Category Leipzig
« Kultur | Home | Neues Europa »

Freitag, Oktober 09, 2009

» Das sollten Sie hören!

By Dialog at 4:42 PM

Sind Sie auf der Suche nach einem würdigen Presiträger? Dann hören Sie die fulminante Rede von Werner Schulz zum heutigen Feiertag im Gewandhaus zu Leipzig

Published in: Freiheit, Leipzig

Sonntag, Juni 21, 2009

» Friedhof ohne Kreuz

By Dialog at 4:09 PM

Bachchoral ohne Text,

Thomanerchor ohne Thomaskirche ?

quo vadis Leipzig?

Am Sonntag, 21. Juni 2009, wurde im Rahmen des Bachfestes 2009 in der überfüllten Thomaskirche ein Gottesdienst in der Ordnung der Bachzeit gefeiert. Zur Bachzeit waren die Gottesdienste auch der Versammlungsort der Stadtbevölkerung. Bei den Abkündigungen, die damals über eine halbe Stunde dauerten, wurden auch kommunale Themen angesprochen. An diese Tradition knüpfte Pfarrer Christian Wolff an und sprach drei kritische Punkte an, die sowohl für die Stadt wie für die Kirche von Bedeutung sind. Wir zitieren die Abkündigungen nachfolgend:

? "Anlässlich einer Trauerfeier vor 14 Tagen musste ich feststellen, dass in der Westkapelle des Südfriedhofes das große, schlichte Holzkreuz auf der Stirnseite entfernt wurde. Auf Nachfrage wurde mir von einer Mitarbeiterin gesagt: es habe Beschwerden gegeben und deshalb sei ?von Oben? angeordnet worden, das Kreuz ganz zu entfernen. Eine sofortige schriftliche Anfrage beim Friedhofsamt ist bis heute ohne Reaktion geblieben. Der Oberbürgermeister und der zuständige Bürgermeister Heiko Rosental sind informiert. Wir werden dies nicht auf sich beruhen lassen und ich bitte Sie, uns darin zu unterstützen.

? Am vergangenen Montag hat Thomaskontor Georg Christoph Biller im Rahmen des Bachfestes am Tag des forum thomanum in der Lutherkirche ein offenes Singen durchgeführt, an dem auch Schülerinnen und Schüler der Manet-Grundschule teilnahmen. Dieser Grundschule sind auch die Vorbereitungsklassen für den Thomanerchor zugeordnet. Die Musiklehrer/innen der Manetschule hatte der Thomaskantor gebeten, mit den Klassen den Choral ?Jesus bleibet meine Freude? einzustudieren. Dafür erhielt die Schule Kopien des Liedes. Das veranlasste die Rektorin der Schule, auf eine Musiklehrerin zuzugehen mit der sinngemäßen Bemerkung: in dem Lied käme ?Jesus? vor. Das Lied könne mit diesem Text nicht in den Klassen gesungen werden. Das sei Kindern, die den Ethikunterricht besuchen, also atheistisch sind, nicht zuzumuten. Thomaskantor Biller wurde darüber unterrichtet und bestand selbstverständlich darauf, dass der Text gesungen wird. Das offene Singen fand mit dem Lied statt. Dennoch besteht kein Anlass, diesen Vorgang als erledigt zu betrachten. Man muss sich das einmal vorstellen: während des Bachfestes darf an einer Grundschule der Musikstadt Leipzig, die die Vorbereitungsklassen für den Thomanerchor beherbergt, kein Bachchoral mit Text gesungen werden ? Eigentlich sollte man denken, dass die Zeiten, da geistliche Texte aus ideologischen Gründen manipuliert werden, endgültig vorbei sind.

? Und dann möchte ich prophylaktisch, aber nicht ohne Grund darauf hinweisen, dass der Thomanerchor ohne Thomaskirche (wie umgekehrt) nicht denkbar sind und dass die Thomaskirche die dritte Spielstätte des Gewandhauses ist. Das ist all denen ins Stammbuch zu schreiben, die jetzt meinen, die Auftritte des Thomanerchores in der Thomaskirche als städtische Aufgabe zu hinterfragen und deren Finanzierung in Frage zu stellen.

Im Oktober wollen wir 20 Jahre friedliche Revolution feiern und stehen drei Jahre vor unserem großen Jubiläum: 800 Jahre Thomaskirche, Thomanerchor, Thomasschule. Das Motto lautet: 800 Jahre thomana ? glauben, singen, beten. Offensichtlich müssen sehr viele Menschen in unserer Stadt daran erinnert werden, dass das gemeinschaftliche Leben in einer Stadt auch davon abhängig ist bzw. davon zehrt, dass es Kirche gibt. Sie war es, die die Freiheit ermöglicht hat. Und offensichtlich wissen einige nicht, dass, wenn sie wieder versuchen die Kirche zu marginalisieren, sie den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen."

Published in: Kirchen, Leipzig

Mittwoch, Mai 06, 2009

» Leipzig feiert

By Dialog at 5:16 PM

Walter Schmidt, Lehrer und regelmäßiger Auto auf achgut.de berichtet, wie man in Leipzig den ISRAELTAG, also den 7. Mai feiert: Eine Woche nach ?Jom ha Azma´ut", dem israelischen Unabhängigkeitstag, kommt jetzt auch in der ehemaligen Heldenstadt Leipzig endlich Leben in die Sülze. So haben die "Deutsch-Israelische Gesellschaft" und die "Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft" Leipzig gemeinsam mit "I like Israel" zu einem sog. "ISRAELTAG" am 7. Mai im Evangelischen Schulzentrum Leipzig aufgerufen.

Das Motto lautet, wie auf einem entsprechenden Veranstaltungsplakat sowie entsprechenden Flyern im Vorfeld der Veranstaltung zu lesen ist:

"Ein tolles Land hat Geburtstag! Feiern Sie mit uns den 61. Geburtstag von Israel. Eingeladen sind alle, die für Demokratie, gegen Terror, für Gleichberechtigung der Frauen, für religiöse Toleranz, mit einem Wort für Israel sind!"

Neben einem Konzert mit Elia Avital wird es vermutlich Humus und Falafel, Musik und Tanz von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Leipzig bzw. von israelischen Studenten der Leipziger Musikhochschule sowie einige Grußworte seitens der DIG, der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig sowie der Stadt Leipzig geben.

Ein derart geballtes Veranstaltungsprogramm der "jüdischen Weltverschwörung" oder auch der "Weisen von Zion" war denn offenbar doch eine unerhörte Zumutung für einige "Aktionskünstler", die in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai sämtliche am Schulgrundstück des Evangelischen Schulzentrums befestigten Veranstaltungsplakate mit roter Farbe übermalten: "Ein faschistisches (!) Land hat Geburtstag! Feiern Sie mit uns den 61. Geburtstag von Vertreibung (!) und Mord (!)!"

Published in: Antisemitismus, Leipzig

Dienstag, Januar 20, 2009

» Weltliche Kantaten mit dem Thomanerchor

By Dialog at 2:06 PM

Die Auftritte des Thomanerchors gehören zweifellos zu den Höhepunkten der Konzertreihe "Bachische Abend-Musick". Am kommenden Samstag, dem 24. Januar 2009, ist es wieder soweit: Im Alten Rathaus präsentieren der Thomanerchor Leipzig und das Neue Bachische Collegium Musicum unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller ab 20 Uhr selten aufgeführte weltliche Kantaten. Es erklingt beispielsweise die ehemals Georg Philipp Telemann zugeschriebene komische Kantate "Der Schulmeister" von Christoph Ludwig Fehre. Der amtierende Thomaskantor singt hierbei die Titelpartie. Weiterhin stehen Werke Johann Sebastian Bachs auf dem Programm: Die Huldigungskantate "Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen", die erstmals 1734 beim Besuch des Kurfürsten von Sachsen und Königs von Polen August III. in Leipzig erklang, die Hochzeitskantate "O holder Tag, erwünschte Zeit" sowie der erste Satz der Kantate "Froher Tag, verlangte Stunden" ? entstanden 1732 zur Einweihung der umgebauten Thomasschule. Zu den Solisten des Abends gehören unter anderen Diana Kuznetsova (Sopran) und Wolfram Lattke (Tenor).

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen NBCM, Bach-Archiv Leipzig, Stadtgeschichtlichem Museum Leipzig und Thomanerchor Leipzig.

Published in: Kultur, Leipzig

Dienstag, Oktober 07, 2008

» Tschekisten im Glashaus

By Dialog at 12:36 PM

Universitätskirche in Leipzig - Den Roten noch immer ein Dorn im Auge

Zurzeit läuft der Wiederaufbau der Leipziger Universitätskirche am weltberühmten Augustusplatz in Leipzig. Nach unendlichen Querelen hatte man sich auf eine Form des Wiederaufbaus einigen können. Aber die auch schon damals aktiven roten Feinde dieses Wiederaufbaus agieren fleißig gegen die Kirche weiter.

Federführendes Mitglied dieser "Tschekisten" ist der jetzige Universitätsrektor Häuser, der ständig weiterhin versucht, die Kirche zu einer roten Aula umzuwandeln.

Schreibt Mark Sander in einem Kommentar.

Published in: Ideologien, Kirchen, Kultur, Leipzig

Dienstag, September 23, 2008

» Piotr Jaros: Eurogum

By Dialog at 4:25 PM

 

*Piotr Jaros: "Eurogum" *

24.10.08-21.11.08, Leipzig

kuratiert von Arnold Bartetzky und Barbara Steiner

Am 24. Oktober 2008 beginnt in Leipzig die Einzelausstellung des polnischen Künstlers Piotr Jaros. Die Leipziger Schau ist das Ergebnis eines Kooperationsprojekts zwischen dem Polnischen Institut Leipzig, der Galerie für Zeitgenössische Kunst, dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst, dem Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig), der Galerie PIEROGI Leipzig und dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig* *(GWZO). So ungewöhnlich wie die Kooperation so vieler Institutionen von unterschiedlichem Profil ist auch das Ausstellungsprinzip der von Barbara Steiner und Arnold Bartetzky kuratierten Schau: Sie findet an verschiedenen Orten gleichzeitig statt.

Jaros stellt sich in den Zusammenhang einer sich wandelnden Gesellschaft, die sich globalen Anforderungen nicht entziehen kann. In diesem Kontext analysiert er die Grundbedingungen und elementaren Abläufe des Alltags und nicht zuletzt die Existenzformen des Künstlers. Seine Fotos, Filme, Installationen und Performances reflektieren diese Themen aus verschiedenen Perspektiven.

Anlässlich der Grassi-Messe zeigt Jaros im *GRASSI Museum für Angewandte Kunst* eine mehrteilige Arbeit unter dem Titel "Made in China". In einer Vitrine werden fragil anmutende Objekte von nicht genau bestimmbarer Funktion präsentiert. Obwohl die Objekte das Label "Made in China" tragen, das mit billiger Massenware assoziiert wird, erweisen sie sich bei näherem Hinsehen als aufwändig von Hand gefertigte Einzelstücke. Die Installation wird durch ein Video ergänzt, das einen sich zunehmend erhitzenden und schließlich explodierenden Wasserkocher zeigt. Jaros thematisiert mit "Made in China" das Verhältnis von Kunstwerk und Massenproduktion: Originalität und Autorschaft werden durch das Label einerseits in Frage gestellt, andererseits erzeugt die Handschrift des Künstlers Einzigartigkeit und Unaustauschbarkeit. Der daraus resultierende Fetischcharakter spiegelt sich auch in den sexuellen Assoziationen, welche die Objekte auslösen.

In der *Galerie PIEROGI* auf dem Spinnereigelände wird Jaros unter dem doppelsinnigen Titel "Polish" (Politur und polnisch) eine Performance zeigen, deren Ausgangspunkt eine ungewohnte Tätigkeit des Künstlers ist: Er poliert mit einem polnischen Markenbohnerwachs den weitläufigen Holzfußboden der Galerie. Sobald dessen Oberfläche auf Hochglanz gebracht ist, werden die Gäste eingeladen, den Boden zu betreten. Indem sie sich auf diese Weise mit ihren Fußabdrücken in den vorbereiteten Bildgrund einschreiben, beteiligen sie sich aktiv am künstlerischen Prozess, während der Künstler selbst in einer radikalen Formulierung die Rolle eines Dienstleisters übernimmt.

Die im *Polnischen Institut* zu sehende Foto- und Videoinstallation "Habituation House" ist unmittelbar mit den gesellschaftlichen Transformationen in Polen verbunden: Neue Gesetze zum Privateigentum beginnen zu greifen und verändern den Charakter des von Jaros vorgestellten und lange Zeit auch selbst bewohnten Hauses. Jaros ist Mieter, Zeuge und Betroffener dieser Umbrüche und zugleich auch reflektierender Künstler, der sich auf unterschiedlichen Ebenen dem Haus und seinen Eigenheiten annähert. Ein permanenter Rollen- bzw. Perspektivwechsel erlaubt ihm, am Beispiel eines Mehrfamilienhauses gesellschaftliche Veränderungen mit allen absurden Nebenerscheinungen greifbar und nachvollziehbar zu machen.

Die Wechselwirkungen zwischen politisch-gesellschaftlichen

Transformationsprozessen und dem Alltagsleben sind auch Leitmotiv in seinen Filmen, die in einer Sonderveranstaltung von *DOK Leipzig* gezeigt werden. In "Für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt" schlüpft Jaros in die Rolle eines (polnischen) Investors in Deutschland. Im Filmzyklus "Work without a Job" werden sich verselbstständigende Arbeitshandlungen exponiert; Arbeit verliert ihre gesellschaftliche Rückbindung und wird zu einem (fetischisierbaren) Ritual, dessen Sinn und Zweck sich nur mehr für die Beteiligten selbst erschließt. In "Flight to Cracow" widmet sich Jaros britischen Billigtouristen in Kraków und damit den kulturellen Nebenwirkungen des zusammenwachsenden Europas.

Im Café der *Galerie für Zeitgenössische Kunst* schließlich wird Jaros? fingierter Werbeclip "Biac" gezeigt, in dem der Künstler vorgeblich Reklame für ein probiotisches Joghurtgetränk macht. Jaros persifliert mit diesem Kurzfilm die visuellen und sprachlichen Mittel der Werbeindustrie und schreibt sich damit zugleich in das derzeitige Schwerpunktprojekt der GfZK ein, das sich ökonomischen Fragen in der Kunst widmet.

Jaros studierte an der Akademie der Künste in Kraków. Er hatte seit den frühen 1990er Jahren viele Einzelausstellungen, u.a. in der Galeria Zderzak in Kraków, in der Galeria Kronika in Bytom und im Museum Ludwig in Budapest, und war an wichtigen Gruppenausstellungen beteiligt, darunter "Manifesta" in Rotterdam 1996, "Analysis an Commentary" in der Shiseido Gallery Tokio 1996, "After the Wall? im Moderna Museet in Stockholm 1999 oder "Bodycheck" - Triennale der Kleinplastik in Fellbach 2007. "Eurogum" ist seine erste Einzelausstellung in Deutschland.

Das Programm und die Veranstaltungsorte in Übersicht:

*"Made in China"* (Installation)

GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Johannisplatz 5-11

04103 Leipzig

24.10.-26.10.08, 10.00-19.00 h

*"Polish"* (Performance)

Galerie PIEROGI

Spinnereistraße 7

Halle 10

04179 Leipzig

Samstag, 25.10.08, 18.00 h

*"Habituation House"* (Foto- und Videoinstallation)

Polnisches Institut Leipzig

Markt 10

04109 Leipzig

Sonntag, 26.10.08, 19.00 h, mit Künstlergespräch, moderiert von Barbara

Steiner und Arnold Bartetzky

27.10.08-21.11.08, montags bis freitags 10:00-16:00 h

Filme im Rahmen VON DOK Leipzig

Polnisches Institut Leipzig

Markt 10

04109 Leipzig

Dienstag, 28.10.08, 17.00 h, mit Künstlergespräch

Programm:

"Für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt", 2006, 6:20 min

Zyklus "Work without a Job"

"Workers I", 2005, 19:02 min

"Workers II", 2005, 17:17 min

"Driller", 2004, 6:29 min

"Bridge Constructor", 2005, 11:55 min

"Flight to Cracow", 11:30 min

*"Biac" (Film)*

Galerie für Zeitgenössische Kunst/Café Paris Syndrom

Karl-Tauchnitz-Straße 11

04107 Leipzig

24.10.08-21.11.08, montags bis samstags 11.00-24.00 h, sonntags

11.00-20.00 h

Published in: Kultur, Leipzig

Mittwoch, September 10, 2008

» Totalitär Leipzig 1933-1945

By Dialog at 1:01 PM

 

Städtebau und Architektur im Nationalsozialismus

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Planungs- und Baugeschichte Leipzigs zur Zeit des Nationalsozialismus. Als fünftgrößte deutsche Stadt nahm Leipzig im Ensemble deutscher Großstädte eine führende Stellung ein und sollte nach den Vorstellungen des Rates als Metropole eines neu zu schaffenden mitteldeutschen Wirtschaftsraumes nach dem Krieg noch erheblich an Bedeutung gewinnen.

In ausufernden Plänen zur Bebauung der Straße des 18. Oktober, der Frankfurter Wiesen und des Messegeländes sollte diese neu errungene Stellung im Reich einen angemessenen baulichen Rahmen finden.

Ab 1941 arbeitete Kurt Maennicke an einem neuen Generalbebauungsplan, der nichts weniger als den kompletten Umbau der seit der Industrialisierung gewachsenen Stadt zum Ziel hatte und für fast alle wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen ins Riesenhafte gesteigerte Neubauten an veränderten Standorten vorsah.

Termine

10.09.2008 bis 09.11.2008

Di Mi Do Fr Sa So

Dienstag - Sonntag und Feiertage 10 - 18 Uhr

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Published in: Ideologien, Kultur, Leipzig

Mittwoch, September 03, 2008

» Leipzigs nächste Partnerstadt in Israel?

By Dialog at 5:05 PM

Leipzig sucht nächste Partnerstadt in Israel

"Leipzig hat mittlerweile 13 Partnerstädte, und bis 2010 soll noch eine hinzukommen, dieses Mal in Israel", verriet Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referats für europäische und internationale Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung. Dabei sehe das allgemeine Prozedere so aus, dass zuerst Vereine gesucht werden, die diese Aufgabe übernehmen wollen. Sind diese gefunden, werden Austauschprogramme organisiert. Das sei notwendig, um auszuloten, ob überhaupt ein aktives Interesse der Bürger an einer Partnerschaft besteht. Im aktuellen Fall wären die Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs ein Ansatzpunkt, so Goldfuß.

Die Gründe für eine Städtepartnerschaft seien aber vielfältiger. So möchten die Städte von den gegenseitigen Problemlösungsstrategien profitieren, zum Beispiel bei der Beseitigung der Umweltverschmutzung oder dem Austausch von kulturellen Werten, wie es bei Jugend- und Studentenverbindungen praktiziert wird. Darüber hinaus laden Bürgerreisen ein, die Partnerstädte und -länder noch näher kennen zu lernen.

.... Roger Vogel, LVZ

-

Published in: Israel, Leipzig

Montag, September 01, 2008

» Die Wiege der Menschheit in Leipzig

By Dialog at 8:16 PM

Kunstausstellung "Harmonie der Kontraste" zeigt Werke internationaler Künstler zum Thema "ICHBINICH - EGOUNIVERSUM"

Günther - Hilger- Kuhrt - Mess - Miotte - Porcu - Rothe - Whiting

Integriert in das Projekt : "ICHBINICH - EGOUNIVERSUM" zeigt die vom 28. August bis 19. Oktober 2008 in Leipzig präsentierte Ausstellung "Harmonie der Kontraste" verschiedene Kunstwerke international hochkarätiger Künstler, die sich in ihren Arbeiten allesamt an einem Thema orientiert haben: "ICHBINICH - EGOUNIVERSUM".

Die Werke interpretieren faszinierend Fragen wie "wo komme ich her und wo ist mein Platz in der endlosen Kette des Daseins?" und beschäftigen sich allesamt mit dem ICH.

Den Impuls, sich mit dem ICH künstlerisch auseinander zu setzen, bekam der Leipziger Initiator und Künstler Günther Rothe im Jahre 2003 bei einem Besuch im Frankfurter Naturmuseum und Forschungsinstitut Senckenberg. Professor Dr. Friedemann Schrenk, Leiter der Abteilung für Paläoanthropologie, machte ihn dort mit einem seiner Prestigeobjekte bekannt: eine in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts auf Java gefundene Schädeldecke (Sangiran II) eines Vor-Menschen, eines so genannten Hominiden.

Rothe, beim Anblick des rund 1,2 Millionen Jahre alten Relikts ? man könnte die Schädeldecke als Wiege der Menschheit bezeichnen - in tiefster Seele berührt, hatte sofort die spontane Idee für die Umsetzung eines Kunstprojektes. Als Künstler schwebte ihm eine prägnante, Geist und Sinne überwältigende visuelle Inszenierung vor. In ihrem Zentrum: die Millionen Jahre alte Schädelkalotte, umgeben von Werken ausgewählter zeitgenössischer, internationaler Künstler.

Intuitiv begriff Rothe den Ur-Menschen, dem der Schädel gehörte, als fühlendes und denkendes Individuum, als ICH. Und weil jedes ICH in den Augen des Künstlers ein Universum darstellt, nannte er seinen ersten Konzeptentwurf für das Projekt "Das ICH-Universum". Im Verlauf der Internationalisierung des Projekts wandelte sich dieser Arbeitstitel zum lateinischen Wortbild "EGOUNIVERSUM", dessen durch Fettdruck hervorgehobenen Bestandteile auf deutsch "ich bin" oder auch "ich bin ich" bedeuten.

Die Formel "ICHBINICH - EGOUNIVERSUM" wurde zum Titel-Signet einer visuellen Inszenierung, die als global vernetzte Ausstellung im Rahmen einer Welttournee mit wechselnden Teilnehmern in 23 Metropolen, darunter Rom, Paris, New York und London, Station machen wird. Künstler aus verschiedenen Ländern haben sich mit der Thematik beschäftigt und werden hierzu ihre Werke präsentieren.

Der im Juli 2007 in den "Potsdamer Platz Arkaden" in Berlin erfolgte Auftakt übertraf alle Erwartungen. 20.000 zusätzliche Besucher täglich sahen sich die Schau

Günther Rothe

Er lebte bereits zu DDR-Zeiten "zwischen den Welten", war der jüngste Orchesterleiter einer auch über die Grenzen bekannten Big Band und gründete Anfang der achtziger Jahre seine Showband, mit der er auch außerhalb des eisernen Vorhangs gastierte: Günther Rothe aus Leipzig. Er studierte in seiner sächsischen Heimatstadt zunächst Musik, fühlte sich aber damals schon besonders zur bildenden Kunst hingezogen. Ende der achtziger Jahre wandte er sich dann endgültig der Malerei zu.

Sein Mentor und Lehrer war in dieser Zeit Professor Heinz Wagner, dessen erste Worte waren: ?Ich kann Dir das Malen beibringen, aber die Bilder musst Du alleine machen". Heute gehört Rothe zu den exponierten Leipziger Künstlern, obwohl er der "Leipziger Schule" nicht zuzuordnen ist. Seine Malerei umgeht sowohl den philosophischen Anspruch wie den von der Gegenständlichkeit geprägten erzählenden Charakter dieser Kunstrichtung. "Malen und Musik liegen dicht beieinander - beides besteht aus lauten und leisen Tönen" so Rothe, dessen Bilder genau diese "lauten" und "leisen" Töne in sich vereinen. Für ihn zählt nicht das ?was?, sondern ?wie? gemalt wird, denn ?es gibt keine hässliche Farbe, nur die daneben passt nicht?.

Die Interpretationen seiner Malereien beruhen auf einer ungewöhnlichen Technik, die unverwechselbares Charisma erreichen. Rothes Bilder verinnerlichen eine Liason von Gegenständlichkeit und Abstraktion und erzielen damit eine suggestive Inspiration beim Betrachter. Seine bemerkenswerten Kompositionen enthalten einen Rest von Landschaftssilhouette, erweitern sich aber über ihre atmosphärische Dichte von Seelandschaften zu Seelenlandschaften.

Im Zwischenbereich von Abbild und Abstraktion entdeckt der Betrachter den Künstler zunächst als feinsinnigen Naturbeobachter. "Ich versuche, die Bilder in Komposition und Farbe so darzustellen, dass der Betrachter die Chance hat, sich einzufühlen", so Rothe über seine Werke, die durch die kleine Produktion für Kunstliebhaber mit langen Wartezeiten verbunden sind. Bewertungen oder Maßstäbe legt er in der Kunst nicht an, für ihn zählt nur die Einschätzung und das individuelle Erlebnis des jeweiligen Betrachters.

Diese Sichtweise spiegelt sich auch in Rothes aktuellem Projekt "ICHBINICH - EGOUNIVERSUM? wider. Seit er 2003 im Naturmuseum und Forschungsinstitut Senckenberg Prof. Dr. Schrenk und der rund 1,2 Millionen Jahre alten Schädelkalotte begegnete, die in den dreißiger Jahren auf Java gefunden wurde, hatte er spontan die Idee, für ein weltumspannendes Kunstprojekt. Unter dem Titelsignet ?ICHBINICH - EGOUNIVERSUM? setzen sich Künstler aus aller Welt zu diesem Thema mit den ihnen eigenen künstlerischen Interpretationen auseinander. Die Philosophie des Ichs geht hervor aus dem visuellen Mittelpunkt des Projektes: dem Abguss der Millionen Jahre alten Schädelkalotte.

Um in verschiedenen internationalen Metropolen ? geplant sind derzeit 23 Weltstädte ? Station machen zu können, konzipiert Rothe eine temporäre Ausstellungsplattform in Form eines Würfels, dessen Inneres die Schau auf mehreren Etagen tragen wird. Mit den in "Harmonie der Kontraste" ab dem 28. August 2008 in Leipzig gezeigten unterschiedlichen Kunstwerken präsentieren sich die involvierten Künstler mit vielfältigen Ausdrucksformen und Betrachtungsweisen. Diese sind damit gleichzeitig integriert in das Projekt ICHBINICH ? EGOUNIVERSUM.

www.harmonie-der-kontraste.de

Published in: Kultur, Leipzig

Mittwoch, August 20, 2008

» Jeder hat seinen Nischel

By Dialog at 1:37 PM

Kein Abbruch des Aufbruch Von Helmuth Frauendorfer

Nun steht es wieder, das Marx-Relief, auf dem Campus der Leipziger Universität in der Jahn-Allee. Studenten gehen seit vorgestern täglich daran vorbei, unterwegs zur Mensa, "Guten Appetit" raunt es nicht und ein Häppchen ist es auch nicht, denn es wiegt 33 Tonnen, grau, protzig, massiv, und hat eine unappetitliche Geschichte und eine umstrittene Gegenwart?

Die traditionsreiche Leipziger Universität wurde 1953 vom SED-Regime in "Karl-Marx-Universität" umbenannt. Zu dieser Einrichtung gehörte auf dem Augustusplatz auch die Universitätskirche Sankt Pauli. Die war den Kommunisten ein Dorn im Auge. So ließen sie 1968 die intakte noch aus dem Mittelalter stammende Kirche einfach sprengen. Die Reste wurden auf einen Hügel vor die Stadt gebracht. Es gab Proteste und daraufhin Verhaftungen.

Sechs Jahre später, 1974 setzten die Machthaber ein gewaltiges Stück sozialistischen Realismus vor die Uni, 14 Meter lang, sechs Meter hoch, drei Meter tief, genannt: "Karl Marx und das revolutionäre, weltverändernde Wesen seiner Lehre" oder, kurz, "Aufbruch". In diesem Kontext ein eindeutiges Symbol von Gewaltherrschaft.

Vor zwei Jahren begann die Umgestaltung des gesamten Uni-Geländes im Stadtzentrum, und so mußte das Marx-Relief abmontiert werden. Da entstand ein heftiger Streit. Bürgerrechtler wollten es definitiv aus dem Stadtbild verbannen, forderten, es einzulagern oder gar einzuschmelzen. Der Schriftsteller und ehemalige Bautzen-Häftling Erich Loest sprach sich dafür aus, den Koloß dahin zu bringen, wo die Reste der Paulinerkirche liegen, möge Gras drüber wachsen und mögen spätere Generationen damit anfangen, was sie wollten.

Doch der Universitätsrektor ließ sofort öffentlich verlautbaren, daß er nicht daran denke, dieses Werk zu zerstören. Seither bewegt sich die Uni in ihrer Argumentation zwischen Ideologie Ost und Opportunismus West. Karl Marx könne nicht verantwortlich gemacht werden für alle Verbrechen der Kommunisten.

Die Gegenseite argumentiert damit, daß aus dem Relief süffisant auch Lenin durchschimmert, und dem könne man die Verbrechen nachweisen. Auch erwarte man von einer Universität heute, liberal zu sein und Symbole des Totalitarismus nicht weiter zu pflegen. Eine Debatte, in der es einerseits um die Freiheit des Geistes geht und andererseits um sozialistisches Gedankengut, ja, Reminiszenzen einer Diktatur. Die Stadtverwaltung hinkte dem Streit hinterher, änderte immer wieder ihre Position, ein Lavieren.

Nun wird die sozialistische Monumentalskulptur für 300.000 Euro auf dem Campus wieder aufgebaut.

Erich Loest, eine moralische Instanz in dieser Stadt, ist enttäuscht. Der Rektor meint, dessen Meinung "kann kein Maßstab sein". Für solche Aussagen erhält der Rektor Applaus, vor allem vom Chef der Leipziger Linkspartei, einem Ex-Stasi-Spitzel. Den hat Loest in sein neuestes Theaterstück mit eingearbeitet, unschwer zu erkennen. Doch das ist Literatur.

Gesendet am 16.8.2008 auf SWR 2 Journal Quelle

Published in: Ideologien, Leipzig

Mittwoch, Mai 28, 2008

» Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig

By Dialog at 6:23 PM

Die Stadt Leipzig fordert die Bundesregierung auf, ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig zu errichten. Damit soll ein künstlerischer Spannungsbogen zwischen Berlin und Leipzig geschaffen werden. Ein entsprechender Beschluss wurde jetzt von Oberbürgermeister Burkhard Jung auf den Weg gebracht. Der Stadtrat wird darüber voraussichtlich in der Juli-Ratsversammlung befinden. Am 9. November 2007 hatte der deutsche Bundestag beschlossen, in Berlin ein Denkmal für die Freiheit und Einheit Deutschlands zu schaffen. Eine Würdigung des Beitrags der Bürger der Stadt Leipzig stellvertretend für viele Menschen auch in anderen Städten der DDR steht noch aus.Die erste große Demonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig mit rund 70 000 Demonstranten wurde zum Wendepunkt der deutschen Geschichte und zum Durchbruch der Friedlichen Revolution in der DDR. Deshalb sollte das Berliner Denkmal einen eindeutigen Hinweis auf den Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution in Sachsen und besonders in Leipzig enthalten. Außerdem soll in der Stadt Leipzig in Trägerschaft des Bundes ein Denkmal errichtet werden, das den Beitrag der Leipziger Bürger und Bürgerinnen zur Geschichte Deutschlands und Europas angemessen würdigt.

Published in: Freiheit, Leipzig

Dienstag, März 11, 2008

» Wie ignoriere ich ein Problem?

By Norman at 7:01 PM

Am vergangenen Wochenende kam es in Leipzig wiederholt zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen von Sicherheitsfirmen und einer "diffusen Gruppe von Ausländern". Die Stadtverwaltung ignoriert das Problem. Am Wochenende wurde ein Unbeteiligter, der vor der Tür eines Clubs eine Zigarette rauchen wollte, das erste offizielle Todesopfer. Die taz fasst die Geschehnisse bemerkenswert gründlich zusammen:

Aggro Leipzig - Leipzig - das Eldorado von Klassikliebhabern und Architekturfans, versinkt in der Gewalt des "Türsteherkriegs". Am Wochenende wurde ein Unschuldiger ermordet.

Weitere Berichte auch hier:

Disko-Krieg in Leipzig- Erst Straßenschlacht dann Turnhallenbrand

Ausländische Mitbürger in Leipzig und der MDR

Published in: Leipzig

Freitag, November 30, 2007

» Neues aus der "Runden Ecke"

By Norman at 2:15 PM

"Stasi 2.0" lautet das Schlagwort, mit dem besonders kritische Gegner der aktuellen Sicherheitsgesetzgebung die Tendenz zu immer neuen staatlichen Eingriffen in die freiheitlichen Grundrechte kommentieren. Befindet sich das Land auf dem Weg in einen Überwachungsstaat? Dieser Frage wird die Veranstaltung zum Jahrestag der Stasi-Besetzung am 4. Dezember im Museum in der "Runden Ecke" nachgehen.

Zu Gast sind Experten, deren Meinungen kontroverser nicht sein könnten. Der Abend beginnt mit einem Vortrag von Prof. Josef Isensee, der ins Thema einführt. Es folgt eine Podiumsdiskussion mit Dr. Christoph Bergner, einem großen Befürworter der neuen Sicherheitspolitik, der am 09. November für das Telekommunikationsüberwachungs-Gesetz (TKÜ) stimmte. Den Gegenpol zu den Ansichten des Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium des Inneren wird der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Michael Konken, bilden. Er begreift das von Bergner befürwortete Gesetz, dessen zentraler Bestandteil die Vorratsdatenspeicherung ist, als schweren Schlag gegen den "seriösen investigativen Journalismus". Journalistinnen und Journalisten seien nun nicht mehr in der Lage, ihren Informanten lückenlosen Quellenschutz zu garantieren. Unterstützt wird Michael Konken vom sächsischen Datenschutzbeauftragten Andreas Schurig, denn für ihn stellt Datenschutz "die Lehre der Begrenzung der Neugier des Staates" dar, und dient somit der Sicherung der "privaten Freiheitssphäre des Einzelnen". Ebenfalls ein Kritiker der neuen Gesetze ist Prof. Kasten Rudolph, Innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen. Er wirft dem Bundesinnenminister vor, sich immer mehr von einer rechtsstaatlichen Terrorabwehr zu entfernen und setzt dagegen: "Der freiheitliche Rechtsstaat hat seine Prinzipien zu wahren. Das ist und bleibt das erste Gebot für eine erfolgreiche Abwehr von Extremismus und Terrorismus.

4. DEZEMBER 2007, 19.30 UHR

VERANSTALTUNG ZUM JAHRESTAG DER BESETZUNG DER LEIPZIGER STASI-ZENTRALE

FREIHEIT ODER SICHERHEIT ? IST DEUTSCHLAND AUF DEM WEG IN DEN

ÜBERWACHUNGSSTAAT?

Freiheit oder Sicherheit - werden das die großen Gegensätze sein, die das 21. Jahrhundert prägen? Unstrittig ist, dass eines auf Kosten des anderen geht - größtmögliche Freiheit und größtmögliche Sicherheit also nicht gleichzeitig zu haben sind. Doch welches der beiden so elementaren Güter Vorrang hat und welches zurückstehen muss, an dieser Frage scheiden sich in der aktuellen Debatte die Geister.

Mautdatenerfassung, Onlineüberwachung, Vorratsdatenspeicherung und digitaler Fingerabdruck im Reisepass sind nur einige der Schlagworte, die die heutige Zeit verstärkt prägen. Die Meinungen der Bürger zu diesen Maßnahmen könnten differenzierter nicht sein. Während die einen in erster Linie ihre persönliche Sicherheit wachsen sehen, fürchten andere bereits einen neuen Überwachungsstaat.

Spätestens mit dem Einsatz von Geruchskonserven zur Absicherung des G8-Gipfels im Sommer dieses Jahres wurden Bezüge zu den Überwachungsmethoden der Staatssicherheit hergestellt. Die DDR-Geheimpolizei hatte, allerdings präventiv, Geruchsspeicher angelegt, um vermeintliche Straftäter später mittels speziell ausgebildeter Differenzierhunden überführen zu können. Inzwischen kursiert die Bezeichnung "Stasi 2.0", und der Bundesbeauftragte für den Datenschutz fragt in seinem jüngsten Buch besorgt, ob Deutschland sich auf dem Weg zum Überwachungsstaat befinde. Ob die neuen Sicherheitsgesetze eine Gefahr für die Demokratie darstellen, ob bald wieder eine flächendeckende Überwachung droht, oder dies nur notwendige Schritte zur Verteidigung der freiheitlichdemokratischen Grundordnung sind ? Diesen Fragen will die Veranstaltung nachgehen. Das eine Gleichsetzung der aktuellen Entwicklung mit der kommunistischen Geheimpolizei, dem Ministerium für Staatssicherheit, nicht funktioniert, sieht man allein schon daran, dass wir über die aktuelle Sicherheitspolitik offen und öffentlich diskutieren können. Dieser Vergleich bedeutet aber auch eine Bagatellisierung des Unrechtes, das im Namen der SED tausendfach durch die Stasi begangen wurde. Anlässlich des 18. Jahrestages der Besetzung der Leipziger Bezirksverwaltung für Staatssicherheit beteiligt sich das Bürgerkomitee Leipzig e.V. an der aktuellen Diskussion mit einer Veranstaltung. Der Verein erinnert jedes Jahr am 4. Dezember an einen der Höhepunkte der Friedlichen Revolution in Leipzig: Am 04.12.1989 besetzten Bürger im Anschluss an eine Montagsdemonstration die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit, in der auch nach Mauerfall und Grenzöffnung weiter gearbeitet wurde. Sie legten die Arbeit des MfS lahm und stoppten die seit Wochen laufende Aktenvernichtung. In der Folge wurde die kommunistische Geheimpolizei, die bis dahin zum Schutz der SED-Diktatur tief in die Privatsphäre der Menschen eingegriffen hatte aufgelöst. Überwachung und Bespitzelung sollten ein für alle mal der Vergangenheit angehören. Noch in der Nacht zum 5. Dezember gründete sich das Bürgerkomitee, das in der Folge die Bezirksverwaltung auflöste und sich gleichzeitig als Mittler zur Öffentlichkeit verstand. Seit 1990 ist der Verein Träger der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke".

DAS PROGRAMM

EINFÜHRUNGSVORTRAG

PROF. JOSEF ISENSEE, Professor für öffentliches Recht, Universität Bonn

PODIUMSGESPRÄCH

MICHAEL KONKEN, Vorsitzender des Deutschen Journalisten Verbandes

ANDREAS SCHURIG, sächsischer Datenschutzbeauftragter

PROF. JOSEPH ISENSEE, Professor für öffentliches Recht, Universität Bonn

DR CHRISTOPH BERGNER, Parlamentarischer Staatssekretär im

Bundesinnenministerium des Inneren (angefragt)

DR. KARSTEN RUDOLPH, Innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

Nordrhein-Westfalen

MODERATION

HELMUTH FRAUENDORFER, Journalist des ARD-Magazins "FAKT"

NEUES AUF DEM GEBIET DER AUFARBEITUNG

VOR 20 JAHREN ? VOLKSKAMMER DER DDR SCHAFFTE AM 18. DEZEMBER 1987 OFFIZIELL DIE TODESSTRAFE AB

Schon im September 1987 hatte Erich Honecker international die Abschaffung der Todesstrafe in der DDR verkündet, doch rechtlich verbindlich wurde die Entscheidung erst im Dezember desselben Jahres. Am 18.12.1987, vor 20 Jahren also, beschloss die Volkskammer eine Änderung des Strafgesetzbuches, in dem nun nicht mehr der Tod, sondern lebenslanges Zuchthaus als höchstes Strafmaß vorgesehen war.

Schon mit Verabschiedung eines Staatsratsbeschlusses am 17.07.1987 hatte die SED-Führung die Todesstrafe als abgeschafft betrachtet. Ihr Ende stand im Zusammenhang mit Erich Honeckers Visite in Bonn bei Helmut Kohl im September 1987. Honecker wollte dieses erste deutsch-deutscheGipfeltreffen nutzen, um die internationale Anerkennung der DDR als eigenständigem Staat weiter auszubauen. Seinen Empfang wollte er als Ausweis der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen zwei souveränen deutschen Staaten gewertet wissen. Die Abschaffung der Todesstrafe plante er als Zeichen des guten Willens und der Orientierung der DDR-Politik an völkerrechtlichen Vereinbarungen.

Laut DDR-Verfassung war zur Abschaffung der Todesstrafe ein Volkskammer-Beschluss nötig. Da dieser jedoch in der Kürze der Zeit nicht mehr herbeizuführen war, nutzte die SED eine Regelung in der DDR-Verfassung, laut der der Staatsrat Rechtsvorschriften in Form von Beschlüssen erlassen konnte. Im Gesetzblatt vom 17.07.1987 hieß es dann: "Der Staatsrat beschließt die Abschaffung der Todesstrafe in der DDR. Die dem entgegenstehenden gesetzlichen Bestimmungen sind ab sofort nicht mehr anzuwenden."

Die nötige Änderung des Strafgesetzbuches durch die Volkskammer kam erst Ende des Jahres 1987, lange nach dem Besuch Honeckers in der Bundesrepublik, zustande. So war die Abschaffung der Todesstrafe, mit der die fast 500-jährige Geschichte der Todesstrafe auf deutschem Boden endete, nach DDR-Recht verfassungswidrig gewesen.

Die zentrale Hinrichtungsstätte der DDR befand sich ab 1960 in der Leipziger Südvorstadt. In einem streng abgetrennten Teil der Strafvollzugseinrichtung Alfred-Kästner-Straße wurden alle im Land ausgesprochenen Todesurteile unter absoluter Geheimhaltung vollstreckt.Heutigen Erkenntnissen zufolge kamen hier 64 Menschen zu Tode.

In Leipzig fanden die Hinrichtungen zunächst mittels Guillotine statt. Ab 1968 wurden sie per unerwartetem Nahschuss ins Hinterhaupt vollzogen. Anwesend war jeweils nur ein kleiner Kreis eingeweihter Personen. Die Leichname brachte man zur Einäscherung ins Krematorium auf dem Leipziger Südfriedhof, wo sie anonym als "Anatomieleichen" verzeichnet und beigesetzt wurden.

Heute betreut das Bürgerkomitee Leipzig den historischen Ort und ist gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz bemüht, hier dauerhaft einen Erinnerungsort zu schaffen. Momentan sind die historischen Räume nur zur Leipziger Museumsnacht im April und zum Tag des offenen Denkmals im September geöffnet. Im Museum in der "Runden Ecke" informiert ganzjährig eine kleine Werksausstellung über die Todesstrafe in der DDR und die Hinrichtungen in Leipzig.

Published in: Freiheit, Leipzig

Freitag, November 23, 2007

» Gesponnen wird im Kleinen

By Dialog at 4:52 PM

In Leipzig hat sich um die regionale Umweltgruppe "Ökolöwe" ein wirres Bündnis von Klimapanikern gesammelt und eine "Klima-Alianz" gegründet. Dazu gehören u. a. der ADFC, Attac, der Eine Welt e. V. der NABU, UniSolar, VDC, Ökolöwe und das Evangelisch-Lutherischen Missionswerk. Gastgeber war der Pfarrer der Nikolaikirche Christian Führer, der schon den Konflikt in Nahost lösen wollte und dabei war und den Krieg gegen den Terror im Irak zu beenden. Gestern warnte er im Zusammenhang mit der Klimadebatte "dass endlich diese Beschwichtigungen aufhören.". Wir dürfen also im Rahmen Leipziger Selbstüberschätzung mit neuerlichen Friedensgebeten und Montagsdemonstrationen rechnen. Während die Montagsdemonstrationen im Oktober 1989 zur friedlichen Wende führten, demonstriert man seit Jahren für "Olympia in Leipzig", gegen Israel, gegen die "kriegtreiberischen Amerikaner", gegen "Hartz IV" und für und gegen alles, was der Linken aktuell nicht passt. Das Leiden geht weiter: Für den 8. Dezember (ausnahmsweise ein Donnerstag) plant das wirre Bündnis einen "Aktionstag".

Published in: Klimapanik, Leipzig

Freitag, Oktober 26, 2007

» 160. Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy 10 Jahre Mendelssohnfenster in der Thomaskirche

By Norman at 12:49 PM

mendelssohn norman krayer

Wenn drei bedeutende Ereignisse an einem Tag zusammenkommen, gibt es guten Grund, den Tag besonders zu begehen: am 04. November 2007 jährt sich der Todestag von Felix Mendelssohn Bartholdy zum 160. Mal, das Mendelssohn-Fenster in der Thomaskirche wurde an diesem Tag vor zehn Jahren eingeweiht und Thomaskantor Prof. Georg Christoph Biller begeht im November sein 15jähriges Dienstjubiläum.

Zu einem besonderen Thomaskonzert lädt deshalb die Kirchgemeinde St. Thomas am 04. November ein: Solisten, Thomasorganist Ullrich Böhme, das Gewandhausorchester Leipzig und der Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller gestalten ein Konzert anlässlich des 160. Todestages des früheren Gewandhauskapellmeisters und Bach-Wiederentdeckers Felix Mendelssohn Bartholdy. Von seinen Werken kommen an diesem Tag der Psalm 98 "Singet dem Herrn ein neues Lied" op. 91, das Oratorien-Fragment "Christus" op. 97 und die Orgelsonate d-Moll über den Choral "Vater unser im Himmelreich" zur Aufführung. Höhepunkt des Programms wird die Uraufführung der Neufassung des "Te Deum" von Heinz Werner Zimmermann.

Das Konzert beginnt um 17.00 Uhr in der Thomaskirche. Die Thomaskirche ist eines der wichtigsten Musikzentren Leipzigs. Seit fast 800 Jahren ist sie Heimat des Thomanerchores. Martin Luther predigte 1539 zur Einführung der Reformation in der Thomaskirche. Eine Vielzahl von Kantaten, Oratorien und großen Passionen erklangen hier zum ersten Mal. 1841 führte Felix Mendelssohn Bartholdy die von ihm wiederentdeckte Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach auf. Zu Ehren von Mendelssohn gibt es in der Thomaskirche ein Buntglasfenster, das am 04. November 1997 feierlich eingeweiht wurde und somit am 04. November 2007 seit 10 Jahren in der Thomaskirche zu sehen ist.

Das Konzert wird unterstützt durch die KPMG, Niederlassung Leipzig.

Karten zu 18, 13 und 10 Euro sind im Thomasshop, in der Musikalienhandlung Oelsner und in den anderen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Leipzig-Pass-Inhaber (Sozialausweis) erhalten Karten zu 5 Euro an der Abendkasse. Informationen unter 0341 / 22 22 42 00.

Das Programm im Einzelnen:
Felix Mendelssohn Bartholdy:

Psalm 98 "Singet dem Herrn ein neues Lied" op. 91

"Christus" (Fragment) op. 97

Sonate d-Moll op. 65 Nr. 6 für Orgel

Heinz Werner Zimmermann: Te Deum (Uraufführung)

Christine Wolff ? Sopran, Martin Petzold - Tenor
Thomas Wittig ? Bariton, Andreas Emanuel Jessel - Bass
Thomasorganist Ullrich Böhme
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Published in: Kultur, Leipzig

Samstag, Oktober 06, 2007

» Lachmesse 2007

By Dialog at 11:48 AM

17. Europäisches Humor- und Satire- Festival Leipzig Zum 17. Male findet vom 11.-21. Oktober Deutschlands größtes internationales Kabarett- und Kleinkunstfestival, die Leipziger Lachmesse, statt. In elf Tagen gastieren über 160 Künstler aus sieben Ländern und garantieren Kabarett, Comedy, Musik und Spaß vom Feinsten. 99 Veranstaltungen in 13 Veranstaltungsstätten erwarten wieder aus nah und fern ein aufgeschlossenes Publikum in der Kabarett-Hochburg Leipzig. Prinzip des Lachmesse e.V. Leipzig ist es, paritätisch Künstler aus Ost und West zusammenzuführen. Eingeladen werden die aktuellen Kabarett-Preisträger, die Stars der Szene mit neuen Programmen sowie Neuentdeckungen.
VERANSTALTUNGSORTE der Lachmesse 2007 sind die Spielstätten der Kabaretts academixer, Leipziger Pfeffermühle, Leipziger Funzel und Sanftwut, außerdem Frosch Café, moritzbastei, Werk II, Gewandhaus, Schauspielhaus und Krystallpalast Varieté, Schaubühne Lindenfels, das SPIZZ und die Kunsthalle der Sparkasse.
Zum Auftakt des Festivals erhält Klaus Eckel aus Wien für das beste Programm der Lachmesse 2006 den begehrten Kleinkunstpreis "Leipziger Löwenzahn". Bisherige Lachmesse-Preisträger waren u.a. die Missfits, Georg Schramm, Tom Pauls, Bruno Jonas, Avner Eisenberg, Thomas Freitag, Schwarze Grütze und die Magdeburger Zwickmühle.
Auch zur diesjährigen Lachmesse haben sich herausragende Gast-Künstler angemeldet. So wartet die Topriege der aktuell-politischen Kabarettisten mit ihren brandneuen Programmen auf: Sigi Zimmerschied, Martin Buchholz, Thomas Reis, Henning Venske und Jochen Busse, Richard Rogler, Matthias Deutschmann, Uwe Steimle, Urban Priol, die Magdeburger Zwickmühle, Holger Paetz, die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, Bernd Regenauer und Jürgen Becker. (Mathias Richling musste wegen TV-Verpflichtungen sein neues Programm bereits am 2.7. in Leipzig zeigen.)
Es kann eingeschätzt werden, dass der diesjährige Festivaljahrgang einen gesunden Mix darstellt aus den genannten ?alten Barden? des Kabaretts ? mit allerdings durchweg neuen Programmen ? und einer stattlichen Anzahl sensationeller Neuentdeckungen wie die Musikkomödiantin und Cellistin der Londoner Philharmoniker Rebecca Carrington. Oder auch gestandene Künstler, aber Leipzig-Debütanten, wie Matthias Brodowy, der preisüberhäufte Andreas Thiel (CH) zum Schweizer Abend in der Pfeffermühle, Herrchens Frauchen (das Hamburger Polittbüro), der Österreicher Severin Groebner, der türkische Shooting-Star Sedar Somuncu, einer der besten fränkischen Kabarettisten Bernd Regenauer, Robert Louis Griesbach und Angela Fischer.
Hervorzuheben sind zudem die musikalischen Hochlichter des diesjährigen Festivals. Beginnend mit dem Superstar exzellenter Musikcomedy Hans Liberg (NL), spannt sich der Bogen über Zärtlichkeiten mit Freunden, Männerkulturen, Sebastian Krämer, Schwarze Grütze, Stefan Jürgens, annamateur, Sandra Kreisler, Barbara Kuster, Gerlinde Kempendorff, Tom Pauls und Katrin Weber bis ins Finale zur großartigen und bereits erwähnten, international gefeierten Rebecca Carrington (GB). Übrigens: Rebeccas Special-Gast in Leipzig ist Colin Griffiths-Brown, ein begnadeter Musiker, der u.a. erfolgreich mit Robbie Williams zusammen arbeitet.
Für beste und qualitätsvolle Kabarett- und Kleinkunst sorgen weiterhin Lilo Wanders, Olaf Schubert, Kalle Pohl, Gisela Oechelhaeuser, Erik Lehmann, die Magdeburger Kugelblitze, Kabarett A-Z und Olaf Böhme. Satirische Lesungen und Slam Poetry, so mit Renate Holland-Moritz, Wolfgang Nitschke und Volly Tanner, runden das Festival ab.
Zum neunten Male wird während der Lachmesse, am 14.10.2007, in der moritzbastei der CABINET-Preis, der ostdeutsche Kleinkunst-Preis, vergeben. Die diesjährigen Preisträger Ensemble Weltkritik (Kabarett) aus Dresden, René Marik (Comedy) aus Berlin und der Brandenburger Marco Tschirpke (Musik) bringen zu dieser Auszeichnungsveranstaltung Ausschnitte aus ihren Programmen.
Zum zweiten Male präsentieren die Kabaretts academixer, Pfeffermühle, Funzel und SanftWut in einer gemeinsamen Aktion während der Lachmesse Cabinet-Preisträger vergangener Jahre. Diesmal annamateur, Schwarze Grütze, Zärtlichkeiten mit Freunden und Olga Lomenko. Damit definiert sich die Lachmesse erneut als Schaufenster der Nachwuchsförderung.
Besonders für alle zureisenden Festivalgäste interessant: Alle Leipziger Kabaretts, Kabarettisten und Kleinkünstler wie Sanftwut, Funzel, Pfeffermühle, academixer, Krystallpalast Varieté, Anke Geißler, Lothar Bölck, Meigl Hoffmann, Axel Thielmann, Katrin Troendle und Clemens-Peter Wachenschwanz zeigen in den elf Tagen ihre neuesten Programme.
Ein ganz spezielles Highlight wird das Gastspiel von Alfred Biolek am 20.10. im Schauspielhaus sein. Er zeigt sein landesweit umjubeltes Programm "Mein Theater mit dem Fernsehen". Als Stargäste hat er sich Die PRINZEN eingeladen.
Schon traditionell findet die zum Kult erklärte große "Jürgen-Hart-Satirematinee" im Schauspielhaus statt. Die Gastgeber Anke Geißler, Lothar Bölck und die Lose Skiffle Gemeinschaft Leipzig-Mitte werden mit ihren Star-Gästen Jürgen Becker, Matthias Deutschmann und Urban Priol für ein von Beifall bebendes Haus sorgen.
Den finalen Abschluss, die Ur-Krostitzer-Lachmesse-Gala im Schauspielhaus, bestreiten Tom Pauls und Katrin Weber mit der Rainer-Vothel-Band und sinfonischer Unterstützung. Sie geben in einer Neufassung ihr gefeiertes Programm "TOM & CHÉRIE".
Published in: Kultur, Leipzig

Montag, September 03, 2007

» Große Musik in kleinen Sälen

By Dialog at 5:12 PM

Wandelkonzert führt durch Leipziger Kultureinrichtungen
Auch für Leipziger selbst wird das sicher ein Erlebnis: Eine Fahrt durch die Stadt im Oldtimer-Bus, ein Besuch der Lebens- und Arbeitsstätten der berühmtesten Leipziger Komponisten, musikalische Einlagen an jeder Station ? und zum Abschluss Kaffee und Kuchen im Gohliser Schlösschen. Am 9.9. um 14:00 Uhr startet im Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig ein Wandelkonzert, das die Besucher unter anderem zum Schumann-Haus, zum Mendelssohn-Haus und ins Bach-Archiv führt. Sopranistin Ulrike Richter und Iva Dolezalek an den Tasteninstrumenten sorgen für das musikalische Programm und moderieren die Veranstaltung.

Karten zum Preis von 30,-? (zzgl. VVK-Gebühr) sind täglich zwischen 10 und 17 Uhr im Museumsshop des Bach-Museums bzw. telefonisch unter 0341 / 9137-207 erhältlich.

Einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Nachmittag bieten die Leipziger Komponistenhäuser gemeinsam mit dem Museum für Musikinstrumente und dem Gohliser Schlösschen an. Denn beim Wandelkonzert hat man nicht nur die Möglichkeit, die Stätten, wo Mendelssohn einst komponierte, Bach einst ein- und ausging oder Clara und Robert Schumann sich einst eingerichtet hatten, näher kennenzulernen. Es gibt auch Geschichten rund um die berühmten Musiker und um deren Freunde und Kollegen ? Personen, deren Namen man heute vielleicht nicht mehr so gut kennt, die das Konzertleben der Stadt aber ebenfalls mitgetragen und ?gestaltet haben. Hörproben dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Ulrike Richter führt durch das Programm und bringt gemeinsam mit Iva Dolezalek Stücke vom Barock bis zur Romantik zu Gehör ? von Johann Sebastian Bach, dessen Söhnen Carl Philipp Emanuel und Johann Christoph Friedrich bis hin zu Beethoven, Zelter und Brahms. Gegen 17:30 Uhr ?klingt? die Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen im Gohliser Schlösschen aus.
Published in: Kultur, Leipzig

Sonntag, September 02, 2007

» Motettenbeginn in der Thomaskirche nach der Sommerpause

By Dialog at 5:13 PM

Die ersten Motetten nach den Ferien am 07. September um 18.00 Uhr und am 08. September um 15.00 Uhr im Rahmen der Mendelssohn-Festtage 2007 werden vom Thomanerchor und Thomasorganist Ullrich Böhme gestaltet. Thomaskantor Georg Christoph Biller dirigiert Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Christian Theodor Weinlig und Richard Wagner. Am Samstag kommt gemeinsam mit dem Gewandhausorchester die Kantate ?Jesu, der du meine Seele? BWV 78 von Johann Sebastian Bach zur Aufführung.
Das Eintrittsprogramm für 2 Euro ist ab 45 Minuten vor Beginn an den Eingängen der Thomaskirche erhältlich, Kinder und Leipzig-Pass-Inhaber (Sozialausweis) frei.
Published in: Kultur, Leipzig

Dienstag, Juli 31, 2007

» Keine Reste der Paulinerkirche auf Campus-Baustelle

By Dialog at 5:36 PM

Die auf der Campus-Baustelle der Universität Leipzig gefundenen Mauerreste sind keine Reste der ehemaligen Paulinerkirche. Entsprechende Medienberichte sind konstruiert und entsprechen nicht der Sachlage. Das Landesamt für Archäologie hat gegenüber dem Staatsbetrieb ?Sächsisches Immobilien- und Baumanagement? (SIB) als Bauleitung der Campus-Baustelle mitgeteilt, dass die Funde dem ehemaligen Dominikanerkloster zuzuorden sind. Es handelt sich dabei um einen im 14. Jahrhundert aufgegebenen Brunnen sowie um zwei Mauerreste aus dem späten Mittelalter, deren bauliche Funktion unklar ist. Der geringe Umfang des Fundes und die Tiefenlage schließen nach Angaben der Archäologen aus, dass es sich um einen Teil der ehemaligen Paulinerkirche handelt. Die Funde werden gesichert, als Bodendenkmal erhalten und überdeckt. Der Fortgang der Bauarbeiten ist nicht berührt.
Published in: Leipzig

Samstag, Juli 28, 2007

» MACHTMUSIK Festival für religiöse Musikkultur

By Dialog at 4:16 PM

MACHTMUSIK Festival für religiöse Musikkultur 11.09. - 16.09.2007, Leipzig

Wie drückt sich religiöse Überzeugung in musikalischer Form aus? Sind es heute vorwiegend kritische Haltungen, die in Musik geäußert werden? Inwieweit ist religiös motivierte Musik politische Musik? Wie ist das Verhältnis von Musik und religiöser Haltung in anderen Kulturen? Diese und andere Fragen sind Ausgangspunkt für das diesjährige Festival "MACHTMUSISIK", bei dem Musikkulturen im Spannungsfeld von Religion und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Die Veranstalter haben Künstler aus über zehn Ländern und unterschiedlichen religiösen, kulturellen und ethnischen Kontexten eingeladen, die sich authentisch mit Glaubensfragen auseinandersetzen. Mit dem Festivalprogramm von mehr als 20 Veranstaltungen werden Genregrenzen überschritten: das Spektrum reicht von der Ausstellung über Gothik- und Avantgarde-Konzerte, über Poetry-Slam, Performance, Filmvorführungen hin zu Klangprozessionen und Vermittlungsprojekten. MACHTMUSIK ist ein Experiment zur Meinungsbildung: fern der üblichen Konzertsaalatmosphäre tritt MACHTMUSI SIK an unterschiedlichsten Orten an die Öffentlichkeit wie z.B. in der Kirche, den Clubs, der Straßenbahn und der Fußgängerzone. Bands/KünstlerInnen: Sarah Brendel, Gendos, Das Ich, Serhat Köksal, Markus Muntean & Adi Rosenblum, Ulrich Polster, Shoshana, Panos Tsagaris KomponistInnen: Saed Haddad, Thomas Chr. Heyde, Heinz Holliger, Klaus Huber, Samir Odeh-Tamimi, Karlheinz Stockhausen, Giorgio Tedde Ensembles/SolistInnen: Sinfonietta Leipzig, Johannes Harneit, Jessie Marino, Suara Nakal, Sarah Maria Sun, Peter Veale Poetrys von: Dalibor, Julius Fischer, Tobias Heyel, Peter Janicki, Krisha Kops aka KroK, Kurt Mondaugen, Necip Tokoglu Veranstalter: Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig [FZML], Moritzbastei Betriebs GmbH Veranstaltungsorte: Moritzbastei, Lutherkirche am Johannapark, Kino Cineding, Galerie für Zeitgenössische Kunst, UT Connewitz, Innenstadt open-air, div. Schulen Kooperationspartner: Galerie für Zeitgenössische Kunst (Projekt »Produkt.Pathos«), Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention des Jugendamts der Stadt Leipzig, Kino Cineding GbR, Landesfilmdienst Sachsen e.V., livelyriX e.V., spokenwordberlin, Landesjugendpfarramt der Evangelisch- Lutherischen Landeskirche Sachsen Gefördert von: »Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie«, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Deutschen Musikrat sowie der Stadt Leipzig

Published in: Kirchen, Kultur, Leipzig
Anzeige
suademus

Nutzen Sie bei Ihren Vakanzen aus den Bereichen Medizintechnik, Medizinsystemen, Pharma und im Gesundheitswesen die Dienste einer professionellen Personalberatung. suademus rekrutiert im Wege der Personalvermittlung, der anzeigengestützen Personalsuche und der Direktansprache (Headhunting)