum Thema Energieeffizienz im Moscow Energy Centre der EU, bevor er 1998 zu Greenpeace International wechselte. Dort arbeitete er als Atom-Experte mit Schwerpunkt Osteuropa. 2002 wechselte er für ein Jahr in das Auswärtige Amt, wo er im Sonderstab Afghanistan für Humanitäre Hilfe und Wiederaufbau zuständig war. 2003-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesabgeordneten Winfried Nachtwei in der Bundestagsfraktion der Grünen, 2004 kehrte Münchmeyer zu Greenpeace zurück. Seither ist er als stellvertretender Leiter der Politischen Vertretung Berlin vor allem für den Bereich Klima- und Energiepolitik zuständig.

Patrick Schnabel, Büro des Bevollmächtigten des Rates der EKD, Brüssel

studierte Theologie zu etwa gleichen Teilen in Bethel, St Andrews (Graduation zum Master of Theology) und Göttingen (1. Kirchl. Examen), sowie Kirchen-, Staatskirchen- und Europarecht in Göttingen und am Ev. Institut für Kirchenrecht in Potsdam. Er war Stipendiat des Ev. Studienwerks Villigst, des St Mary’s College St Andrews und der Konrad-Adenauer Stiftung. Pfr. Patrick Roger Schnabel ist Stellvertretender Leiter und Juristischer Referent der Dienststelle Brüssel. Zu seinem ehrenamtlichen Engagement gehören die Mitarbeit in deutsch- und englischsprachigen Gemeinden in Brüssel und beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Volker Stehmann

Geb. 1967. Staatsexamen in Französisch und Wirtschaftswissenschaften, Master of European Economic Studies, Europakolleg Brügge, Belgien. 1989 – 1990 Fremdsprachenassistent, Lycée Louis Pasteur, Hénin-Beaumont / Frankreich. 1994 Trainee, TAUW Milieu Adviesbureau, Deventer / Niederlande. 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Europakolleg Brügge, Belgien. Seit 1996 Funktionen in verschiedenen Unternehmen der Energiewirtschaft: 1996 – 2000 Verband der Europäischen Stromwirtschaft EURELECTRIC/Unipede, Brüssel, Belgien, 2000 - 2001 Manager Energiestrategie, Accenture, México D.F. 2002 - 2003 Internationale Aktivitäten, RWE Plus AG, Essen. 2003 - 2008 Energiepolitik, RWE Energy AG, Dortmund, seit 2008 Public Affairs / Energiepolitik, RWE AG, Essen. Ehrenamtliches Engagement als Schatzmeister und Mitglied des Präsidiums „Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit / „Bureau International de Liaison et de Documentation“, Bonn/Paris.

Hans H. Stein, Leiter d. Vertretung des Landes NRW bei der EU, Brüssel

06.2002 – 03.2006 Geb. Geb. 1965. Studium der Volkswirtschaftslehre sowie der Poltischen Wissenschaften an den Universitäten Bonn und Köln mit Abschluss als Diplom-Volkswirt. 1990 – 1991 Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln. 1991 – 1992 Geschäftsführungsassistent eines mittelständischen Technologieunternehmens in Kleve. 1991 - 1992 Büroleiter des Bundestagsabgeordneten Paul K. Friedhoff (Kleve), mittelstands- und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. 06 – 08.1992 Summer Fellow des Instituts for Humane Studies, George Mason University, Fairfax, VA. 1997 – 2000 LeiterWirtschaftspolitik, Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (ASU), Bonn. 2000 – 2006 Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (ASU). 2002 - 2006 Secretary General der European Group of Owner-Managed and Family Enterprises (GEEF), jetzt Leiter der Vertretung de Landes NRW bei der Europäishen Union.

Regina van Dinther, Landtagspräsidentin a. D., Düsseldorf

Geb. 1958. Dipl.-Ing. FH für Bekleidungstechnik. 1980 - 1990 Tätigkeit in der Bekleidungsindustrie. 1991 - 2002 selbständig. Vom 8. Juni 2005 bis 9. Juni 2010 Präsidentin des Landtags NRW. Mitglied der CDU seit 1978. Stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bezirksverbandes Ruhrgebiet seit 1990. Stadtverbandsvorsitzende Hattingen der CDU von 1996 bis 2006. Landesvorsitzende der Frauen-Union Nordrhein-Westfalen seit März 1999. Frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion 1990 - 2005. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion 1995 bis 2005.

Mitglied im Kuratorium der Evangelischen Stiftung Volmarstein und im Vorstand der Karl Arnold Stiftung. Stellv. Vorsitzende von "Donum vitae e.V." Hattingen und Beiratsvorsitzende der Regionalstelle Frau und Beruf Hagen/Ennepe Ruhr. Mitglied der 11. Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr. Abgeordnete des Landtags Nordrhein-Westfalen seit 31. Mai 1990.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer ist ein von ehrenamtlichem Engagement getragenes Netzwerk protestantischer Unternehmer, Manager und Führungskräfte.

Wir rüsten uns geistig und geistlich zu, um uns in unserem Glauben zu vergewissern.

Wir suchen ethische Orientierung und fachlichen Austausch, um uns in unserem unternehmerischen Entscheiden und Handeln zu bestärken.

Wir beteiligen uns an der kirchlichen Meinungsbildung zu wirtschafts- und sozialethischen Fragen, um unsere Gesellschafts­ordnung verantwortlich mitzugestalten.

Published in: Europa, Kirchen, Wirtschaft

Freitag, Oktober 22, 2010

» Necla Kelek: Wulffs Republik der Gläubigen

By Dialog at 11:20 AM

Der Bundespräsident betreibt vor der türkischen Nationalversammlung Verharmlosung auf höchstem Niveau und redet der Rückkehr der Religion in die Politik das Wort. Seine Rede ist historisch unrichtig und stellt die säkulare Republik in Frage. Die Medien sehen nur die Oberfläche.

Dienstag, Februar 23, 2010

» Feststellung

By Norman at 7:33 PM

Hannover ist nüchtern nicht zu ertragen.

Oder auch: EKD-Ratsvorsitzende: Kirche und Theater haben viel gemeinsam

Published in: Kirchen

Donnerstag, Dezember 10, 2009

» Evangelische Unternehmer feiern ihre theologischen Berater

By Dialog at 7:19 PM

Einführungsgottesdienst für theologische Berater im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU).

Der AEU Köln-Bonn-Leverkusen feiert am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln seine neuen theologischen Berater Pfarrerin Prof. Dr. Kerstin Lammer und Pfarrer Wolfgang Jacobs mit einem Einführungsgottesdienst-

Köln - Das erste Mal feiert die regionale Arbeitsgruppe Köln - Bonn - Leverkusen die Benennung ihrer theologischen Berater mit einem Gottesdienst. Die theologischen Berater innerhalb des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) sind Seelsorger und rüsten die AEU-Mitglieder für ihr tägliches Wirken in der freien Wirtschaft.

Erstmals kooperieren zu diesem Gottesdienst derArbeitskreis Evangelischer Unternehmer und die Diakonie Michaelshoven. Das Mitglied des Sprecherkreises, Herr Jörg J. Schmitz, Geschäftsführer der Seniorendienste Michaelshoven gGmbH, initiierte die Zusammenarbeit: „Die Diakonie Michaelshoven muß als größter Arbeitgeber mit protestantischem Profil in der Region auch in der Kölner Innenstadt wahrnehmbar sein. Die Antoniterkirche in zentraler Lage und die gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem AEU sind ein willkommener Anlass.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu Kaffee und Gebäck eingeladen. Hier unterstützt das ebenfalls zur Diakonie Michaelshoven gehörende Beschäftigungsprojekt für Frauen „opti:Mahl“ aus Porz-Finkenberg die Veranstaltung.

Für den Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe, den Personalberater Norman Krayer, ist die öffentliche Einführung der Nachfolger von Dr. Bertold Höcker auch ein Zeichen für ein wachsendes Selbstbewusstsein von evangelischen Unternehmern in Köln: "Ohne Dr. Bertold Höcker wären Veranstaltungen dieser Art kaum denkbar. Höcker brach mit überholten Paradigmen innerhalb der Kirche und schaffte Raum für offenen und fairen Dialog. Am vierten Advent feiern wir nicht nur die Protagonisten, sondern auch diesen neuen und frischen Wind."

Dr. Bertold Höcker war bis September 2009 Citypfarrer in Köln. Seit Oktober ist er Superintendent im Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte.

Kurzprofil:

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer (Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe) unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer(at)suademus.de.

Die Diakonie Michaelshoven e. V. ist der größte diakonische Träger im Kölner Raum. Mehr als 1.500 Mitarbeiter betreuen 3.500 Menschen in unterschiedlichsten Einrichtungen der klassischen Arbeitsfelder der Diakonie. Die Diakonie Michaelshoven hilft Menschen in Köln und im Rheinland persönlich, kompetent und in christlicher Nächstenliebe. Seit über 50 Jahren. Ob zum Beispiel Kindern, die vorübergehend

nicht in ihren Familien leben können, Menschen mit besonders großen sozialen Problemen, Menschen mit Demenz oder mit Behinderung. Immer gemäß dem Leitsatz „Mit Menschen Perspektiven schaffen“. Um diese Hilfe dauerhaft zu sichern, hat die Diakonie Michaelshoven jetzt ihre Stiftung einfach helfen ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese Anliegen mit einer Zuwendung: Spendenkonto 111 333 - KD-Bank BLZ 350 601 90. Ihre Fragen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Tel.: 0221-350940. Informationen finden Sie auch im Internet unter www.diakonie-michaelshoven.de

Dienstag, Dezember 01, 2009

» Einführungsgottesdienst am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, Köln

By Dialog at 4:40 PM

Das erste Mal feiert die regionale Arbeitsgruppe Köln – Bonn – Leverkusen die Benennung ihrer theologischen Berater mit einem Gottesdienst. Die theologischen Berater innerhalb des AEU sind Seelsorger und rüsten die AEU-Mitglieder für ihr tägliches Wirken in der freien Wirtschaft.

Wir laden Sie sehr herzlich ein zum Gottesdienst – am Vierten Advent - zur Verabschiedung von Superintendent Dr. Bertold Höcker und zur Einführung von Pfarrerin Prof. Dr. Kerstin Lammer und Pfarrer Wolfgang Jacobs als neue Theologische Berater der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen.

Wir freuen uns, Sie am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln, begrüßen zu dürfen.

Die Gottesdienstleitung: hat Landespfarrer Peter Mörbel von der Evangelischen Akademie im Rheinland.

Erstmals kooperieren zu diesem Gottesdienst der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer und die Diakonie Michaelshoven. Das Mitglied des Sprecherkreises, Herr Jörg J.- Schmitz, Geschäftsführer der Seniorendienste Michaelshoven gGmbH, initiierte die Zusammenarbeit: „Die Diakonie Michaelshoven muß als größter Arbeitgeber mit protestantischem Profil in der Region auch in der Kölner Innenstadt wahrnehmbar sein. Die Antoniterkirche in zentraler Lage und die gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem AEU sind ein willkommener Anlass.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu Kaffee und Gebäck eingeladen. Hier unterstützt das ebenfalls zur Diakonie Michaelshoven gehörende Beschäftigungsprojekt für Frauen „opti:Mahl“ aus Porz-Finkenberg die Veranstaltung.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer@suademus.de.

Die Diakonie Michaelshoven e. V. ist der größte diakonische Träger im Kölner Raum. Mehr als 1.500 Mitarbeiter betreuen 3.500 Menschen in unterschiedlichsten Einrichtungen der klassischen Arbeitsfelder der Diakonie. Die Diakonie Michaelshoven hilft Menschen in Köln und im Rheinland persönlich, kompetent und in christlicher Nächstenliebe. Seit über 50 Jahren. Ob zum Beispiel Kindern, die vorübergehend nicht in ihren Familien leben können, Menschen mit besonders großen sozialen Problemen, Menschen mit Demenz oder mit Behinderung. Immer gemäß dem Leitsatz „Mit Menschen Perspektiven schaffen“. Um diese Hilfe dauerhaft zu sichern, hat die Diakonie Michaelshoven jetzt ihre Stiftung einfach helfen ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese Anliegen mit einer Zuwendung: Spendenkonto 111 333 - KD-Bank BLZ 350 601 90. Ihre Fragen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Tel.: 0221-350940. Informationen finden Sie auch im Internet unter www.diakonie-michaelshoven.de

Einführungsgottesdienst am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln

suademus, Krayer & Reudenbach ist eine Personalberatung, die sich auf das Gesundheitswesen (also Kliniken, Krankenhäuser und andere Einrichtungen), die Medizintechnik (also Hersteller und Vertriebsorganisationen von Medizintechnik und Medizinsystemen) und die pharmazeutische Industrie (forschende Arzneimittelhersteller) spezialisiert hat.

Samstag, September 26, 2009

» Welchen Wert haben Werte? - Ein Diskurs über Ursachen und Lehren der Finanzmarktkrise

By Dialog at 11:29 AM

Terminhinweis:

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, und Markus Sievers, Geschäftsführender Gesellschafter der apano GmbH, einem der größten Anbieter von Hedgefonds in Deutschland, diskutieren Ursachen und Lehren aus der Finanzmarktkrise.

am Montag, den 12. Oktober 2009, um 19.30 Uhr

in der Johanneskirche Düsseldorf

Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf

Zu einem Dialog zu globalen Entwicklungen in der Finanzwirtschaft laden ein:

Johanneskirche - Stadtkirche - Kirche in der City in Düsseldorf

- Pfarrer Dr. Uwe Vetter

- Pfarrer Hans Lücke

Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer

- Nils B. Krog (regionale Arbeitsgruppe des AEU in Düsseldorf)

- Norman R. Krayer (regionale Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer unter Telefon 02263-801935. Ein Kontakt zur Regionalgruppe Düsseldorf ist über Nils B. Krog unter Telefon 0208-309-2018 möglich.

Die evangelische Johanneskirche ist eine offene Citykirche. Ihr Angebot und ihre regelmäßigen Öffnungszeiten richten sich an Menschen, die in der Stadt unterwegs sind und gerne mal wieder eine Kirche betreten möchten, seien es Neugierige, Interessierte, spirituelle Wanderer oder religiöse Menschen auf der Suche nach einem ruhigen Platz im städtischen Treiben, wo sie sich Gott ein kleines Stückchen näher fühlen können. Kirche in der City ist ein Projekt an exponierter Stelle, mitten in der Stadt. In der Johanneskirche werden Angebote für Passanten und religiös Suchende gemacht. Neue Gottesdienstformen wie der Evensong, Sunday Special sowie Bibelkurse in einer modernen Form bieten auch kirchenfernen und neugierigen Menschen, die auf der Suche nach eigenen Formen gelebter Spiritualität sind, die Möglichkeit, neue und eigene Erfahrungen zu machen. Die Johanneskirche möchte offen und einladend sein. Interessierte haben hier die Gelegenheit Formen städtischer Religiosität miteinander zu entwickeln. Die Johanneskirche soll eine neue Beheimatung in der Kirche bieten: von der »Kirche der Gelegenheit, die sich durch ein Café und offenes Gesprächsangebot an Passanten wendet, bis hin zu einer »Stadtgemeinde«, die da entsteht, wo sich ein fester Kern zu bilden beginnt.

Published in: Kirchen, Wirtschaft

Donnerstag, Juli 23, 2009

» Evangelische Woche bei Peter Kurth

By Dialog at 2:51 PM

Der Oberbürgermeisterkandidat der CDU Peter Kurth besuchte in dieser Woche gleich zwei wichtige evangelische Einrichtungen.

Am Montag, dem 20. Juli 2009, war Peter Kurth Gast der Diakonie Michaelshoven.

"Die Diakonie Michaelshoven leistet als größte diakonische Einrichtung in der Region einen wertvollen Beitrag zu einem verantwortungsvollen, würdigen und eigenverantwortlichen Miteinander in Köln", so lautete sein Fazit nach einem intensiven Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern Birgit Heide und Dr. Stefan Ziegler.

Beeindruckt war Peter Kurth von der Professionalität der Agierenden: "Michaelshoven stellt mit seinen 1.500 Mitarbeitern und unzähligen ehrenamtlichen Helfern einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region dar. Mit Ihrem diakonischen Auftrag und einem klaren christlichen Profil unterstützen Sie Menschen in vielen unterschiedlichen Lebenslagen. Ihre Verankerung in der Region ist in Köln und speziell im Kölner Süden mit Händen zu greifen."

Zu guter Letzt gratulierte Peter Kurth im Haus Simeon noch der Bewohnerin Therese von Nolting, die zwei Tage zuvor ihren hundertjährigen Geburtstag feierte, und wünschte ihr von Herzen alles Gute.

Am Mittwoch, dem 23. Juli 2009 besuchten Peter Kurth und Winrich Granitzka, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, im Rahmen der Stadtführungsreihe ?Wie wir Köln sehen? unter fachkundiger Führung von Günter Leitner die AntoniterCityKirche in der Schildergasse.

Das von Annette Scholl koordinierte Stadtführungskonzept ist fester Bestandteil der täglichen CityKirchenarbeit.

Citypfarrer Dr. Bertold Höcker und Presbyter Martin Weiler freuten sich über den Besuch. Für die CityKirche als ?Raum für alle? sind gute Kontakte in die Kommunalpolitik wichtig.

Peter Kurth ist für Citypfarrer Dr. Höcker kein Unbekannter. Beide kennen sich von persönlichen Begegnungen, zuletzt nahm Peter Kurth am CSD-Gottesdienst in der AntoniterCitykirche teil.

Winrich Granitzka und Peter Kurth, die beide römisch katholisch sind, waren vom Engagement evangelisch Handelnder in Köln beeindruckt. Der ebenfalls anwesende Regionalsprecher des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer für die Region Köln Bonn Leverkusen Norman Krayer verwies auf die wirtschaftlichen Leistungen von evangelischen Christen in Köln und setzt seine Hoffnung auf eine gute, fruchtbare und effiziente Ansiedlungspolitik in Köln und der Region.

Sonntag, Juni 21, 2009

» Friedhof ohne Kreuz

By Dialog at 4:09 PM

Bachchoral ohne Text,

Thomanerchor ohne Thomaskirche ?

quo vadis Leipzig?

Am Sonntag, 21. Juni 2009, wurde im Rahmen des Bachfestes 2009 in der überfüllten Thomaskirche ein Gottesdienst in der Ordnung der Bachzeit gefeiert. Zur Bachzeit waren die Gottesdienste auch der Versammlungsort der Stadtbevölkerung. Bei den Abkündigungen, die damals über eine halbe Stunde dauerten, wurden auch kommunale Themen angesprochen. An diese Tradition knüpfte Pfarrer Christian Wolff an und sprach drei kritische Punkte an, die sowohl für die Stadt wie für die Kirche von Bedeutung sind. Wir zitieren die Abkündigungen nachfolgend:

? "Anlässlich einer Trauerfeier vor 14 Tagen musste ich feststellen, dass in der Westkapelle des Südfriedhofes das große, schlichte Holzkreuz auf der Stirnseite entfernt wurde. Auf Nachfrage wurde mir von einer Mitarbeiterin gesagt: es habe Beschwerden gegeben und deshalb sei ?von Oben? angeordnet worden, das Kreuz ganz zu entfernen. Eine sofortige schriftliche Anfrage beim Friedhofsamt ist bis heute ohne Reaktion geblieben. Der Oberbürgermeister und der zuständige Bürgermeister Heiko Rosental sind informiert. Wir werden dies nicht auf sich beruhen lassen und ich bitte Sie, uns darin zu unterstützen.

? Am vergangenen Montag hat Thomaskontor Georg Christoph Biller im Rahmen des Bachfestes am Tag des forum thomanum in der Lutherkirche ein offenes Singen durchgeführt, an dem auch Schülerinnen und Schüler der Manet-Grundschule teilnahmen. Dieser Grundschule sind auch die Vorbereitungsklassen für den Thomanerchor zugeordnet. Die Musiklehrer/innen der Manetschule hatte der Thomaskantor gebeten, mit den Klassen den Choral ?Jesus bleibet meine Freude? einzustudieren. Dafür erhielt die Schule Kopien des Liedes. Das veranlasste die Rektorin der Schule, auf eine Musiklehrerin zuzugehen mit der sinngemäßen Bemerkung: in dem Lied käme ?Jesus? vor. Das Lied könne mit diesem Text nicht in den Klassen gesungen werden. Das sei Kindern, die den Ethikunterricht besuchen, also atheistisch sind, nicht zuzumuten. Thomaskantor Biller wurde darüber unterrichtet und bestand selbstverständlich darauf, dass der Text gesungen wird. Das offene Singen fand mit dem Lied statt. Dennoch besteht kein Anlass, diesen Vorgang als erledigt zu betrachten. Man muss sich das einmal vorstellen: während des Bachfestes darf an einer Grundschule der Musikstadt Leipzig, die die Vorbereitungsklassen für den Thomanerchor beherbergt, kein Bachchoral mit Text gesungen werden ? Eigentlich sollte man denken, dass die Zeiten, da geistliche Texte aus ideologischen Gründen manipuliert werden, endgültig vorbei sind.

? Und dann möchte ich prophylaktisch, aber nicht ohne Grund darauf hinweisen, dass der Thomanerchor ohne Thomaskirche (wie umgekehrt) nicht denkbar sind und dass die Thomaskirche die dritte Spielstätte des Gewandhauses ist. Das ist all denen ins Stammbuch zu schreiben, die jetzt meinen, die Auftritte des Thomanerchores in der Thomaskirche als städtische Aufgabe zu hinterfragen und deren Finanzierung in Frage zu stellen.

Im Oktober wollen wir 20 Jahre friedliche Revolution feiern und stehen drei Jahre vor unserem großen Jubiläum: 800 Jahre Thomaskirche, Thomanerchor, Thomasschule. Das Motto lautet: 800 Jahre thomana ? glauben, singen, beten. Offensichtlich müssen sehr viele Menschen in unserer Stadt daran erinnert werden, dass das gemeinschaftliche Leben in einer Stadt auch davon abhängig ist bzw. davon zehrt, dass es Kirche gibt. Sie war es, die die Freiheit ermöglicht hat. Und offensichtlich wissen einige nicht, dass, wenn sie wieder versuchen die Kirche zu marginalisieren, sie den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen."

Published in: Kirchen, Leipzig

Sonntag, März 22, 2009

» Wirtschaft und Werte. Eine Disputation über unternehmerisches Handeln und evangelischen Glauben

By Dialog at 7:52 PM

Wirtschaft und Werte. Eine Disputation über unternehmerisches Handeln und evangelischen Glauben

Mit Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), und Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) Köln

Dienstag, 24. März 2009 um 18:30 Uhr

Antoniterkirche, Schildergasse 57

Veranstalter:

Evangelische Akademie im Rheinland

Peter Mörbel, Landespfarrer

Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer e.V.

Regionalgruppe Köln-Bonn-Leverkusen

Dr. Waldemar Abel

Jörg Schmitz

Norman Krayer

AntoniterCityKirche

Dr. Bertold Höcker. Citypfarrer

Martin Weiler, Presbyter

Die Unternehmerdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat den Titel "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" und ist im Buchhandel erhältlich. Sie steht aber auch kostenlos zum Dowload auf den Seiten der EKD bereit: www.ekd.de/download/ekd_unternehmer.pdf

Die Evangelische Akademie im Rheinland ist das gesellschafts- und kulturpolitische Diskussionsforum und zugleich einer der "Think tanks" der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der Akademie-Fachbereich Wirtschaft-Arbeitswelt-Sozialer Wandel bietet im Nachgang zu unserer heutigen Zusammenkunft eine Tagung unter dem Titel ?Wirtschaftsfaktor Vertrauen - Über die Alltagstauglichkeit der EKD-Denkschrift zu unternehmerischem Handeln? an. Die Veranstaltung findet vom 24. bis 25.04.2009 in Bonn / Bad Godesberg statt.Weitere Informationen zum Akademieprogramm sowie das elektronische Anmeldeformular für die Tagung www.ev-akademie-rheinland.de. Telefonische Auskunft über 0228-9523-202 oder -203.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland (AEU) ist ein Zusammenschluß von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten.

Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman Krayer unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer@suademus.de.

Die Antoniterkirche auf der Kölner Schildergasse

Die spätgotische Antoniterkirche wird 1805 das erste evangelische Gotteshaus. Das frühe evangelische Gemeindeleben in Köln nahm von hieraus seinen Beginn. Die Chorfenster des frühen 16. Jahrhunderts mit einer Kreuzigungsdarstellung und der Abguss des von Ernst Barlach geschaffenen Schwebenden, auch Barlach-Engel genannt, zählen zu den herausragenden Ausstattungsstücken.

Die Citykirchenarbeit an der Antoniterkirche ist hier mit ihren Einrichtungen (Evangelische Informationsstelle Köln, Kircheneintrittsstelle, Café Stanton) in der Stadt evangelisch präsent. Vielfältige Gottesdienste und zahlreiche Veranstaltungen laden in den Kirchenraum und angrenzenden CityPavillon ein. Unsere Angebote finden Sie unter http://www.antonitercitykirche.de

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Samstag, November 22, 2008

» Bischof Huber in der Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf

By Dialog at 2:48 PM

Wolfgang Huber: Das Leiden unserer Glaubensgenossen können wir nicht verschweigen

Der Prophet Jesaja gehört für viele aufgeweckte und umkehrbereite Christen ? also für viele, denen der Buß- und Bettag am Herzen liegt ? zu den biblischen Favoriten. Gern begeben wir uns in seine prophetischen Heilsbilder hinein. Besonders berühmt ist die Vision, mit der das zweite Kapitel des Jesajabuchs beginnt:

?Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN!? (Jesaja 2, 1-4)

Gern bergen wir uns in dieser Vision von der friedliche. Völkerwallfahrt zum Zion. Doch in einigen Regionen der Welt spielt sich derzeit ganz Anderes ab. Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekennen, riskieren vielfach Leib und Leben. Ich denke hier insbesondere an die Situation der Christen im Irak; ich denke freilich ebenso an die Lage von Christen im Iran oder im Nordosten Indiens. Natürlich beziehe ich andere religiöse Minderheiten in meine Sorgen ein; doch zugleich kann ich die Augen nicht davor verschließen, dass heute weltweit Christen mehr als alle anderen von Bedrängnis und Verfolgung betroffen sind. Das Leiden unserer Glaubensgenossen können wir nicht verschweigen.

Allein aus Mossul, der drittgrößten Stadt des Irak sind in den vergangenen Wochen tausende Christen aus Angst um ihr Leben geflohen. Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass sich in Mossul eine regelrechte Tötungskampagne und eine Straff organisierte Vertreibungskampagne gegen die Christen vollzogen haben. In den letzten Tagen scheint sich die Sicherheitslage in dieser nordirakischen Stadt verbessert zu haben; manche christlichen Familien sind zurückgekehrt. Aber die Besorgnis bleibt groß; und die Verantwortung für die Aufnahme von irakischen Flüchtlingen im Rahmen eines Resettlement-Programms können wir nicht länger vor uns herschieben.

In Indien ist zusammen mit den christlichen Kirchen in der nordindischen Provinz Orissa auch unsere Partnerkirche, die Evangelisch-Lutherische Gossnerkirche in der Provinz Jarkhand, in die Bedrängnis einbezogen, die vom hinduistischen Nationalismus ausgeht. Bewegend ist es, wie indische Bischöfe um unsere Fürbitte flehen. Nichts anderes erbitten sie als Fürbitte: einen Buß- und Bettag.

Man gewinnt den Eindruck, dass Sicheln und Pflugscharen in Schwerter und Spieße zurückverwandelt werden, um andere zu töten. Wer bedenkt, dass wir vor zwei Jahrzehnten, am Ende der Ost-West-Konfrontation in Europa, von einer ?Friedensdividende? sprachen, die uns in die Lage versetzen würde, großzügiger dort zu helfen, wo Not und Armut in unserer Welt am größten sind, kommt zu der ernüchternden Feststellung, dass Schwerter und Spieße, Maschinengewehre und Raketen in wachsendem Maß eingesetzt ? und zu diesem Zweck auch lukrativ verkauft ? werden. Sicheln und Pflugscharen, Hilfe zur Selbsthilfe im Armutsgürtel der Erde dagegen gibt es immer noch zu wenig. Die Verwirklichung der Milleniumsentwicklungsziele, zu denen die Halbierung der weltweiten Armut bis zum Jahr 2015 gehörte, ist in weite Ferne gerückt. Konflikte nehmen zu; und ihre Formen werden gewaltsamer.

In dieser konfliktreichen Lage gerät auch die Freiheit in Gefahr, nicht zuletzt die Freiheit, sich zu einer Religion zu bekennen ? auch öffentlich ? und sie, so man will, auch zu wechseln. Keine Religion ist davon weltweit stärker betroffen als das Christentum. Sechzig Jahre nach Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird die Religionsfreiheit, also ein zentrales Menschenrecht, im wahrsten Sinn des Wortes mit Füßen getreten. Gebe Gott, dass dies nicht der Geist ist, in welchem Menschen im 21. Jahrhundert miteinander umgehen. Aber unser Buß- und Bettag muss in Zukunft auch diesem Thema gewidmet sein. Den Ruf unserer christlichen Schwestern und Brüder nach unserer Fürbitte, nach unserer Solidarität können wir nicht überhören.

II.

Direkt vor der großen Vision von der friedlichen Völkerwallfahrt zum Zion findet sich bei Jesaja eine dreiteilige Gerichtsrede. Sie ist uns weniger geläufig und schon gar nicht vertraut, obwohl sie direkt vor der ?Schwerter zu Pflugscharen? ? Passage steht.

Im ersten Teil dieser Gerichtsrede kündigt Jesaja dem abtrünnigen Volk das Gericht an. Der dritte Teil dieser Rede ist im Stil einer prophetischen Totenklage gehalten. Dazwischen findet sich der Predigtabschnitt für den Buß- und Bettag. Heute haben wir die Gelegenheit, den wesentlichen Zusammenhang von Gericht, Umkehr und Neubeginn im Licht von Gottes Barmherzigkeit zu erinnern. Das lebendige Wort Gottes entschleunigt unsere hastige Art des Denkens und Lebens. Es lässt mich innehalten und zieht mich aus der Besinnungslosigkeit heraus:

Höret des HERRN Wort, ihr Herren von Sodom! Nimm zu Ohren die Weisung unsres Gottes, du Volk von Gomorra! Was soll mir die Menge eurer Opfer?, spricht der HERR. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes von Mastkälbern und habe kein Gefallen am Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke. Wenn ihr kommt, zu erscheinen vor mir - wer fordert denn von euch, dass ihr meinen Vorhof zertretet? Bringt nicht mehr dar so vergebliche Speisopfer! Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel! Neumonde und Sabbate, wenn ihr zusammenkommt, Frevel und Festversammlung mag ich nicht! Meine Seele ist Feind euren Neumonden und Jahresfesten; sie sind mir eine Last, ich bin?s müde, sie zu tragen. Und wenn ihr auch eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut. Wascht euch, reinigt euch, tut eure bösen Taten aus meinen Augen, lasst ab vom Bösen! Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten, schafft den Waisen Recht, führt der Witwen Sache!

Gäbe es eine mit Macht ausgestattete kirchliche Zensurbehörde, dann würde mir dieser harsche Jesajatext wohl nicht begegnen. Und sollte es einer Gerichtsrede wie derjenigen des Jesaja dennoch gelingen, die Zensurgrenze zu unterlaufen, dann würde wohl die Schere im eigenen Kopf ihre Arbeit beginnen. Wir bekennen unseren eigenen Glauben. Wir preisen Gottes Liebe. Wir beklagen, dass diese Liebe in der Vergangenheit verleugnet wurde. Wir geben zu, dass die evangelische Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus Schuld auf sich geladen hat. Wir haben uns in den letzten Jahren, seit dem Buß- und Bettag 2002, beispielhaft dem Schicksal von Christen jüdischer Herkunft in unseren eigenen Gemeinden zugewandt. Ich bin sehr dankbar für diese Spurensuche und die innere wie äußere Mühe, die sie bereitet hat. Ich hoffe darauf, dass diese Erinnerungsarbeit unsere Sinne schärft für Bekenntnis und Solidarität, wie sie heute nötig sind.

Denn das Eingeständnis vergangener Schuld genügt nicht. Bei der Solidarität mit den Opfern vergangener Gewalt kann es nicht bleiben. Würden wir das für sich selbst stehen lassen, dann würde unser Büßen und Beten wohlfeil, dann blieben unsere Gedenkwege folgenlos.

Vielleicht ist der Spiegel überscharf, den uns der scharfzüngige Journalist Henryk M. Broder vorhält. Aber man sollte doch ernst nehmen, was er im Zusammenhang mit dem 70. Jahrestag der Pogromnacht vor zehn Tagen formuliert hat:

?...Es ist vollbracht! Der 9. November liegt hinter uns. Und nichts ist passiert, an das künftige Generationen sich erinnern müssten. ... Überall im Lande fanden Gedenkfeiern statt, bei denen immer das Gleiche gesagt wurde: dass man den Anfängen wehren und nicht vergessen dürfe, dass die Erinnerung das Geheimnis der Erlösung sei, und dass derjenige, der sich nicht erinnern möchte, dazu verdammt wäre, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Sagen wir es höflich und mit der gebotenen Zurückhaltung: Überall wurden dieselben Sprüche gedroschen, als ginge es darum, die Nazis im letzten Moment auf ihrem Marsch zu stoppen. ... In einem heroischen Akt nachgeholten Widerstands wurden sie dann in die Flucht geschlagen. ... Dieser retroaktive Erfolg war nur möglich, weil sich die Zeiten geändert haben: Es steht kein Viertes Reich vor der Tür, die Neonazis sind eher eine ästhetische Zumutung als eine politische Gefahr, und dort, wo sie sich herumtreiben, wie in einigen ?national befreiten Zonen?, liegt ein Versagen der Polizei vor ? aber kein Systemfehler.?

Unbequemer muss unser Gedenken sein. Die eigene Schuld müssen wir vor Gott bringen, nicht nur die unserer Väter und Mütter. Der Prophet Jesaja ist darin noch unerbittlicher als der Journalist unserer Tage. Er redet uns als die Herren von Sodom und als das Volk von Gomorra an.

Ziemlich direkt und freimütig lässt sich beim Hören dieses Prophetenwortes fantasieren, wie sich manche kirchlichen Ereignisse in den Augen Gottes wohl ausnehmen mögen. Normalerweise verdrängen wir solche Gedanken. Am Buß- und Bettag unterbricht Gott diesen Gang der Dinge, indem er uns die Schere und auch die anderen Werkzeuge der Zensur aus den Händen nimmt. Denn wo der Geist Gottes Raum greift, da breitet sich Freiheit aus.

III.

Hundert Kilo, harte Fäuste, Riesenmundwerk, so wird er beschrieben. Vielleicht kennen Sie Uwe Hück, den Betriebsratsvorsitzenden bei Porsche. Wenn man den Zweimetermann mit schwarzem Anzug und Glatze erlebt, will man nicht glauben, dass ihn irgend etwas aus der Bahn werfen könnte. Als er zwei Jahre alt war, starben seine Eltern bei einem Verkehrsunfall. Er und seine drei Geschwister wuchsen im Heim auf. So gut wie täglich gab es Hänseleien und Gemeinheiten in der Schule. Uwe hatte den schwarzen Peter gezogen. Irgendwann begann er, sich zu wehren. Er lernte Taek Won Do und Boxen, dann die Verbindung aus beidem, Thaiboxen. Anfang der achtziger Jahre war er Europameister. Neben dem Sport machte er die Lackiererausbildung, ging zu Porsche, wurde Betriebsrat, schließlich Betriebsratsvorsitzender. Sein Motto klingt sehr evangelisch: ?Ich will Menschen helfen, die sich selbst nicht gut helfen können.? Doch mit der evangelischen Kirche, der Hück angehörte, gab es Probleme. Die erlaubte sich einmal eine Schofeligkeit. Eine Witwe wollte zur Beerdigung ihres Mannes die Glocken läuten lassen und sollte dafür 220 Mark an die Kirche zahlen. Die Witwe hatte das Geld aber nicht, also gab es kein Geläut. Hück ärgerte sich und trat aus der Kirche aus. Ich gebe zu: Ich wäre froh, es gäbe keine derartigen Gründe, aus unserer Kirche auszutreten.

Ein weiteres Bild ist mir auf dem Weg zum Buß- und Bettag 2008 wichtig geworden. In Berlin-Mitte fressen sich seit Wochen Abrissmaschinen in die letzten aufragenden Betonwände des ehemaligen Palastes der Republik. Bald wird er völlig verschwunden sein. Der gegenüberliegende Berliner Dom, der sich einst in der Glasfassade von ?Erichs Lampenladen? spiegelte, wird seit gestern Abend für einige Tage mit einer Lichtinstallation ?visuell geflutet?. Mit dieser Aktion machen der Umweltverband WWF Deutschland, Dom und Landeskirche auf die möglichen Auswirkungen eines ungebremsten Klimawandels und die Gefahren steigender Meeresspiegel aufmerksam. Das Abschmelzen des Grönland-Eisschildes wegen der globalen Erwärmung kann in einigen Ländern zu einem Anstieg des Meeresspiegels von bis zu sieben Metern führen und den Lebensraum von mehr als 330 Millionen Menschen bedrohen. Anfang Dezember wird die UN-Klimakonferenz in Posen tagen. Wird sie mutiger sein als ihre Vorgängerkonferenzen? Wird Barack Obamas Bekenntnis zu einer entschiedeneren Klimapolitik sie beflügeln?

Für den Buß- und Bettag 2008 bedeutet mir das: Unser Erinnern an die Ereignisse vor siebzig Jahren, das wir mit guten Gründen zu einem zentralen Thema des Buß- und Bettags gemacht haben, muss sich in eine Kraft verwandeln, die uns über gegenwärtige Bedrohungen reden lässt. Wir müssen uns den Fragen des Propheten Jesaja stellen. Er weist im Auftrag Gottes darauf hin, dass die Herren von Sodom und Gomorra Blut an den Händen haben. ?Aus der Geschichte lernen?, heißt, die Zeichen an der Wand rechtzeitig zu erkennen, Despoten und Fanatiker ernst zu nehmen, die ganz ungeniert handeln.

Noch einmal Henryk M. Broder: ?Es ist einfacher und macht mehr Spaß, sich gegenseitig zu versichern, dass der 9. November 1938 ?nie wieder? geschehen dürfe, und über den Verlust zu klagen, den die Austreibung der Juden der deutschen Kultur zugefügt hat. Denn die Welt liebt Juden, die auf dem Weg in den Tod noch schnell ein paar Gedichte schreiben, über die später Literaturseminare abgehalten und Dissertationen verfasst werden können. Der tote Jude ist ein gern gesehener Gast in der guten Stube des schlechten Gewissens; Juden, die etwas weniger feingeistig sind, dafür aber Kampfjets fliegen und mit Gewehren umgehen können, werden ermahnt, ihre eigenen Traditionen nicht zu verraten: die des Humanismus, des Pazifismus und der Wehrlosigkeit.?

Gott hält uns gerade dann die Treue, wenn er uns sperrige und unbequeme Hinweise in den Weg legt. So bewahrt er uns davor, in unverzeihlicher Dummheit zu verkümmern. Dafür sollten wir ihm dankbar sein. Die Bußpredigt des Propheten Jesaja für den heutigen Tag schließt mit den Worten:

?So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden. Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen. Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es. Amen.?

(Predigt am Buß- und Bettag in der Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf)

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Dienstag, Oktober 07, 2008

» Tschekisten im Glashaus

By Dialog at 12:36 PM

Universitätskirche in Leipzig - Den Roten noch immer ein Dorn im Auge

Zurzeit läuft der Wiederaufbau der Leipziger Universitätskirche am weltberühmten Augustusplatz in Leipzig. Nach unendlichen Querelen hatte man sich auf eine Form des Wiederaufbaus einigen können. Aber die auch schon damals aktiven roten Feinde dieses Wiederaufbaus agieren fleißig gegen die Kirche weiter.

Federführendes Mitglied dieser "Tschekisten" ist der jetzige Universitätsrektor Häuser, der ständig weiterhin versucht, die Kirche zu einer roten Aula umzuwandeln.

Schreibt Mark Sander in einem Kommentar.

Published in: Ideologien, Kirchen, Kultur, Leipzig

Montag, August 04, 2008

» Wer sind da die eigentlichen Täter, wer die Opfer?

By Dialog at 7:52 PM

fragt scheinheilig und treudoof der Pastorenrentner Dieter Helbig aus Zirndorf in Bayern. Ein Bericht in einer Pfarrerpostille sorgt derzeit für Aufregung in der bayrischen Landeskirche. So berichten die "Nürberger Nachrichten": Die stark antiisraelische Veröffentlichung eines evangelischen Ruhestandspfarrers aus Zirndorf belastet das Verhältnis zwischen Christen und Juden in Bayern schwer. Der Theologe bringt unter anderem Verständnis für ein Attentat auf, bei dem ein arabischer Terrorist acht Talmudschüler ermordete.

Der zweiseitige Artikel des Autors Dieter Helbig erschien im Korrespondenzblatt, das offizielle Organ des bayerischen Pfarrervereins. Dort sind beinahe alle der fast 1700 aktiven Theologen der Landeskirche und auch viele Ruheständler Mitglied.

Helbig geht mit der Politik des Staates Israel seit seiner Gründung hart ins Gericht. Besonders seit dem Sechstagekrieg von 1967 aber hätten religiöse Fanatiker unter den Juden «jede Regierung« vor ihren Wagen gespannt. Bis heute werde ein «Landraub-Programm« fortgeführt. Die Palästinenser würden «seit langem gedemütigt, beraubt, misshandelt und getötet«. Wenn diese sich, so schreibt Helbig weiter, so wehren, wie in jener Talmudschule mit acht toten Jugendlichen geschehen, «kann ich das verstehen. Wer sind da die eigentlichen Täter, wer die Opfer?«

Auf Nachfrage der NN blieb Helbig gestern bei seiner Haltung. Er missbillige zwar jede Art von Terror, auch den staatlich sanktionierten der israelischen Besatzungsmacht, «dem aufmerksamen Leser meines Artikels müsste aber klar sein, warum ich die Attentäter in der Toraschule verstehen kann«.

Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) in Nürnberg, hat einen Brief an die Verantwortlichen des Pfarrervereins geschrieben, in dem er «Empörung und Unverständnis« über Helbigs Ansichten zum Ausdruck bringt. Dessen Darstellung der Geschichte Palästinas setze sich aus «Halbwahrheiten, Verleumdungen, falschen Aussagen und Diskriminierungen zusammen, die ungeheuerlich sind«. Aus Helbigs Einschätzung der terroristischen Tat zieht Hamburger den Schluss, dass der Theologe einen Mord an Schülern befürwortet. «Damit setzt Herr Pfarrer Helbig seinem Schandartikel die Krone auf.«

Die Ungeheuerlichkeit dieses Beitrags sieht Arno Hamburger darin, dass ihn das offizielle Organ bayerischer Pfarrerinnen und Pfarrer auch noch abdruckt. «Sie haben den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Christen und Juden, dem Verständnis zwischen der Bundesrepublik und Israel einen Bärendienst erwiesen«, heißt es in Hamburgers Schreiben, das auch die beiden Nürnberger Regionalbischöfe und Landesbischof Johannes Friedrich bekommen haben.

Der verantwortliche Schriftleiter - so heißt diese Funktion offiziell - des theologischen Korrespondenzblattes ist der Markt Einersheimer Dekan Martin Ost. In einem Brief an Hamburger rechtfertigt er die Veröffentlichung mit den Worten: «Weder die Meinung des Vereins noch die der Redaktion entscheidet über eine Veröffentlichung.« In der nächsten Nummer des Blattes, die im Oktober herauskommt, würden Antworten auf Helbigs Text erscheinen, darunter auch Hamburgers Brief.

Auf Anfrage sprach Ost dann gegenüber den NN von einer «presserechtlichen Verantwortung« seines Blattes. Es gebe immer wieder Leute, die «extrem ausrasten«, meinte er in Bezug auf Helbigs jüngsten Beitrag. Künftig werde man «strengere Maßstäbe« als bisher an Veröffentlichungen anlegen.

Auch Landesbischof Johannes Friedrich hat reagiert. Er wolle sich nicht in die Arbeit des Korrespondenzblattes der Pfarrerschaft einschalten. Die Äußerungen Helbigs über die Morde in der Talmudschule seien aber «in keiner Weise hinnehmbar«. Sie klingen so, als wolle man solche Verbrechen rechtfertigen.

Die Kirchenoberen in Bayer wirken überrascht. Sie müßten es gar nicht sein, hat doch dieser "Pfarrer in Rente" bereits im Januar 2007 seine Thesen im "Palästina-Portal" veröffentlicht. Ein Blick lohnt sich.

Published in: Antisemitismus, Kirchen

Dienstag, Juni 24, 2008

» Wird der Mensch zur Ware?

By Dialog at 3:07 PM

AEU, BKU und KKV laden zur Vortragsveranstaltung mit Prof. Spaemann ein:

"Wird der Mensch zur Ware? ? Embryonenforschung, Klonen und andere schiefe Ebenen der Medizin"

Unter dem Motto ""Wird der Mensch zur Ware? ? Embryonenforschung, Klonen und andere schiefe Ebenen der Medizin" laden der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU), die Kölner Diözesangruppe des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) sowie der KKV-Diözesanverband Köln, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Robert Spaemann am Dienstag, dem 24. Juni 2008, um 19 Uhr, in der Antoniterkirche Köln, Schildergasse 57, ein. Es ist die erste gemeinsame Veranstaltung der drei Kölner Gruppierungen. Anmeldungen nimmt die BKU-Geschäftsstelle in Köln per Fax unter 0221 27237-27 entgegen.

"Die atemberaubenden Fortschritte der modernen Genforschung werfen immer wieder Fragen auf, die an die Substanz der menschlichen Existenz gehen", betonen die drei Kölner Gruppen AEU, BKU und KKV in ihrer Einladung. So sei es in der jüngsten Auseinandersetzung um das Stammzellengesetz um die Frage gegangen, an welchem Punkt das menschliche Leben beginne und damit schützenswert sei. Mit der verbrauchenden Embryonenforschung, der pränatalen Diagnostik und dem Klonen sei man auf eine schiefe Bahn geraten, in der das menschliche Leben zunehmend zur Ware und zur Verfügungsmasse werde. "Insofern freuen wir uns", so der Kölner BKU-Vorsitzende Fritz Roth, "dass wir mit Prof. Dr. Robert Spaemann einen der profiliertesten Mahner, der sich in Fragen des Lebensschutzes immer wieder exponiert zu Wort gemeldet hat, als Referenten gewinnen konnten." Der 1927 geborene Philosoph lehrte an der TH Stuttgart sowie den Universitäten Heidelberg und München.

Der AEU wurde 1966 gegründet. Evangelische Unternehmer wollten damals die Diskussion um gesellschafts- und sozialpolitische Fragen nicht allein den kirchlichen Arbeitnehmergruppen zu überlassen. Der AEU hat sich als ein Bindeglied zwischen Kirche und Wirtschaft bewährt. Heute steht der AEU dafür, dass die Soziale Marktwirtschaft verstanden und als eine aus christlicher Sicht ethisch verantwortbare Wirtschaftsordnung akzeptiert wird. Weitere Infos unter www.aeu-online.de.

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik. Der Diözesangruppe Köln gehören rund 200 Mitglieder an. Weitere Infos unter www.bku.de.

Der KKV ? ehemals Katholisch-Kaufmännischer-Verein ? ist der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. Er zählt heute rund 9.000 Mitglieder in ca. 100 Ortsgemeinschaften, die sich der gesellschaftlichen Mitte zugehörig fühlen. Dem Diözesanverband Köln gehören rund 800 Mitglieder in den Ortsgemeinschaften Bonn, Düsseldorf, Düsseldorf-Benrath, Hilden, Kaarst, Köln, Monheim, Neuss und Wuppertal an. Weitere Infos unter www.kkv-dv-koeln.de.

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Mittwoch, Juni 04, 2008

» Ein Plädoyer für Unternehmer, die Freiräume vorbildlich und verantwortungsvoll nutzen

By Dialog at 1:30 PM

Das Thema ist hochaktuell: Vor dem Hintergrund des Vertrauensverlustes in die Wirtschaft bzw. gegenüber Wirtschaftsführern und Managern laden die Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn, die regionale Arbeitsgruppe Köln-Bonn-Leverkusen des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und die Gemeinde der AntoniterCityKirche zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel "Evangelischer Glaube und ökonomisches Handeln. Über Freiheit und Verantwortung eines Christenmenschen in der globalisierten Wirtschaft." Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, wird zum Thema einen Vortrag halten und erläutern, warum die evangelischen Kirche gerade in der derzeitigen krisenhaften Situation zu verantwortlichem unternehmerischem Handeln ermutigt und helfen will, ein positives Leitbild zu entwickeln.

Die Veranstaltung, zu der auch die Medienvertreterinnen und ?vertreter herzlich eingeladen sind, beginnt am

Donnerstag, 5. Juni 2008, 18.30 Uhr,

in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln.

Ausgehend von der besonderen Verantwortung der Unternehmer wird Präses Schneider auf die christliche Tradition des "ehrbaren Kaufmannes" Bezug nehmen, der seine Geschäfte im Wissen um seine letzte Rechenschaftsablegung vor Gott und im Blick auf die Belange seiner Mitarbeitenden und seiner Umwelt treibt: "Der ehrbare Kaufmann zeichnet sich nach den Kaufmannshandbüchern des Mittelalters durch grundlegende Tugenden aus wie Ehrlichkeit, Vorsicht, Diskretion, Wagemut im richtigen Moment, Friedensliebe, Ernsthaftigkeit, Höflichkeit, Klugheit, Ordnung und eine gute Erziehung", so Schneider im Vortragstext. Heute könne der einzelne Unternehmer zwar nicht heroisch alle Probleme alleine in seinem Verantwortungsbereich lösen, eine staatliche Rahmenordnung sei nötig, die einen fairen Wettbewerb ermögliche ? wie es "die protestantisch geprägten Gründerväter der sozialen Marktwirtschaft" immer wieder proklamiert hätten. Und besonders wichtig: Das Handeln von Banken und neuen Investmentgesellschaften werde von den Kirchen stets mit dem Maßstab ethisch bewertet, ob neue Arbeitsplätze entstehen.

Außerdem werde heute unter dem Stichwort "Globalisierung" eine "soziale Dimension" eingefordert, um den sozialen Ungleichheiten und Unsicherheiten zu begegnen, die mit der wirtschaftlichen Globalisierung einher geben. Für diese Dimension verwendeten sich auch die Kirchen, im Sinne einer "globalen Sozialpolitik."

Der Vortrag schließt mit einer Mahnung, die auf das Bild des "ehrbaren Kaufmannes" rekurriert. Der Präses fordert: "Die Unternehmer sollten sich aus einem wohlverstandenen eigenen Interesse an den gesellschaftlichen Debatten um ethisch-verantwortliches Handeln beteiligen. Die evangelische Kirche wünscht sich Unternehmer, die in ihrem Verantwortungsbereich ihre Freiräume vorbildlich für soziale und umweltgerechte Lösungen nutzen und sich gleichzeitig für konstruktive Ordnungsregeln im Sinne der sozialen Marktwirtschaft einsetzen. Solche Unternehmer können auf Unterstützung und Ermutigung seitens der evangelischen Kirche rechnen," so Schneider.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Evangelische Kirche in Deutschland eine EKD-Denkschrift zum Thema "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" plant, die im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll.

Kontakt am Vortragsabend: Norman Krayer (Regionales Sprecherteam des AEU): 0162.3651351 (m)

Published in: Kirchen, Wirtschaft

Donnerstag, April 10, 2008

» Mehrere Wahrheiten

By Norman at 9:26 AM

Das durch sein Tanz- und Folkfest bekannte Rudolstadt in Thüringen sieht sich mit Vorwürfen von Ausländerfeindlichkeit konfrontiert. Die Sache ist naturgemäß nicht ganz so einfach, wie sie reflexartig in den Medien abgehandelt wird.

"Ich weiß, warum Du so braune Haut hast" Ein Pfarrer und seine Familie verlassen aus Angst Rudolstadt. Doch Amtskirche und Kollegen haben Zweifel an dieser Version. Ein Beitrag von Eike Kellermann

Dringend in die Diskussion gehört ein "Offener nachdenklicher Brief" eines Nachbarn an Rainer Andreas Neuschäfer:

Von Dieter Zapfe

Lieber Rainer Neuschäfer, seit Jahren sind wir Nachbarn, haben in Eurem schönen Hof so manchen schönen Abend verbracht. Meine Kinder sind Fans von Dir, Du hast meinen pubertierenden Kindern leichter Erkenntnisse vermitteln können, als ich das als Vater jemals konnte. Und Du hast es gut gemacht, wofür ich Dir danke. Unsere Nachbarschaft hat sich in dem Rahmen entwickelt, der uns und Euch möglich war -zugegeben ist die Freizeit in einem Arbeitsalltag, der den Menschen in einer immer schneller werdenden Welt immer mehr abfordert, knapp bemessen. Darunter leiden soziale Beziehungen, darunter leidet Kommunikation - darunter leidet Integration, und nicht nur die von Ausländern. Dennoch waren die Gärten und Höfe der Weinbergstraße immer Treffpunkt, wo wir uns an gemeinsamen Abenden das Leben schön gemacht haben.

Eure Familie hatte in der Weinbergstraße eine wahrlich vortreffliche Heimstätte. Eure Nachbarn haben Euch herzlich aufgenommen, Eure Kinder wurden geliebt, Ihr wurdet in das Hausleben integriert, wovon viele nur träumen können. Der Zusammenhalt der näheren Nachbarschaft ist über Jahre gewachsen und ihr seid auch ein Teil von ihr. Eine solch wunderschöne Erfahrung ist vielen "Einheimischen nicht vergönnt. Seit Deiner schweren Krankheit im Oktober vergangenen Jahres seid Ihr weg.

Im Fernsehen sah ich eben Euer Haus in der Weinbergstraße, Euer Interview. Ein Haus, in dem über ein Jahrzehnt beim TFF Weltoffenheit praktiziert wird, in dem Toleranz gelebt wird, steht nunmehr als Synonym für Ausländerfeindlichkeit in Rudolstadt. Artikel im Spiegel und der Boulevard-Presse berichten von normalen Rudolstädter Bürgern, die Euch angepöbelt, bespuckt und verprügelt haben.

Warum weiß ich nichts davon? Sprachen wir darüber? Nein! Oder reden wir über die Schulhofprügelei Eures Sohnes? Dann erwartet mit Spannung die nächsten Jahre in der Entwicklung eines kleinen aufgeweckten Jungen!

Das von Euch gezeichnete Bild Eurer Rudolstädter Zeit verletzt! Kein Wort von Euch über das Leben jenseits Eurer erlittenen Demütigungen! Denen, die Euch geholfen haben und zu Euch standen, habt Ihr Unrecht angetan. Diejenigen, die Euch das Leben schwer gemacht haben, verschont Ihr, da Ihr sie nicht benannt habt. Nach Hilfe habt Ihr nicht gesucht. Ihr richtet nunmehr mit medialem Schwert! Dagegen ist im Medienzeitalter kein Kraut gewachsen, Rudolstadt hat nun das ausländerfeindliche Image! Lieber Rainer, das geht zu weit!

Was auch immer Euch verletzt hat, welches Unrecht Euch angetan wurde - angesichts Eures stets hilfsbereiten und entgegenkommenden Freundeskreises stehe ich der gegenwärtigen Situation fassungslos gegenüber! Keiner hätte Euch Hilfe verweigert, so Ihr Probleme angesprochen und Hilfe eingefordert hättet! Ihr habt geschwiegen und seid gegangen! Das ist traurig.

Mit einer ehrlich geführten Diskussion hättet ihr für euch und für Rudolstadt vermutlich mehr erreicht als mit einer wahrheitsverzerrenden Medienschlacht. Letztlich macht ihr für euer Schicksal eine ganze Stadt verantwortlich und ihr reißt alle Brücken hinter euch ein. Brücken, die bis zur Veröffentlichung dieser Artikel standen. Aber ist denn die mediale Begründung einzig wahr - wahrhaftig?

07.04.2008 ©

Dienstag, Dezember 11, 2007

» Da haben wir den Salat

By Norman at 3:00 PM

Mahner, die seinerzeit meinten, ein Antidiskriminierungsgesetz würde noch Blüten treiben, wurden nicht gehört. Ein Arbeitsgericht hat nun eine Einrichtung der Diakonie wegen Diskriminierung verurteilt. Dabei wurden den Kirchen in einem Zusatz zum Antidiskriminierungsgesetz Sonderrechte zugestanden:

"Kirchen und Religionsgemeinschaften sollen ihre Beschäftigten weiterhin mit Rücksicht auf deren Religion oder Weltanschauung auswählen dürfen, soweit dies im Hinblick auf ihr Selbstbestimmungsrecht oder nach Art der Tätigkeit gerechtfertigt ist."

SPON berichtet nun von von Yesim Fadia, der eine Stelle in einer diakonischen Einrichtung verwehrt wurde.

"Das ist eine total verlogene Schiene, sie sprechen von christlicher Nächstenliebe und Integration, dabei diskriminieren sie offen gegen Außenstehende."

Da haben wir den Salat.

Dienstag, Oktober 30, 2007

» Happy Reformationstag!

By Norman at 7:00 PM

 

Die Bonbons gibt es hier:

Published in: Kirchen

Freitag, August 10, 2007

» Kaddish für Lustiger

By Dialog at 4:47 PM

Jean-Marie Lustiger

Am Freitag wurde unter großer Anteilnahme Kardinal Lustiger in Paris beigesetzt. Der Vetter Arno Lustiger sprach das Kaddish:

Kaddish, the Jewish prayer for the dead, will be recited Friday morning in Paris at the funeral of Jewish-born French Cardinal Jean-Marie Lustiger. Lustiger, who died last Sunday aged 80, was the only Jewish convert to Roman Catholicism to become a French archbishop in modern times. His funeral at the Notre-Dame Cathedral in Paris will be preceeded by a ?Jewish family prayer? on the Cathedral?s square. Psalm 113 will first be recited in Hebrew and French by a great-great-cousin, Jonas Moses Lustiger. Historian Arno Lustiger, the cardinal?s cousin who lives in Germany will then say the Kaddish ?with all who want to join the prayer.? Gila Lustiger, Arno?s daughter, who lives in Israel, is a renowned novelist. Sand taken from the Holy Land from a monastery near Jericho and in a garden at the Mount of Olives in Jerusalem will be put on Lustiger?s coffin. ?To say Kaddish was one of the last wishes of my cousin,? Arno Lustiger, said. President Nicolas Sarkozy will break his American holiday and return briefly to France to attend Friday?s funeral.
http://www.ejpress.org/article/news/19074
Published in: Europa, Kirchen

Samstag, Juli 28, 2007

» MACHTMUSIK Festival für religiöse Musikkultur

By Dialog at 4:16 PM

MACHTMUSIK Festival für religiöse Musikkultur 11.09. - 16.09.2007, Leipzig

Wie drückt sich religiöse Überzeugung in musikalischer Form aus? Sind es heute vorwiegend kritische Haltungen, die in Musik geäußert werden? Inwieweit ist religiös motivierte Musik politische Musik? Wie ist das Verhältnis von Musik und religiöser Haltung in anderen Kulturen? Diese und andere Fragen sind Ausgangspunkt für das diesjährige Festival "MACHTMUSISIK", bei dem Musikkulturen im Spannungsfeld von Religion und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Die Veranstalter haben Künstler aus über zehn Ländern und unterschiedlichen religiösen, kulturellen und ethnischen Kontexten eingeladen, die sich authentisch mit Glaubensfragen auseinandersetzen. Mit dem Festivalprogramm von mehr als 20 Veranstaltungen werden Genregrenzen überschritten: das Spektrum reicht von der Ausstellung über Gothik- und Avantgarde-Konzerte, über Poetry-Slam, Performance, Filmvorführungen hin zu Klangprozessionen und Vermittlungsprojekten. MACHTMUSIK ist ein Experiment zur Meinungsbildung: fern der üblichen Konzertsaalatmosphäre tritt MACHTMUSI SIK an unterschiedlichsten Orten an die Öffentlichkeit wie z.B. in der Kirche, den Clubs, der Straßenbahn und der Fußgängerzone. Bands/KünstlerInnen: Sarah Brendel, Gendos, Das Ich, Serhat Köksal, Markus Muntean & Adi Rosenblum, Ulrich Polster, Shoshana, Panos Tsagaris KomponistInnen: Saed Haddad, Thomas Chr. Heyde, Heinz Holliger, Klaus Huber, Samir Odeh-Tamimi, Karlheinz Stockhausen, Giorgio Tedde Ensembles/SolistInnen: Sinfonietta Leipzig, Johannes Harneit, Jessie Marino, Suara Nakal, Sarah Maria Sun, Peter Veale Poetrys von: Dalibor, Julius Fischer, Tobias Heyel, Peter Janicki, Krisha Kops aka KroK, Kurt Mondaugen, Necip Tokoglu Veranstalter: Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig [FZML], Moritzbastei Betriebs GmbH Veranstaltungsorte: Moritzbastei, Lutherkirche am Johannapark, Kino Cineding, Galerie für Zeitgenössische Kunst, UT Connewitz, Innenstadt open-air, div. Schulen Kooperationspartner: Galerie für Zeitgenössische Kunst (Projekt »Produkt.Pathos«), Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention des Jugendamts der Stadt Leipzig, Kino Cineding GbR, Landesfilmdienst Sachsen e.V., livelyriX e.V., spokenwordberlin, Landesjugendpfarramt der Evangelisch- Lutherischen Landeskirche Sachsen Gefördert von: »Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie«, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Deutschen Musikrat sowie der Stadt Leipzig

Published in: Kirchen, Kultur, Leipzig

Freitag, Juli 20, 2007

» "Das würde jedes Problem lösen" - Gebet für die "Bekehrung der Juden" vor Streichung

By Dialog at 5:16 PM

Das Simon Wiesenthal Center hat den Vatikan dazu aufgerufen, Bestandteile der Karfreitagsliturgie, insbesondere das Gebet um "die Bekehrung der Juden" zu streichen. Die Fürbitte in der Karfreitagsliturgie nach dem Messbuch von 1962 könnte missverstanden und als Rechtfertigung für Antisemitismus gebraucht werden, heißt es in einer heute in Los Angeles veröffentlichten Erklärung der Menschenrechtsorganisation. Rabbi Abraham Cooper kritisierte, dass antisemitische Themen weiterhin "Teil der religiösen Botschaft" katholischer Traditionalisten seien. Das Simon Wiesenthal Center begrüßte die Äußerungen von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, dass man im Vatikan über eine Streichung des umstrittenen Gebets nachdenke.
Dieser hält die Streichung eines Gebets für die Bekehrung der Juden aus der kürzlich aufgewerteten lateinischen Messe für möglich. "Das würde jedes Problem lösen", sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone nach Berichten italienischer Tageszeitungen vom Donnerstag. Dieses Gebet hatte bei einigen Juden für massive Irritationen gesorgt.

Bei der vor wenigen Tagen per päpstlichem Dekret wieder zugelassenen alten Messe nach dem tridentinischen Ritus wird zwar ausdrücklich nicht mehr für die "treulosen" Juden gebetet. Die Tatsache, dass das Messbuch von 1962 jedoch weiterhin ein Gebet für deren Bekehrung vorsieht, hatte Kritik von jüdischer Seite hervorgerufen.

Der Präsident der italienischen Rabbinervereinigung, Giuseppe Laras, begrüßte Bertones Äußerungen. Die erwogene Streichung des umstrittenen Gebets nahm er mit "großer Zufriedenheit" auf, da sie offenbar die Verhandlungsbereitschaft des Papstes zeige. Dies enspräche im Übrigen dem Willen des letztes Papstes, der die Juden als ältere Geschwister sah.
Motu Proprio SUMMORUM PONTIFICUM (im Wortlaut)
Published in: Antisemitismus, Kirchen
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