Category Terrorismus
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Freitag, August 13, 2010

» Eine gute Idee

By Dialog at 11:39 AM

Der beste Beitrag zur Diskussion um die Moschee an Ground Zero

Der Journalist Greg Gutfeld ist zu Recht der Meinung, einer Regionsgemeinschaft den Bau eines Gotteshauses nicht zu versagen. Ausgesprochen angenehm sind seine Überlegungen, in Nachbarschaft von mosque Park 51 eine Schwulenbar zu eröffnen. Das Anliegen ist ernst gemeint, Investoren werden noch gesucht. Auf seinem Blog schreibt Greg Gutfeld:

"As an American, I believe they have every right to build the mosque - after all, if they buy the land and they follow the law - who can stop them?

Which is, why, in the spirit of outreach, I've decided to do the same thing.

I'm announcing tonight, that I am planning to build and open the first gay bar that caters not only to the west, but also Islamic gay men. To best express my sincere desire for dialogue, the bar will be situated next to the mosque Park51, in an available commercial space.

This is not a joke. I've already spoken to a number of investors, who have pledged their support in this bipartisan bid for understanding and tolerance."

Published in: Freiheit, Ideologien, Terrorismus, USA

Montag, Mai 31, 2010

» Narrenschiffe

By Dialog at 11:03 PM

Man muß Horst Köhler fast ein wenig dankbar sein, dass er der Hamas und deren Verbündeten fast die Show gemaust hat. Wie immer; die DDR feiert einen Sieg.

Lizas Welt bringt es dankenswerterweise auf in Kürze auf den Punkt.

Sonntag, April 19, 2009

» Israel-USA: Belastete Beziehungen

By Dialog at 7:24 PM

"Buscheir oder Jitzhar". Ram Emanuel, Stabschef im Weißen Haus, soll im Gespräch mit einem amerikanischen Juden den Bau einer iranischen Atombombe mit Israels Siedlungspolitik im Westjordanland auf eine Ebene gestellt haben. Busheir ist das von der deutschen Firma Siemens gebaute und von den Russen fertig gestellte Atomkraftwerk im Iran. Jitzhar ist eine berüchtigt radikale Siedlung nahe Nablus im Westjordanland?

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. April 2009

Die gereimte Schlagzeile "Buscheir oder Jitzhar" in der Zeitung "Jedijot Achronot" hat am Tag vor der Ankunft des amerikanischen Nahostvermittlers George Mitchell in Israels Medien Empörung, Angst und Sorge ausgelöst. Der Bau einer iranischen Atombombe mitsamt wiederholten Drohungen iranischer Politiker, Israel zu zerstören, wird als akute Gefahr für den physischen Bestand des jüdischen Staates gesehen. Emanuels angebliche Äußerung, Israels Existenz von einem Ende der Siedlungspolitik abhängig zu machen, wurde schon als radikale Wende amerikanischer Interessen im Nahen Osten gewertet, obgleich diese Äußerung nicht einmal bestätigt wurde.

Samstag, Januar 03, 2009

» Ein Eimer Leim für ein Tässchen Blut

By Norman at 4:32 PM

Es ist keine Neuigkeit, daß Europa der Propaganda aus Hamsatan auf den Leim geht. Neu ist eine "Aktion" "beherzter" "Friedenfreunde", also von Antisemiten mit menschlichem Antlitz. Diese stören sich an der klaren Aussage von Kanzlerin Merkel zur israelischen Reaktion auf die täglichen Angriffe durch die Hamas.

Eine Auswahl:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

Betr. Ihre heutige einseitige Schuldzuweisung an die palästinensische Hamas

Etwas anderes als ein Kotau vor dem zionistischen Nationalismus der israelischen Bourgeoisie war von Ihnen selbstverständlich nicht zu erwarten. Bemerkenswert aber ist, dass Sie in einem Land, das nie Krieg geführt hat, aufwuchsen, und trotz Ihrer vorgeblich christlichen Gesinnung einen marketenderischen Hang für die völkerrechtswidrigen Vernichtungskriege der Präsidenten Bush und Olmert entwickeln konnten.

Als Zeichen meiner Missachtung übersende ich Ihnen symbolisch eine Tasse, die ebenso symbolisch mit palästinensischem Kinderblut gefüllt ist.

Jürgen Cain Külbel

Journalist, Berlin

Dienstag, 30. Dezember 2008

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

Meine verstorbenen Eltern waren anständige Juden. Sie wurden aus ihrer Heimat Deutschland von den "christlichen" Nazis vertrieben, weil sie nicht dem "Herrenvolk" der Stunde angehörten. Ich wurde in Palästina geboren. Unsere lieben Nachbarn in Jerusalem wurden von den "jüdischen" Nazis aus ihrer Heimat vertrieben, weil sie auch nicht dem "Herrenvolk" der Stunde angehörten. Das Gazastreifen, das größte Gefängnis der Welt, ist mit Stacheldraht umgeben und wird von Juden bewacht, die dafür sorgen, dass die vertriebenen Palästinenser nicht das jüdische Blut durch ihre Anwesenheit verseuchen. Das vierfüßige Zeichen von Deutschland hat sich bei den israelischen Juden zum Zionstern umgewandelt. Es bekleidet ihre Panzer und Angriffsflugzeuge und sorgt dafür, dass Palästinenser nicht zwischen jüdischen Nazis und Judentum unterscheiden können.

Weder Sie noch ich haben das moralische Recht, Leute, die nicht die minimalsten Menschenrechte genießen, zu kritisieren. Obwohl ich es bedauere, dass Hamas israelische Siedlungen beschießt, weil dieses Vorgehen nicht zur Befreiung von Palästina führen kann, habe ich Verständnis für die Verzweiflung der Gazaner, die ohne Hoffnung auf eine Befreiung leben müssen. Die Bewohner von Gaza brauchen unsere moralische und aktive Unterstützung, damit sie ihre Freiheit gewinnen. Wir können nur von freien Menschen verlangen, dass sie sich an ethische Maßstäbe halten sollen.

Sie sollten sich als deutsche Bundeskanzlerin schämen, die jüdischen Nazis gegen eine arme Bevölkerung von Flüchtlingen zu unterstützen. Sind sie etwa ein getarnter Antisemit, der Juden ein goldenes Seil schenkt, damit sie sich aufhängen können?

Als Zeichen meiner Missachtung übersende ich Ihnen symbolisch eine Tasse, die ebenso symbolisch mit Kinderblut gefüllt ist: Blut von palästinensischen Kindern, christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens.

Elias Davidsson

Ein Palästinenser jüdischer Abstammung

Blutiges Neues Jahr

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

Ich verstehe jetzt allmählich, wie und in welcher Hinsicht Sie in der DDR unterdrückt wurden. Uns bekommt Ihre neue Freiheit jedenfalls schlecht. Und anderen leider auch. Als Zeichen meiner Missachtung übersende ich Ihnen symbolisch eine Tasse, die ebenso symbolisch mit palästinensischem Kinderblut gefüllt ist.

Klaus Hartmann

Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

Frau Bundeskanzlerin,

Ihre Haltung zum Angriff Israels auf Gaza ist eine Schande für das gesamte deutsche Volk. Und nicht weniger für die gesamte Geschichte des internationalen Kampfes gegen Völkerausrottung, gegen jeglichen Genozid - eines Kampfes, der sich ja im 20. Jahrhundert wesentlich gegen deutsche Verbrechen richtete. - Nun muss er sich gegen die israelische Genozid-Politik richten!

So wie die Kampfgruppen der Juden im Warschauer Ghetto, die 1943 in militärisch völlig aussichtsloser Lage, ihre Extermination als Volk vor Augen, mit dem Angriff auf deutsche SS- und Wehrmachtseinheiten den ersten Warschauer Aufstand, den Aufstand des jüdischen Ghettos, begannen, so haben - nach den israelischen Vernichtungsangriffen schon während des angeblichen Waffenstillstandes - die arabisch-palästinensischen Widerstandsgruppen ihren vezweifelten, militärisch zwecklosen Beschuss der israelischen Siedlungen in der Nähe des Gazastreifens - übrigens nach dem Teilungsbechluss der UNO samt und sonders arabische Gebiete - wieder aufgenommen.

Daraus eine Alleinschuld der arabischen Widerstandskämpfer abzuleiten, ist genau so, wie den Juden Warschaus die "Schuld" am Widerstand gegen die verbrecherische deutsche Wehrmacht zu geben. Das letztere wagen Sie natürlich nicht, Frau Bundeskanzlerin - jedoch haben Sie die unglaubliche Kühn- bzw. Frechhheit, "im Namen Deutschlands" die Attacken der israelischen Militärmaschinerie als gerechtfertigt, die Hamas- bzw. Dschihad-Kämpfer aber als Kriegsauslöser, ja -verbrecher und Terroristen hinzustellen.

Ich stelle fest: Sie haben einfach nichts verstanden - alles vergessen - und nichts hinzugelernt.

Für mich sprechen Sie daher nicht, wenn Sie solch verantwortungslosen Unsinn von sich geben, so wenig wie für alle diejenigen deutschen BürgerInnen, die das Wesen dieses Konfliktes überhaupt zu begreifen bereit sind. (Trotz des Lügenvorhangs Ihrer Regierung und der Konzern-Medien sind das nicht wenige.)

Mit gebührender Hochachtung

Dr. Volker Wirth

Dienstag, September 16, 2008

» Die irren Ideen von Schauspielern zur RAF

By Dialog at 7:24 AM

Der Film "Der Baader-Meinhof-Komplex" wird mit Spannnung erwartet. Deutsche Stars wie Moritz Bleibtreu und Martina Gedeck spielen die RAF-Terroristen. In einem Buch zum Film breiten sie ihr Wissen über die Zeit nach 1968 und die Geschichte der Bundesrepublik aus. Vieles davon ist haarsträubend, schreibt Sven Felix Kellerhoff in der "Welt"

Montag, August 25, 2008

» Warum Bush die Welt sicherer gemacht hat

By Dialog at 8:45 PM

beschreibt Edward Luttwak in einem Gastkommentar für die Welt.

"Entweder ihr seid für uns oder für den Terrorismus" ? über diese Haltung von George W. Bush machten sich viele lustig. Zu Unrecht, findet der Ex-Berater des US-Verteidigungsministers, Edward Luttwak. Er erklärt, warum der US-Präsident mit seiner Außenpolitik keinesfalls gescheitert ist.

Published in: Freiheit, Terrorismus, USA

Dienstag, August 12, 2008

» US-Raketenschild in Polen wird wahrscheinlicher

By Norman at 2:44 PM

Der bewaffnete Konflikt zwischen Russland und Georgien um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien gibt den Verhandlungen um die Installierung des geplanten US-Raketenschildes in Polen offenbar neuen Auftrieb. Die Information der Zeitung "Fakt", es sei bereits am Montag eine Vereinbarung unterschrieben worden, wurde bisher nicht bestätigt. Aber der Einigungswille bei beiden Verhandlungspartnern ist nach Einschätzung von Politikern und Experten gestiegen. schreibt Die Presse

Das ist eine gute Nachricht.

Dienstag, Juni 24, 2008

» History will say that we misunderestimated George W Bush

By Norman at 3:15 PM

sagt mutig Andrew Roberts im britischen Telegraph.

.... Give Iraq five, ten or twenty years, and Bush's decision to undertake the surge - courageously taken in the face of all bien pensant and "expert" opinion on both sides of the Atlantic - will rank alongside some of Harry Truman's great decisions of 1945-53.

If that happens, the time will come when George W Bush will be able to say what Lord Salisbury called the four cruellest yet sweetest words in the English language: "I told you so."

Mittwoch, März 19, 2008

» Danke, Danke, Danke

By Norman at 4:44 PM

Dieser Tage sind 5 Jahre des Anfangs vom Ende des Saddam-Regimes zu feiern. Einen der ganz wenigen wirklich zutreffenden Kommentare können Sie bei Joachim Steinhöfel nachlesen. Dafür ein erster Dank. Das zweite Danke geht an eine mutige Nation mit einem mutigen Präsidenten, der Gasgeruch in jeder Beziehung unappetitlich findet.

Ein drittes Dankeschön gilt wiederholt meinem Lieblingsgetränk:

http://www.youtube.com/watch?v=osTrMe76kes

Erstaunlicherweise blühen in Deutschland Verschwörungstheorien um den "Militärisch-Industriellen-Komplex - MIK" und den besten Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen in den USA noch nicht. Es ist Budweiser wiederholt für den wunderbaren Spot zu danken und darauf hinzuweisen, daß die Ehefrau des Präsidenten in spe zu einer Familie gehört, die größter Abfüller des köstlichen Getränks ist.

Freitag, Januar 25, 2008

» Peinliche Ratschläge aus Brüssel

By Norman at 12:10 PM

Prinzipiell gilt, was israelische Minister hinter vorgehaltener Hand fordern: Wohnungsbauminister Zeev Boim nannte Nasrallah nach Angaben der Tageszeitung "Haaretz" eine "Kanalratte", die nie wieder das Tageslicht erblicken dürfe. Aus Brüssel kommen derweil gutgemeinte Ratschläge und Forderungen, die Israelis mögen auf die Aufhebung der Blockaden hinarbeiten. Diese Besserwisserei aus Brüssel kommentiert die FTD und dezidiert CHRISTIAN ORTNER: ... Obwohl Israel täglich vom Gaza-Streifen aus mit Raketen beschossen wird, forderte Ferrero die Israelis auf, die Grenze zu diesem von der Terrororganisation Hamas kontrollierten Gebiet zu öffnen, weil nur "eine politische Lösung" die Palästinenser friedfertig stimmen würde.

Indem die "Financial Times" diese Äußerung "hoffnungslos naiv" nannte, zeigte sich das Blatt noch höflich der Kommissarin gegenüber. Denn Israel zu empfehlen, einfach reaktionslos hinzunehmen, dass Kassam-Raketen ununterbrochen auf israelische Kindergärten, Krankenhäuser und Wohnsiedlungen abgeschossen werden, bis irgendwann irgendein Friedensvertrag zustande kommt, ist eher zynisch denn bloß "hoffnungslos naiv". (Gerade weil Frau Ferrero-Waldner eine an sich höchst sachkundige Fachfrau ist, die ihren Job im Großen und Ganzen ordentlich erledigt, kann sie kaum Naivität als Begründung für diese Fehlleistung ins Treffen führen.) Selbst Ägypten öffnete seine Grenze zu Gaza erst, nachdem Palästinenser diese gewaltsam überwanden.

Nicht besser wird diese europäische Fehlleistung übrigens dadurch, dass Ferrero-Waldner Israels Regierung zwar darüber belehrte, wie das ? zweifellos vorhandene ? Leid der Palästinenser zu mildern sei, sich jedoch bedauerlicherweise nicht weiter darüber ausließ, wie Israel zumindest die von diesen Palästinensern permanent ausgehende terroristische Gefahr für Leib und Leben seiner Staatsbürger irgendwie mindern könnte...

Dienstag, September 11, 2007

» Michael W. Smith: "There she stands"

By Norman at 1:38 PM

Der Jahrestag der grausamen Anschläge durch die islamistische Mörderbande läßt ein gerüttelt Maß an Patriotismus zu:
http://www.youtube.com/watch?v=XR5lYVwnV3E

Published in: Freiheit, Terrorismus, USA

Montag, September 10, 2007

» Bekloppte aller Länder vereinigt Euch

By Dialog at 10:37 AM

Bin Laden sucht strategische Allianzen von Globalisierungsgegnern und Islamisten

Auffallend ist, dass OBL sich in dem Video vorwiegend an westliche Zielgruppen richtet. Offenbar versucht er auf diese Weise, den politischen Druck auf die amerikanische Regierung zu verstärken. Er folgt damit einer Strategie, die bereits von der FLN gegen Frankreich im Algerienkrieg und von Nordkorea und dem Vietkong gegen die USA verfolgt wurde. In beiden Fällen setzten sich die Akteure nicht militärisch durch, sondern erlangten durch erfolgreiche Einflussnahme auf die Wahrnehmung gegnerischer Bevölkerungen einen politischen Sieg. [...]

Bin Laden verwendet Themen der politischen Linken westlicher Staaten. Er verurteilt die Globalisierung, Armut in Afrika und den ?globalen Kapitalismus?. Die Politik der USA werde durch internationale Konzerne geprägt. Die USA seien keine Demokratie, sondern würden durch das Kapital beherrscht. Der Kapitalismus sei die Ursache von Krieg. OBL knüpft hier unmittelbar an den Diskurs von Teilen der politischen Linken an, welche hinter den Interventionen im Irak und Afghanistan vorwiegend wirtschaftliche Motive vermutet.

OBL setzt seine Bezugnahme auf Positionen der politischen Linken in westlichen Staaten mit einer Warnung vor den Folgen des Klimawandels und einer Verurteilung der amerikanischen Position zum Kyoto-Protokoll fort.  OBL hatte diesen Punkt bereits 2002 in einem ?Brief an Amerika? erwähnt. Im islamistischen Diskurs spielt dieses Thema ansonsten keine Rolle. OBL greift es ausschliesslich aus propagandistischen Gründen auf, um bestimmte westliche Zielgruppen für sich zu gewinnen.

OBL stellt unterlegene ?westliche Kultur? einer überlegenen islamischen Friedenskultur gegenüber. Der Westen sei z.B. für den Holocaust verantwortlich, während der Islam gegenüber Juden positiv eingestellt sei. Diese Botschaft richtet sich eindeutig an westliche Zielgruppen: Gegenüber islamischen Zielgruppen wird der Holocaust häufig als fiktiv bezeichnet und als Herrschaftsinstrument einer angeblichen jüdischen Weltverschwörung dargestellt. Offenbar will Bin Laden mit dem Holocaust-Argument das ohnehin meist schwach ausgeprägte kulturelle Selbstbewusstsein westlicher Zielgruppen weiter schwächen. Er knüpft dabei u.a. an den in westlichen Gesellschaften weit verbreiteten Mythos des vorgeblich toleranten islamischen Andalusiens an. Zur Verstärkung der Botschaft kultureller Unterlegenheit des Westens erwähnt OBL noch das amerikanische Vorgehen gegen Indianer und die Atomwaffeneinsätze gegen Japan. Beide Beispiele sind u.a. im Diskurs westlicher Friedensbewegungen allgemein verbreitet. OBL ist in seiner Argumentation an diesem Punkt kaum von intellektuellen Führern der Friedens- und Antiglobalisierungsbewegung wie z.B. Noam Chomsky zu unterscheiden, auf den OBL sich später im Text direkt beruft und ihn für seine Einschätzungen lobt.

Bin Laden ruft zur Konversion zum Islam auf. In der Doktrin militanter Islamisten sollen Feinde zunächst zur Annahme des Islam aufgerufen werden, bevor ihre Bekämpfung legitim sei. Bin Ladens Aussage ist daher als indirekte Drohung mit Anschlägen zu verstehen. OBL geht in der Schlusspassage seines Videos zudem auf die Rolle des Jesus von Nazareth im Koran ein. Möglicherweise versucht er, christliche Akteure auf diese Weise anzusprechen.

Bin Laden hat westliche Akteure wie die Friedens- und Antiglobalisierungsbewegung als potentielle Verbündete ausgemacht. Mit ihren Forderungen nach Rückzügen aus Afghanistan und Irak und ihrem eintreten gegen eine Bekämpfung islamischer Aktivisten unterstützen diese Akteure Anliegen der Al-Qaida. Die Friedensbewegung in westlichen Staaten kann für Al-Qaida potentiell dieselbe Rolle spielen wie sie im Vietnam- und Algerienkrieg für Nordvietnam und die FLN gespielt hat: Sie kann die politischen Forderungen Al-Qaidas an der ?Heimatfront? aufgreifen, verstärken und durchsetzen. Militante Islamisten müssen den Westen im Irak und Afghanistan nicht militärisch besiegen. Es reicht, wenn sie über den Umweg der Friedensbewegung den politischen Druck auf westliche Entscheidungsträger soweit verstärken, dass diese sich zum Rückzug entscheiden.

Auch andere Teile der islamistischen Bewegung haben die Friedens- und Antiglobalisierungsbewegung als potentiellen Partner entdeckt. Der in Frankreich lebende Islamist Tariq Ramadan hat allgemeine Bekanntheit erlangt, indem er islamistische Botschaften in eine säkulare Diskurse der politischen Linken einbettete. Der in London lebende Islamist Rachid Ghannouchi bezeichnete linke Parteien, Grüne, Menschenrechtsorganisationen sowie die Antiglobalisierungs- und Friedensbewegung als die ?engsten Verbündeten des Islam? in Europa. Er äußerte seine Unterstützung für ?strategische Allianzen zwischen den Globalisierungsgegnern und jenen islamischen Bewegungen, die in vorderster Front gegen das zionistisch-imperialistische Projekt und seine Kollaborateure in der Region kämpfen.? [...]

Grenzen von Bin Ladens Botschaft

Al-Qaida hat keine Chance, innerhalb westlicher Zielgruppen ähnlich wahrgenommen zu werden wie es antiimperialistischen Terroristen und Guerillaführern wie z.B. Che Guevara oder Yassir Arafat in den 60er und 70er Jahren gelungen war. Der Zivilisationsbruch der Anschläge des 11. Septembers 2001 und der kompromisslose Wahrheitsanspruch des Islamismus verhindern dies. Dennoch ist die Botschaft OBLs möglicherweise dazu geeignet, die Bereitschaft westlicher Zielgruppen zum Nachgeben gegenüber islamistischen Forderungen zu erhöhen.

Mit der Veröffentlichung des Videos sind Risiken für Al-Qaida verbunden. Sollten den Aussagen Bin Ladens keine Attentate folgen, so würde Al-Qaida und insbesondere der von ihr genutzte Mythos Bin Laden an Glaubwürdigkeit verlieren. Die Verhinderung von mindestens zwei Anschlägen in Europa in den letzten Wochen deutet darauf hin, dass die Botschaft Bin Ladens möglicherweise von einer Offensive begleitet werden sollte. Ob diese Offensive bereits im Vorfeld zerschlagen werden konnte, oder ob es weitere Anschlagspläne gibt, wird sich zeigen.
http://sipol.forschungsgruppe-sicherheit.org/2007/09/08/bin-ladenvideo-zielgruppen-und-botschaften.aspx

Dienstag, August 14, 2007

» Irre und Wirre im Sommerloch

By Dialog at 5:30 PM

Wollte sich das Wetter in Deutschland nicht an den Klimawandel halten, hat Italien ein wenig zu viel Sonne abbekommen. Der aktuelle Ministerpräsident Italiens, Liebling deutscher Medien und sogenannter Intellektueller, bemerkte dieser Tage: "Die Hamas existiert. Sie besitzt eine komplexe Struktur, bei deren Entwicklung wir helfen sollten...". Die Hamas soll also in Ihrer Entwicklung weiter vorangebracht werden. Es schauert einem. Nicht nur uns; (der von uns übrigens sehr geschätzte) Tobias Kaufmann ist noch ein wenig benommen, bemüht sich aber um Einordnung.

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