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Freitag, November 19, 2010

» Ist der Lobbyismus zur 5. Gewalt im Staat geworden?

By Dialog at 10:46 AM

Diese Frage steht im Mittelpunkt einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion, die am Freitag, 19.11.2010, um 19.15 Uhr an der Evangelischen Akademie im Rheinland, Mandelbaumweg 2, 53177 Bonn, stattfindet. Dazu laden wir Sie herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Die Teilnehmer des Podiums kommen aus den Reihen der Politik und Wirtschaft, der evangelischen Kirche und politik-kritischen Nichtregierungsorganisationen. Sie bringen ihre Erfahrungen und Beobachtungen zum Lobbyismus sowohl auf der Bundes- und Landesebene als auch auf der EU-Ebene in die Diskussion ein:

* Volker Stehmann, tätig im Bereich Public Affairs/Energiepolitik bei der RWE Aktiengesellschaft Essen

* Regina van Dinther, Landtagspräsidentin a.D., Düsseldorf, CDU, u. a. seit 1990 Stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bezirksverbandes Ruhrgebiet und Landesvorsitzende der Frauen-Union

* Prof. em. Dr. Peter Lösche, Politikwissenschaftler, bis 2007 Direktor des Seminars für Politikwissenschaft an der Universität Göttingen sowie Gründer und Direktor des Zentrums für Europa- und Nordamerikastudien. Lösche ist insbesondere durch seine Arbeiten zur Parteienforschung bekannt geworden. Er ist Autor des 2007 im Kohlhammer Verlag erschienenen Sachbuchs „Verbände und Lobbyismus in Deutschland“.

* Tobias Münchmeyer, Stellvertretender Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin

* Patrick Schnabel, stellvertretender Leiter und Juristischer Referent beim Büro des Bevollmächtigten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Brüssel

* Hans H. Stein, Leiter der NRW-Landesvertretung bei der Europäischen Union, Brüssel

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion haben Sie Gelegenheit, Ihre Fragen an die Referentinnen und Referenten zu stellen.

Die Moderation des Abends liegt bei Arnd Henze, außenpolitischer Fernsehredakteur beim Westdeutschen Rundfunk.

Wir bitten um vorherige Anmeldung zu dieser Abendveranstaltung bis zum 17.11.2010. Bitte melden Sie sich im Tagungssekretariat bei Frau Katrin Arnold an. (Tel.: 0228 9523-203 oder katrin.arnold@akademie.ekir.de).

Die Podiumsdiskussion findet statt im Rahmen der Tagung: Deutschland – Lobbyland? Die Tagung liefert Fakten und klärt über Trends auf. Qualitätskriterien für “guten” und “schlechten” Lobbyismus kommen zur Sprache. Das ausführliche Tagungsprogramm ist auf der Internetseite der Akademie www.ev-akademie-rheinland.de zum Abruf bereit gestellt.

Die Redewendung „eine Lobby haben“ hat - mal scherzhaft, mal ernsthaft gemeint - längst Eingang in unsere Alltagssprache gefunden. In die Internet-Suchmaschine Google eingegeben, bringt sie es auf mehr als 1 Million Treffer - und spiegelt damit gesellschaftliche Realität:

Lobbyismus ist intensiver geworden

Angesichts der immer komplexer werdenden gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozesse sind die Kontakte starker Interessensgruppen zu Regierung, Fraktionen und Parlament intensiver geworden. 2006 gab es 1.900 Einträge in die Lobbyliste des Deutschen Bundestages, die Gesamtzahl wurde auf 4.500 Lobbyisten in Berlin und auf bis zu 25.000 Lobbyisten in Brüssel geschätzt.

Unternehmensverbände, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen suchen gezielt das Gespräch mit politischen Entscheidern, damit ihre Interessen bei Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt werden. Andrerseits brauchen Parlamentarier und Ministerialbürokratie deren Rohstoff, die detaillierte Sachkenntnis im jeweiligen Bereich. Stagnation bei den Reformen auf dem Finanzsektor, Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke – sind das Auswirkungen informeller Einflussnahme?

Tagung zu Lobbyismus von der berechtigten Einflussnahme bis hin zu bedenklichen Formen

Ist Deutschland heute Lobbyland?

Diese Frage greift jetzt eine Veranstaltung an der Evangelischen Akademie im Rheinland auf:

Deutschland – Lobbyland?

Tagung in Kooperation mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland, Regionalgruppe Köln-Bonn-Leverkusen

19. November 2010, Bonn

Lobbyismus reicht heute von der legitimen Form der berechtigten Einflussnahme bis hin zu bedenklichen Formen, die demokratische Grundprinzipien gefährden.

Referenten decken ein breites Spektrum der Standpunkte ab

Die Tagung gibt Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven zu informieren. Dabei decken die Referentinnen und Referenten der Tagung ein breites Spektrum der Standpunkte ab: Von Politikern und Unternehmensvertretern über Vertreter der Wohlfahrtsverbände und der evangelischen Kirche bis hin politik-kritischen Nichtregierungsorganisationen. Einzelne Lobbyistenbüros gewähren Einblick in ihre Arbeit.

Die Referenten liefern Fakten, klären über Trends auf. Qualitätskriterien für „guten“ und „schlechten“ Lobbyismus werden ebenso zur Sprache kommen wie die Frage, ob Lobbyismus bereits zur 5. Gewalt im Staate geworden ist.

Die unsichtbaren Machtfaktoren in der Wirtschaftspolitik

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer, Regionalgruppe Köln – Bonn – Leverkusen

Nach den Erschütterungen durch die Bankenkrise gab es zunächst eine große Bereitschaft, neue Regeln einzuführen. Die staatliche Aufsicht über die Finanzmärkte sollte verbessert werden. Doch hat sich seither merkwürdig wenig bewegt. Obwohl es an sachkundigen Mahnungen nicht mangelt und die Auswirkungen der Wirtschaftskrisen allerorten zu spüren sind, entwickeln sich auf den Finanzmärkten schon wieder Spekulationsblasen. Wie bei allen politischen Reformen trifft auch die Finanzmarktreform in Deutschland wie in Europa auf den Widerstand von starken Interessenverbänden, von großen Banken und berufsmäßigen Lobbyisten internationaler Finanzimperien. Deren Einflussnahme geschieht weitgehend unsichtbar, aber gleichwohl hoch effizient. Viel Geld und viel Personal werden aufgeboten, um „Politikberatung“ zu treiben. Wo verläuft die Grenze zwischen fachlich notwendiger Beratung und Manipulation?

Wie viel Lobbyismus verträgt die Demokratie? Wie souverän sind unsere politischen Mandatsträger bei wirtschaftspolitischen Entscheidungen? Wie ließe sich Sachkunde für die politischen Generalisten in unseren Parlamenten besser und transparenter organisieren? Welche Erfahrungen gibt es mit dem Lobby-Register der Europäischen Union?

Anhand der Analyse von Lobbyarbeit verschiedener Interessensgruppen soll ein differenziertes Urteil über legitime und bedenkliche Formen des Lobbyismus ermöglicht werden. Einzelne Lobbyistenbüros schildern ihre Arbeit. Politikerinnen und Politiker lassen sich zum Umgang mit Lobbyisten befragen. Fachleute aus Sozialethik, Wirtschafts- und Politikwissenschaft liefern Fakten und diskutieren Qualitätskriterien für „guten“ und „schlechten“ Lobbyismus.

Zu den Referentinnen und Referenten:

Arnd Henze, Journalist, Köln

Geb. 1961. Seit Mai 1992 außenpolitischer Fernsehredakteur und Reporter beim WDR. Dort ist er u. a. zuständig für die redaktionelle Betreuung der ARD-Studios Washington und New York. Zahlreiche seiner Dokumentationen, Reportagen und Sondersendungen wurden mit bedeutenden deutschen und internationalen Fernsehpreisen ausgezeichnet.Als Sonder-Korrespondent für USA und UNO berichtet Arnd Henze seit 1994 immer wieder für die aktuellen ARD-Sendungen wie Tagesschau, Tagesthemen, Brennpunkt, Morgen- und Mittagsmagazin. Im Rahmen der Evangelischen Kirche leitet Arnd Henze seit fünfzehn Jahren das "Dellbrücker Forum", das sich in dieser Zeit weit über Köln hinaus als Ort kontroverser außen-, innen- und gesellschaftspolitischer Diskussionen etabliert hat. Als Lehrbeauftragter am Institut für Internationale Politik der Universität Köln beschäftigt er sich unter anderem mit dem Einfluss der Medien auf internationale Ereignisse. Weitere Informationen: http://www.wdr.de/tv/cosmotv/team/arnd_henze.jsp http://www.dellbruecker-forum.de/Teilnehmer/arnd_henze.htm

Prof. em. Dr. Peter Lösche, Göttingen

Geb. 1939.Studium der Geschichte, Politikwissenschaft, Geografie und Philosophie an der Freien Universität Berlin, Universität Göttingen und in den Vereinigten Staaten. 1966 Promotion an der Freien Universität Berlin. l966 – l973 Wissenschaftlicher Assistent, Otto – Suhr – Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. l969 – l971 Kennedy Memorial Fellow, Harvard University, Cambridge, USA. 1973 – 2007 Universitätsprofessor an der Georg-August-Universität Göttingen für Politikwissenschaft; Direktor des Seminars für Politikwissenschaft; Gründer und Direktor des Zentrums für Europa- und Nordamerikastudien. Seit 1975 Gastprofessuren an der University of California, Santa Barabara; Stanford University; School of Advanced International Studies, Johns Hopkins University, Bologna, Italien. Forschungsaufenthalte in der Vereinigten Staaten und Neuseeland. 2007 Emeritierung

Seit 1996 journalistische Nebentätigkeit in Fernsehen, Rundfunk und bei Zeitungen Forschungsschwerpunkte: Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung; Anarchismus; Politik und Gesellschaft der Vereinigten Staaten; Parteien, Verbände, Lobbyismus.

Tobias Münchmeyer, Stellv. Leiter der Politischen Vertretung v. Greenpeace in Berlin

Geb 1969. Studierte Politikwissenschaft und Slawistik an der FU Berlin. 1995-1996 Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew und Koordinator der internationalen Konferenz „Lessons of Chernobyl“ anlässlich des 10. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe. Anschließend arbeitete er zum Thema Energieeffizienz im Moscow Energy Centre der EU, bevor er 1998 zu Greenpeace International wechselte. Dort arbeitete er als Atom-Experte mit Schwerpunkt Osteuropa. 2002 wechselte er für ein Jahr in das Auswärtige Amt, wo er im Sonderstab Afghanistan für Humanitäre Hilfe und Wiederaufbau zuständig war. 2003-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesabgeordneten Winfried Nachtwei in der Bundestagsfraktion der Grünen, 2004 kehrte Münchmeyer zu Greenpeace zurück. Seither ist er als stellvertretender Leiter der Politischen Vertretung Berlin vor allem für den Bereich Klima- und Energiepolitik zuständig.

Patrick Schnabel, Büro des Bevollmächtigten des Rates der EKD, Brüssel

studierte Theologie zu etwa gleichen Teilen in Bethel, St Andrews (Graduation zum Master of Theology) und Göttingen (1. Kirchl. Examen), sowie Kirchen-, Staatskirchen- und Europarecht in Göttingen und am Ev. Institut für Kirchenrecht in Potsdam. Er war Stipendiat des Ev. Studienwerks Villigst, des St Mary’s College St Andrews und der Konrad-Adenauer Stiftung. Pfr. Patrick Roger Schnabel ist Stellvertretender Leiter und Juristischer Referent der Dienststelle Brüssel. Zu seinem ehrenamtlichen Engagement gehören die Mitarbeit in deutsch- und englischsprachigen Gemeinden in Brüssel und beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Volker Stehmann

Geb. 1967. Staatsexamen in Französisch und Wirtschaftswissenschaften, Master of European Economic Studies, Europakolleg Brügge, Belgien. 1989 – 1990 Fremdsprachenassistent, Lycée Louis Pasteur, Hénin-Beaumont / Frankreich. 1994 Trainee, TAUW Milieu Adviesbureau, Deventer / Niederlande. 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Europakolleg Brügge, Belgien. Seit 1996 Funktionen in verschiedenen Unternehmen der Energiewirtschaft: 1996 – 2000 Verband der Europäischen Stromwirtschaft EURELECTRIC/Unipede, Brüssel, Belgien, 2000 - 2001 Manager Energiestrategie, Accenture, México D.F. 2002 - 2003 Internationale Aktivitäten, RWE Plus AG, Essen. 2003 - 2008 Energiepolitik, RWE Energy AG, Dortmund, seit 2008 Public Affairs / Energiepolitik, RWE AG, Essen. Ehrenamtliches Engagement als Schatzmeister und Mitglied des Präsidiums „Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit / „Bureau International de Liaison et de Documentation“, Bonn/Paris.

Hans H. Stein, Leiter d. Vertretung des Landes NRW bei der EU, Brüssel

06.2002 – 03.2006 Geb. Geb. 1965. Studium der Volkswirtschaftslehre sowie der Poltischen Wissenschaften an den Universitäten Bonn und Köln mit Abschluss als Diplom-Volkswirt. 1990 – 1991 Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln. 1991 – 1992 Geschäftsführungsassistent eines mittelständischen Technologieunternehmens in Kleve. 1991 - 1992 Büroleiter des Bundestagsabgeordneten Paul K. Friedhoff (Kleve), mittelstands- und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. 06 – 08.1992 Summer Fellow des Instituts for Humane Studies, George Mason University, Fairfax, VA. 1997 – 2000 LeiterWirtschaftspolitik, Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (ASU), Bonn. 2000 – 2006 Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (ASU). 2002 - 2006 Secretary General der European Group of Owner-Managed and Family Enterprises (GEEF), jetzt Leiter der Vertretung de Landes NRW bei der Europäishen Union.

Regina van Dinther, Landtagspräsidentin a. D., Düsseldorf

Geb. 1958. Dipl.-Ing. FH für Bekleidungstechnik. 1980 - 1990 Tätigkeit in der Bekleidungsindustrie. 1991 - 2002 selbständig. Vom 8. Juni 2005 bis 9. Juni 2010 Präsidentin des Landtags NRW. Mitglied der CDU seit 1978. Stellvertretende Vorsitzende des CDU-Bezirksverbandes Ruhrgebiet seit 1990. Stadtverbandsvorsitzende Hattingen der CDU von 1996 bis 2006. Landesvorsitzende der Frauen-Union Nordrhein-Westfalen seit März 1999. Frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion 1990 - 2005. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion 1995 bis 2005.

Mitglied im Kuratorium der Evangelischen Stiftung Volmarstein und im Vorstand der Karl Arnold Stiftung. Stellv. Vorsitzende von "Donum vitae e.V." Hattingen und Beiratsvorsitzende der Regionalstelle Frau und Beruf Hagen/Ennepe Ruhr. Mitglied der 11. Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr. Abgeordnete des Landtags Nordrhein-Westfalen seit 31. Mai 1990.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer ist ein von ehrenamtlichem Engagement getragenes Netzwerk protestantischer Unternehmer, Manager und Führungskräfte.

Wir rüsten uns geistig und geistlich zu, um uns in unserem Glauben zu vergewissern.

Wir suchen ethische Orientierung und fachlichen Austausch, um uns in unserem unternehmerischen Entscheiden und Handeln zu bestärken.

Wir beteiligen uns an der kirchlichen Meinungsbildung zu wirtschafts- und sozialethischen Fragen, um unsere Gesellschafts­ordnung verantwortlich mitzugestalten.

Published in: Europa, Kirchen, Wirtschaft

Freitag, August 20, 2010

» Diee DDR kommt wieder näher

By Dialog at 1:46 PM

Die Propaganda der Linken trägt Früchte, die DDR kommt näher:

Umfrage: Neun von zehn Deutschen wünschen sich neue Wirtschaftsordnung

Durch die Wirtschaftskrise sind viele Deutsche offenbar skeptischer geworden, was ihre Meinung zum Kapitalismus angeht: Die Mehrheit wünscht sich sogar eine neue Wirtschaftsordnung, in der materieller Wohlstand nicht mehr an erster Stelle steht.

Published in: Altlasten, Freiheit, Wirtschaft

Dienstag, März 16, 2010

» Keine Überraschung

By Dialog at 9:37 PM

Eine grosse Mehrheit der Deutschen könnte sich einer Umfrage zufolge vorstellen, in einem sozialistischen Staat zu leben, solange für Arbeitsplätze, Solidarität und Sicherheit gesorgt wäre.

Montag, Januar 11, 2010

» Ende der Meinungspluralität

By Dialog at 5:47 PM

Meinungsvielfalt und Qualitätsjournalismus sind bedroht. Aber es wächst eine Generation Arschgeweih, die das überhaupt nicht interessiert. bemerkt Hasso Mansfeld in der FR

Published in: Freiheit, Wirtschaft

Donnerstag, Dezember 10, 2009

» Evangelische Unternehmer feiern ihre theologischen Berater

By Dialog at 7:19 PM

Einführungsgottesdienst für theologische Berater im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU).

Der AEU Köln-Bonn-Leverkusen feiert am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln seine neuen theologischen Berater Pfarrerin Prof. Dr. Kerstin Lammer und Pfarrer Wolfgang Jacobs mit einem Einführungsgottesdienst-

Köln - Das erste Mal feiert die regionale Arbeitsgruppe Köln - Bonn - Leverkusen die Benennung ihrer theologischen Berater mit einem Gottesdienst. Die theologischen Berater innerhalb des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) sind Seelsorger und rüsten die AEU-Mitglieder für ihr tägliches Wirken in der freien Wirtschaft.

Erstmals kooperieren zu diesem Gottesdienst derArbeitskreis Evangelischer Unternehmer und die Diakonie Michaelshoven. Das Mitglied des Sprecherkreises, Herr Jörg J. Schmitz, Geschäftsführer der Seniorendienste Michaelshoven gGmbH, initiierte die Zusammenarbeit: „Die Diakonie Michaelshoven muß als größter Arbeitgeber mit protestantischem Profil in der Region auch in der Kölner Innenstadt wahrnehmbar sein. Die Antoniterkirche in zentraler Lage und die gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem AEU sind ein willkommener Anlass.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu Kaffee und Gebäck eingeladen. Hier unterstützt das ebenfalls zur Diakonie Michaelshoven gehörende Beschäftigungsprojekt für Frauen „opti:Mahl“ aus Porz-Finkenberg die Veranstaltung.

Für den Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe, den Personalberater Norman Krayer, ist die öffentliche Einführung der Nachfolger von Dr. Bertold Höcker auch ein Zeichen für ein wachsendes Selbstbewusstsein von evangelischen Unternehmern in Köln: "Ohne Dr. Bertold Höcker wären Veranstaltungen dieser Art kaum denkbar. Höcker brach mit überholten Paradigmen innerhalb der Kirche und schaffte Raum für offenen und fairen Dialog. Am vierten Advent feiern wir nicht nur die Protagonisten, sondern auch diesen neuen und frischen Wind."

Dr. Bertold Höcker war bis September 2009 Citypfarrer in Köln. Seit Oktober ist er Superintendent im Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte.

Kurzprofil:

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer (Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe) unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer(at)suademus.de.

Die Diakonie Michaelshoven e. V. ist der größte diakonische Träger im Kölner Raum. Mehr als 1.500 Mitarbeiter betreuen 3.500 Menschen in unterschiedlichsten Einrichtungen der klassischen Arbeitsfelder der Diakonie. Die Diakonie Michaelshoven hilft Menschen in Köln und im Rheinland persönlich, kompetent und in christlicher Nächstenliebe. Seit über 50 Jahren. Ob zum Beispiel Kindern, die vorübergehend

nicht in ihren Familien leben können, Menschen mit besonders großen sozialen Problemen, Menschen mit Demenz oder mit Behinderung. Immer gemäß dem Leitsatz „Mit Menschen Perspektiven schaffen“. Um diese Hilfe dauerhaft zu sichern, hat die Diakonie Michaelshoven jetzt ihre Stiftung einfach helfen ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese Anliegen mit einer Zuwendung: Spendenkonto 111 333 - KD-Bank BLZ 350 601 90. Ihre Fragen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Tel.: 0221-350940. Informationen finden Sie auch im Internet unter www.diakonie-michaelshoven.de

Dienstag, Dezember 01, 2009

» Einführungsgottesdienst am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, Köln

By Dialog at 4:40 PM

Das erste Mal feiert die regionale Arbeitsgruppe Köln – Bonn – Leverkusen die Benennung ihrer theologischen Berater mit einem Gottesdienst. Die theologischen Berater innerhalb des AEU sind Seelsorger und rüsten die AEU-Mitglieder für ihr tägliches Wirken in der freien Wirtschaft.

Wir laden Sie sehr herzlich ein zum Gottesdienst – am Vierten Advent - zur Verabschiedung von Superintendent Dr. Bertold Höcker und zur Einführung von Pfarrerin Prof. Dr. Kerstin Lammer und Pfarrer Wolfgang Jacobs als neue Theologische Berater der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen.

Wir freuen uns, Sie am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln, begrüßen zu dürfen.

Die Gottesdienstleitung: hat Landespfarrer Peter Mörbel von der Evangelischen Akademie im Rheinland.

Erstmals kooperieren zu diesem Gottesdienst der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer und die Diakonie Michaelshoven. Das Mitglied des Sprecherkreises, Herr Jörg J.- Schmitz, Geschäftsführer der Seniorendienste Michaelshoven gGmbH, initiierte die Zusammenarbeit: „Die Diakonie Michaelshoven muß als größter Arbeitgeber mit protestantischem Profil in der Region auch in der Kölner Innenstadt wahrnehmbar sein. Die Antoniterkirche in zentraler Lage und die gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem AEU sind ein willkommener Anlass.“

Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu Kaffee und Gebäck eingeladen. Hier unterstützt das ebenfalls zur Diakonie Michaelshoven gehörende Beschäftigungsprojekt für Frauen „opti:Mahl“ aus Porz-Finkenberg die Veranstaltung.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer@suademus.de.

Die Diakonie Michaelshoven e. V. ist der größte diakonische Träger im Kölner Raum. Mehr als 1.500 Mitarbeiter betreuen 3.500 Menschen in unterschiedlichsten Einrichtungen der klassischen Arbeitsfelder der Diakonie. Die Diakonie Michaelshoven hilft Menschen in Köln und im Rheinland persönlich, kompetent und in christlicher Nächstenliebe. Seit über 50 Jahren. Ob zum Beispiel Kindern, die vorübergehend nicht in ihren Familien leben können, Menschen mit besonders großen sozialen Problemen, Menschen mit Demenz oder mit Behinderung. Immer gemäß dem Leitsatz „Mit Menschen Perspektiven schaffen“. Um diese Hilfe dauerhaft zu sichern, hat die Diakonie Michaelshoven jetzt ihre Stiftung einfach helfen ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese Anliegen mit einer Zuwendung: Spendenkonto 111 333 - KD-Bank BLZ 350 601 90. Ihre Fragen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Tel.: 0221-350940. Informationen finden Sie auch im Internet unter www.diakonie-michaelshoven.de

Einführungsgottesdienst am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln

suademus, Krayer & Reudenbach ist eine Personalberatung, die sich auf das Gesundheitswesen (also Kliniken, Krankenhäuser und andere Einrichtungen), die Medizintechnik (also Hersteller und Vertriebsorganisationen von Medizintechnik und Medizinsystemen) und die pharmazeutische Industrie (forschende Arzneimittelhersteller) spezialisiert hat.

Samstag, September 26, 2009

» Welchen Wert haben Werte? - Ein Diskurs über Ursachen und Lehren der Finanzmarktkrise

By Dialog at 11:29 AM

Terminhinweis:

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, und Markus Sievers, Geschäftsführender Gesellschafter der apano GmbH, einem der größten Anbieter von Hedgefonds in Deutschland, diskutieren Ursachen und Lehren aus der Finanzmarktkrise.

am Montag, den 12. Oktober 2009, um 19.30 Uhr

in der Johanneskirche Düsseldorf

Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf

Zu einem Dialog zu globalen Entwicklungen in der Finanzwirtschaft laden ein:

Johanneskirche - Stadtkirche - Kirche in der City in Düsseldorf

- Pfarrer Dr. Uwe Vetter

- Pfarrer Hans Lücke

Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer

- Nils B. Krog (regionale Arbeitsgruppe des AEU in Düsseldorf)

- Norman R. Krayer (regionale Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer unter Telefon 02263-801935. Ein Kontakt zur Regionalgruppe Düsseldorf ist über Nils B. Krog unter Telefon 0208-309-2018 möglich.

Die evangelische Johanneskirche ist eine offene Citykirche. Ihr Angebot und ihre regelmäßigen Öffnungszeiten richten sich an Menschen, die in der Stadt unterwegs sind und gerne mal wieder eine Kirche betreten möchten, seien es Neugierige, Interessierte, spirituelle Wanderer oder religiöse Menschen auf der Suche nach einem ruhigen Platz im städtischen Treiben, wo sie sich Gott ein kleines Stückchen näher fühlen können. Kirche in der City ist ein Projekt an exponierter Stelle, mitten in der Stadt. In der Johanneskirche werden Angebote für Passanten und religiös Suchende gemacht. Neue Gottesdienstformen wie der Evensong, Sunday Special sowie Bibelkurse in einer modernen Form bieten auch kirchenfernen und neugierigen Menschen, die auf der Suche nach eigenen Formen gelebter Spiritualität sind, die Möglichkeit, neue und eigene Erfahrungen zu machen. Die Johanneskirche möchte offen und einladend sein. Interessierte haben hier die Gelegenheit Formen städtischer Religiosität miteinander zu entwickeln. Die Johanneskirche soll eine neue Beheimatung in der Kirche bieten: von der »Kirche der Gelegenheit, die sich durch ein Café und offenes Gesprächsangebot an Passanten wendet, bis hin zu einer »Stadtgemeinde«, die da entsteht, wo sich ein fester Kern zu bilden beginnt.

Published in: Kirchen, Wirtschaft

Dienstag, März 24, 2009

» Gier hat die Finanzkrise nicht ausgelöst

By Dialog at 11:51 AM

In einem bemrekenswerten Interview zu Tagesfragen offenbart sich Richard Schröder gegenüber Daniel Friedrich Sturm in der Welt:

Kein Grund zu Revolution: Der Philosoph und DDR-Bürgerrechtler Richard Schröder ist sich sicher ? der Staat ist nicht der bessere Banker. Auf WELT ONLINE spricht er über die Vorzüge des Kapitalismus, die plumpe Kritik an der Gier und den gefährlichen Populismus der Linken.

WELT ONLINE: Wir befinden uns in einer schweren Wirtschaftskrise. Was sind die Ursachen der Krise?

Richard Schröder: Wir haben einen Mangel an internationalen Regeln. Außerdem hat lange ein Zeitgeist geweht, in dem mancher sagte: Je weniger Regeln, desto besser. Das war falsch. Wir haben bereits auf nationaler Ebene erlebt, dass es Regeln bedarf, bis der Kapitalismus eine Wohltat wird.

Das Streikrecht etwa musste durchgesetzt werden. Der Staat also musste regulieren, um ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Kapital herzustellen. Auf internationaler Bühne ist das viel schwieriger, weil die Staaten ungern Souveränität abgeben.

WELT ONLINE: Zuweilen wird die Krise mit der Gier von Managern erklärt. Wie kommt es zu diesem Erklärungsmuster?

Schröder: Wenn Menschen nicht erklären können, was Menschen geschehen lassen, neigen sie zu Sündenbocktheorien. "Gier" aber hat diese Wirtschaftskrise nicht verursacht. Oder wie will man erklären, dass vor fünf Jahren plötzlich die "Gier" ausgebrochen sein soll?

Ein bestimmter Anteil von Menschen ist doch immer darauf aus, reich zu werden. Das sieht man an den Lottoschaltern. Will man jetzt die Krise bekämpfen, indem man appelliert: Seid nicht so gierig ? spielt nicht mehr Lotto?

Published in: Freiheit, Ideologien, Wirtschaft

Sonntag, März 22, 2009

» Wirtschaft und Werte. Eine Disputation über unternehmerisches Handeln und evangelischen Glauben

By Dialog at 7:52 PM

Wirtschaft und Werte. Eine Disputation über unternehmerisches Handeln und evangelischen Glauben

Mit Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), und Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) Köln

Dienstag, 24. März 2009 um 18:30 Uhr

Antoniterkirche, Schildergasse 57

Veranstalter:

Evangelische Akademie im Rheinland

Peter Mörbel, Landespfarrer

Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer e.V.

Regionalgruppe Köln-Bonn-Leverkusen

Dr. Waldemar Abel

Jörg Schmitz

Norman Krayer

AntoniterCityKirche

Dr. Bertold Höcker. Citypfarrer

Martin Weiler, Presbyter

Die Unternehmerdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat den Titel "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" und ist im Buchhandel erhältlich. Sie steht aber auch kostenlos zum Dowload auf den Seiten der EKD bereit: www.ekd.de/download/ekd_unternehmer.pdf

Die Evangelische Akademie im Rheinland ist das gesellschafts- und kulturpolitische Diskussionsforum und zugleich einer der "Think tanks" der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der Akademie-Fachbereich Wirtschaft-Arbeitswelt-Sozialer Wandel bietet im Nachgang zu unserer heutigen Zusammenkunft eine Tagung unter dem Titel ?Wirtschaftsfaktor Vertrauen - Über die Alltagstauglichkeit der EKD-Denkschrift zu unternehmerischem Handeln? an. Die Veranstaltung findet vom 24. bis 25.04.2009 in Bonn / Bad Godesberg statt.Weitere Informationen zum Akademieprogramm sowie das elektronische Anmeldeformular für die Tagung www.ev-akademie-rheinland.de. Telefonische Auskunft über 0228-9523-202 oder -203.

Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland (AEU) ist ein Zusammenschluß von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten.

Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman Krayer unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer@suademus.de.

Die Antoniterkirche auf der Kölner Schildergasse

Die spätgotische Antoniterkirche wird 1805 das erste evangelische Gotteshaus. Das frühe evangelische Gemeindeleben in Köln nahm von hieraus seinen Beginn. Die Chorfenster des frühen 16. Jahrhunderts mit einer Kreuzigungsdarstellung und der Abguss des von Ernst Barlach geschaffenen Schwebenden, auch Barlach-Engel genannt, zählen zu den herausragenden Ausstattungsstücken.

Die Citykirchenarbeit an der Antoniterkirche ist hier mit ihren Einrichtungen (Evangelische Informationsstelle Köln, Kircheneintrittsstelle, Café Stanton) in der Stadt evangelisch präsent. Vielfältige Gottesdienste und zahlreiche Veranstaltungen laden in den Kirchenraum und angrenzenden CityPavillon ein. Unsere Angebote finden Sie unter http://www.antonitercitykirche.de

Published in: Kirchen, Wirtschaft

Freitag, Januar 16, 2009

» Die unkritische Haltung der Deutschen zu Putin

By Norman at 9:46 AM

verwundert manchen ausländischen Kommentator. Während die deutschen Facebook-User den russischen Freunden mit ihrer Putin-Propaganda auf den Leim gehen, importiert Deutschland russischen Filz, Korporativismus und Antiamerikanismus. Über die merkwürdige Russlandliebe ist EDWARD LUCAS vom Standpoint-Magazine verwundert:

Germany's relationship with Vladimir Putin's Russia is the most puzzling and troubling feature of modern European politics. Not only is Germany Russia's biggest trading partner, it is also her biggest ally. It is Germany that has derailed Nato expansion. Germany reversed the EU's initially tough line on Russia after the invasion of Georgia. Germany prevents the Council of Europe scrutinising Russia's flawed elections. Germany forces the European Bank for Reconstruction and Development to channel money to companies run by Kremlin cronies. Germany keeps Europe's energy market rigged in favour of Russian gas imports. ...

***

The problem is that the semi-colonial relationship that Germany seems to want with Russia is in fact a two-way street. As other imperial countries know well, you may start off exporting your values and outlook, but you end up importing theirs. German business was already surprisingly corrupt even before the great push eastwards that followed the collapse of communism. Dealing with Russia has accentuated that. Germany's commitment to the Atlantic alliance was looking wobbly from the 1980s onwards; now it is frayed and rotten. Rather than exporting German virtues to Russia, the danger now is that Germans are importing Russian sleaze, corporatism and anti-Americanism.

Dienstag, September 30, 2008

» Verwerfungen

By Dialog at 7:08 PM

Roland Tichy über die Absurditäten der Finanzkrise:

....Was gestern noch Panik war, gilt heute als vernünftige Vorsicht. Das System, auf Vertrauen gebaut, klappt nicht mehr, weil keiner mehr dem anderen vertrauen darf. Es wird zur Katastrophe ausarten, wenn die Bürger den eigentlichen Ernst der Lage in seiner Tragweite begreifen: Dass nämlich nichts mehr sicher ist. Dass die Einlagensicherungssysteme gute Regenschirme für Nieselregen sind, aber nicht gegen Hurrikans helfen. Noch ist es zu keinem Massenansturm auf die Bankschalter gekommen. Noch vertrauen die Bürger den Banken, die sich gegenseitig nur misstrauen. Das stabilisiert das System ? vorerst.

Der Finanzhurrikan aber ist längst über den großen Teich bis Europa vorgedrungen. Daher war es ein Fehler der Bundesregierung, sich der Zusammenarbeit mit den USA zu entziehen. Das deutsche Finanzsystem ist nicht sicherer, sondern hat noch mehr Fehler eingebaut: In den USA sind die Investmentbanken krepiert, weil sie keine Spargelder annehmen dürfen und damit auf Gedeih und Verderb auf die bankeninterne Refinanzierung angewiesen waren. In Deutschland landen die Sparguthaben bei den Sparkassen. Die haben diese Gelder lustig über ihre eigenen Landesbanken verbrannt, stellen sie aber nicht mehr anderen Geschäftsbanken zur Verfügung. Damit ist Deutschland von dem Austrocknen der Finanzmärkte noch massiver betroffen.

Jetzt werden absurde Diskussionen über das vermeintliche Ende des Kapitalismus geführt, blinder Anti-Amerikanismus taucht auf. Das ist alles nachvollziehbar, hilft aber nicht weiter. Das System muss von außen stabilisiert, es muss neu gestartet werden.

Mittwoch, August 13, 2008

» First Yukos, Then Georgia

By Norman at 1:44 PM

Now the world is getting an idea of what a "war for oil" really looks like. Few in the West appreciate the degree to which Vladimir Putin and the Soviet, er, Russian, elite subscribe to a prewar view of power relations and national greatness. Their view is not based on self-reproducing institutions and innovation and the power of trade, but on territory and resources -- lebensraum, as one of their intellectual progenitors called it. ....

Western governments and Western oil executives have played an unwise role in Mr. Putin's plan. No amount of contract abrogation, outright seizure of property or subsidiary mayhem by Russian authorities seems able to dissuade them from throwing good money after bad in pursuit of Russian resources. Weiter hier:

Mittwoch, Juni 04, 2008

» Ein Plädoyer für Unternehmer, die Freiräume vorbildlich und verantwortungsvoll nutzen

By Dialog at 1:30 PM

Das Thema ist hochaktuell: Vor dem Hintergrund des Vertrauensverlustes in die Wirtschaft bzw. gegenüber Wirtschaftsführern und Managern laden die Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn, die regionale Arbeitsgruppe Köln-Bonn-Leverkusen des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und die Gemeinde der AntoniterCityKirche zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel "Evangelischer Glaube und ökonomisches Handeln. Über Freiheit und Verantwortung eines Christenmenschen in der globalisierten Wirtschaft." Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, wird zum Thema einen Vortrag halten und erläutern, warum die evangelischen Kirche gerade in der derzeitigen krisenhaften Situation zu verantwortlichem unternehmerischem Handeln ermutigt und helfen will, ein positives Leitbild zu entwickeln.

Die Veranstaltung, zu der auch die Medienvertreterinnen und ?vertreter herzlich eingeladen sind, beginnt am

Donnerstag, 5. Juni 2008, 18.30 Uhr,

in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln.

Ausgehend von der besonderen Verantwortung der Unternehmer wird Präses Schneider auf die christliche Tradition des "ehrbaren Kaufmannes" Bezug nehmen, der seine Geschäfte im Wissen um seine letzte Rechenschaftsablegung vor Gott und im Blick auf die Belange seiner Mitarbeitenden und seiner Umwelt treibt: "Der ehrbare Kaufmann zeichnet sich nach den Kaufmannshandbüchern des Mittelalters durch grundlegende Tugenden aus wie Ehrlichkeit, Vorsicht, Diskretion, Wagemut im richtigen Moment, Friedensliebe, Ernsthaftigkeit, Höflichkeit, Klugheit, Ordnung und eine gute Erziehung", so Schneider im Vortragstext. Heute könne der einzelne Unternehmer zwar nicht heroisch alle Probleme alleine in seinem Verantwortungsbereich lösen, eine staatliche Rahmenordnung sei nötig, die einen fairen Wettbewerb ermögliche ? wie es "die protestantisch geprägten Gründerväter der sozialen Marktwirtschaft" immer wieder proklamiert hätten. Und besonders wichtig: Das Handeln von Banken und neuen Investmentgesellschaften werde von den Kirchen stets mit dem Maßstab ethisch bewertet, ob neue Arbeitsplätze entstehen.

Außerdem werde heute unter dem Stichwort "Globalisierung" eine "soziale Dimension" eingefordert, um den sozialen Ungleichheiten und Unsicherheiten zu begegnen, die mit der wirtschaftlichen Globalisierung einher geben. Für diese Dimension verwendeten sich auch die Kirchen, im Sinne einer "globalen Sozialpolitik."

Der Vortrag schließt mit einer Mahnung, die auf das Bild des "ehrbaren Kaufmannes" rekurriert. Der Präses fordert: "Die Unternehmer sollten sich aus einem wohlverstandenen eigenen Interesse an den gesellschaftlichen Debatten um ethisch-verantwortliches Handeln beteiligen. Die evangelische Kirche wünscht sich Unternehmer, die in ihrem Verantwortungsbereich ihre Freiräume vorbildlich für soziale und umweltgerechte Lösungen nutzen und sich gleichzeitig für konstruktive Ordnungsregeln im Sinne der sozialen Marktwirtschaft einsetzen. Solche Unternehmer können auf Unterstützung und Ermutigung seitens der evangelischen Kirche rechnen," so Schneider.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Evangelische Kirche in Deutschland eine EKD-Denkschrift zum Thema "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" plant, die im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll.

Kontakt am Vortragsabend: Norman Krayer (Regionales Sprecherteam des AEU): 0162.3651351 (m)

Published in: Kirchen, Wirtschaft

Mittwoch, April 16, 2008

» Marx lebt. Vor allem in deutschen Schulbüchern.

By Dialog at 4:08 PM

Von Gary Merrett

Stellen Sie sich ein Deutschland vor, in dem es nur eine Zeitung gibt. Diese wird vom Staat, der den Zeitungsmarkt zwangsmonopolisiert hat, herausgegeben. Es werden dafür zahlreiche Gründe angeführt: Der "Jugendschutz", "soziale Ungerechtigkeit" (Reiche könnten sich teuren Qualitätsjournalismus leisten, während Arme auf die billigen Trash-Zeitungen zurückgreifen müssten) und die Gefahr der Verbreitung von Fehlinformationen. Alle vier Jahre gäbe es dann Zeitungswahlen. Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland wären aufgerufen, den Chefredakteur für die nächsten vier Jahre zu wählen, der wiederum die Inhalte der Zeitung bestimmt.

Schauen Sie sich nun das real existierende Deutschland an: Es ist ein Land, in dem der Staat tatsächlich fast das komplette Bildungswesen übernommen hat. Er entscheidet einseitig über Struktur, Inhalte und Preis des staatlichen Bildungsangebots (das man aufgrund von Schulpflicht und Zwangsfinanzierung nicht ablehnen kann, weswegen man hier wohl kaum von einem wirklichen "Angebot" sprechen kann). Alle fünf Jahre wird in den Bundesländern darüber abgestimmt, wie die zukünftige kollektive Schulpolitik auszusehen hat. Auch hier gibt es eine große gesellschaftliche Debatte darüber, wie, wie lange und vor allem was "unsere Kinder" lernen sollen.

Skurrilerweise scheint sich das Wahlvolk nur bei der Forderung nach immer höheren Ausgaben, also einem höheren Preis, für Bildung einig zu sein anstatt nach besserer und kostengünstigerer Bildung. Doch hier soll es weder um Finanzierungsfragen gehen noch um die Schulstruktur. Es geht hier lediglich um die Lehrinhalte speziell im Bereich der ökonomischen Bildung, die kollektiv einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen eingeflößt werden. Es wird konsequent ökonomischer Nonsens mit antikapitalistischem Beigeschmack serviert. Es werden nur einige typische Beispiele vorgestellt, die ich einer Stichprobe von acht Schulbüchern eines niedersächsischen Gymnasiums entnommen habe. Beginnen wir mit dem Thema, dem diese Schulbücher besonders viel Aufmerksamkeit widmen: der Armut in der Dritten Welt.

Freihandel versus Fair Trade

Die Autoren von "Diercke Erdkunde 9" scheinen nicht gerade begeisterte Freihändler zu sein. Im Themenabschnitt "Welthandel" erläutern sie, was die Folgen von Marktöffnungen sind: Entlassungen, Entlassungen, Entlassungen. Zunächst wird die Aufhebung der Mengenbeschränkungen im weltweiten Textilhandel besprochen. Diese gefährde Arbeitsplätze in Ländern wie der Türkei oder Mexiko. Die Liberalisierung des Kaffeemarktes habe für die Arbeiter ebenso schlimme Folgen, wie diese Passage den Schülern klarmachen soll: "Kaffee ist nach Erdöl der wichtigste Exportrohstoff. Bis 1989 hatte die CEO (Internationale Kaffeeorganisation) dafür gesorgt, dass der Kaffee einen Mindestpreis erzielte. Seit diesem Zeitpunkt besteht aber das Gesetz des freien Handels. Folge war ein deutlicher Preisverfall, den die Bauern durch steigende Produktion kompensieren wollten.

Zusätzlich drängten Staaten wie Vietnam auf den Kaffeeweltmarkt, sodass im Jahr 1997 das Angebot die Nachfrage übertraf. Mitte 2000 sanken die Kaffeepreise teilweise unter 50 US-Cent pro englisches Pfund ab. In vielen Anbauländern führte dies zu Entlassungen von Arbeitern und zur Aufgabe von Land der Kleinbauern, durch die der Anbau des Kaffees hauptsächlich erfolgte. Die Kleinbauern erhalten aber nur einen sehr geringen Anteil des Ladenpreises von Kaffee und können durch den erzielten Erlös ihre Produktionskosten oftmals nicht decken." (S. 123). Daraufhin wird das Fair-Trade-Modell des Vereins Transfair als Lösung dieses Problems vorgestellt, nach dem den Kleinbauern ein Mindestpreis für den Kaffee bezahlt wird, unabhängig davon, wie der Weltmarktpreis sich entwickelt. So meint man, dafür sorgen zu können, dass der Kleinbauer auch einen ordentlichen Teil des Endpreises abbekommt.

Der findige Schüler kann jedoch einem kleinen, aber sehr informativen Kästchen am Seitenrand entnehmen, dass 43,5 Prozent des Endverbraucherpreises für Kaffee aus Steuern und Abgaben an den Staat bestehen. Warum, fragt man sich, weisen die Autoren nicht im Text darauf hin und schimpfen stattdessen auf die Zwischenhändler? Doch es ist nicht nur die Frage der Verteilung des Endpreises auf die einzelnen Marktteilnehmer, die hier kritisiert wird. Es ist vor allem das Prinzip des Freihandels, das hier an den Pranger gestellt wird. Der Tenor dieser Passage: Vor der Marktliberalisierung (also zur Zeit des Protektionismus) war alles besser.

Anstatt die wirklichen Ursachen der Armut in diesen Ländern anzuprangern, nämlich die Knebelung jeglicher wirtschaftlicher Aktivität zum Beispiel durch Protektionismus, Bürokratismus, Inflation, Reglementierung und Abgabenwahn, werden den Schülern in "Terra Erdkunde 10" des Klett-Verlags sechs Lösungsansätze kapitelweise vorgestellt (S.138-153). Erstens: Nahrungsmittelhilfe (was die lokalen Lebensmittelmärkte zerstört); zweitens: große und kleine Entwicklungsprojekte; drittens: Hilfe zur Selbsthilfe (Brunnenbau, Ernährungsberatung, Förderung des Dorfhandwerks); viertens: "Frauen stärken"; fünftens: Fair Trade (die Verbraucher in reicheren Ländern sollen also den Marktpreis plus Spende zahlen), und sechstens: Entwicklung durch Industrie (die Frage besteht doch gerade darin, wie man zu einem Industrieland wird!). Woher das Geld für diese Programme kommen soll, wird den Schülern nicht mitgeteilt. Aber man ahnt es schon.

Was die Schüler konkret tun könnten, wird ihnen auch mitgeteilt (S.153): Sie könnten "solidarisch handeln", indem sie Fair-Trade-Produkte kaufen, ihren "Lebensstil ändern", indem sie ihren Fleischkonsum reduzieren, sie könnten sich aber auch einfach "einmischen", indem sie "gegen Unrecht protestieren" oder sich Parteien, Verbänden oder sonstigen politischen Gruppierungen anschließen. Als besondere Serviceleistung werden den nun emotional aufgewirbelten Schülern auf derselben Seite "nützliche Adressen" zur Verfügung gestellt, etwa der Unicef oder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Adressen, die marktwirtschaftliche Lösungen anbieten, werden den Schülern leider nicht verraten.

Kinderarbeit und Entwicklung

In "Diercke Erdkunde 9" wird den Schülern die Situation von Kindern in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern wie folgt beschrieben: "Besonders im ländlichen Raum mit Subsistenzwirtschaft werden von den Kindern traditionell viele Arbeiten verrichtet, auf die die Familie angewiesen ist. Auch in anderen Bereichen werden Kinder als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Die überwiegende Mehrheit der Kinder arbeitet im informellen Sektor, also ohne Steuer- und Sozialabgaben, damit ohne Alters- und Krankenversicherung sowie ohne arbeitsrechtlichen Schutz (Schuhputzer, Autowäscher, Eisverkäufer). Die Ausbeutung geht so weit, dass häufig die Kinder gar keinen Lohn für ihre Arbeit bekommen, weil Sie unbezahlt ihren arbeitenden Eltern helfen." (S.105)

In diesem Absatz wird eine Situation beschrieben, die tatsächlich existiert und auch wirklich ein großes Problem darstellt. Kinderarbeit ist ein noch viel zu verbreitetes Phänomen und gehört nicht in eine moderne Welt. Leider vermittelt der Text jedoch den Eindruck, dass es das Fehlen von staatlichen Regulierungen und Steuern (!) ist, das solche Arbeitsverhältnisse überhaupt erst erzeugt. Außerdem entsteht geradezu der Eindruck, der Staat müsse die Kinder vor ihren eigenen Eltern schützen. Doch die Eltern dieser Kinder sind keineswegs in irgendeiner Form "schlechter" als deutsche Eltern.

Sie wollen mit Sicherheit genauso wenig wie die "Gutmensch-Autoren" von Diercke, dass die Kinder den ganzen Tag schuften müssen, anstatt zu spielen oder zu lernen. Doch die ökonomische Realität macht es zur absoluten Notwendigkeit, dass die Kinder mit anpacken. Wenn man die Kinderarbeit unter Strafe stellt, ist die Folge nicht eine ökonomische Verbesserung der Kinder und ihrer Familien (wenn dies so wäre, würden sie von selbst damit aufhören), sondern eine Abwanderung der Kinder weg von der regulären Arbeit, hin zu weniger wünschenswerten Tätigkeiten, die der Staat kaum kontrollieren kann, etwa Prostitution oder Kriminalität.

Der Staat kann also nicht per Gesetz ein besseres Leben für Kinder oder auch Erwachsene verordnen. Wenn dies so wäre, könnte er auf diese Weise nicht nur die Kinderarbeit, sondern auch gleich die Armut beenden, ganz einfach indem er sie für illegal erklärt. Wohlstand und Entwicklung müssen aber erarbeitet werden. Je freier die Menschen in einem Land sind, desto schneller wird sich das Land so weit entwickeln, dass Kinderarbeit entbehrlich wird.

Wachstum und Arbeitslosigkeit

"Terra Erdkunde 10" stellt zum Zusammenhang zwischen ökonomischem Fortschritt und der Beschäftigungslage folgende sonderliche Behauptung auf: "Wirtschaftswachstum bedeutet aber meist auch in zunehmendem Maße Arbeitslosigkeit." (S 78) Wirtschaftswachstum führt zwar nicht notwendigerweise zu Mehrbeschäftigung, denn andere Faktoren spielen für die Arbeitsmarktentwicklung ebenso eine Rolle. Ceteris paribus aber hat Wirtschaftswachstum natürlich einen positiven Effekt auf die Beschäftigung. Die in manchen Dritte-Welt-Ländern zu beobachtenden Entlassungen sind oftmals Merkmale eines wirtschaftlichen Strukturwandels (s.o.). Doch werden in anderen Bereichen neue Arbeitsplätze entstehen, wenn die Wirtschaft frei von staatlicher Gängelung ist. Wirtschaftswachstum bedeutet, dass mehr Güter und Dienstleistungen auf den Markt kommen. Und gerade weil es jemanden geben muss, der die zusätzlichen Produkte herstellt und vertreibt, wird mehr Arbeitskraft benötigt.

Parteipolitik im Schulbuch

Kindern falsche Vorstellungen über die Marktwirtschaft zu vermitteln, ist eine Sache. Wenn dies unabsichtlich getan wird, ist es verantwortungslos. Wenn es bewusst getan wird, ist es unmoralisch. Eine ganz andere Sache ist es jedoch, ganz offen politische Forderungen auszusprechen. Das ist einfach nur dreist, bestenfalls plump. Und dies geschieht immer wieder. Hier nur einige Beispiele:

Es mag sein, dass ein Großteil der Bevölkerung diesen politischen Forderungen zustimmen würde. Die Frage ist nur, ob sie in ein Schulbuch gehören.

Die Privatmeinung von Schulbuchautoren (oder von Kultusministerialbeamten) darüber, was der Staat alles tun müsse und was nicht, sollte eigentlich nicht Teil des Unterrichtsstoffs an (angeblich) politisch neutralen Schulen sein.

Themensetzung als politische Aussage

Auch der Themenabschnitt "Einzelschicksal Arbeitslosigkeit" in "Politik & Co 2" dient vielmehr der Emotionalisierung eines Problems als der sachlichen Auseinandersetzung mit ihm. Darin wird ein ehemaliger Mitarbeiter eines Verlags zitiert, der seine Entlassung aus seiner Firma beschreibt: "Mein Chef hat mich in einen kahlen Raum gerufen... Da hat er dann gesagt: ,Tja, tut mir leid, wir schließen ihren Bereich.' Kein Glas Wasser, kein ?Wollen Sie den Rest des Tages freihaben?', nichts."(S. 154) Selbstverständlich gibt es miese Chefs.

Aber darum geht es nicht. Die Frage ist, ob das hier beschriebene Verhalten tatsächlich repräsentativ für die meisten Personal- oder Betriebsleiter ist und dadurch auch wirklichen Erkenntniswert für die Schüler hat oder ob diese Geschichte nicht eher das Ziel verfolgt, den Kindern zu zeigen, wie "kalt" und "gnadenlos" der Markt sei. Angesichts der sonst so marktkritischen und staatsgläubigen Passagen im Buch neigt man dazu, von Letzterem auszugehen. Man fragt sich, warum den Schülern nicht erklärt wird, welche zentrale Rolle dem Unternehmer im Wirtschaftsprozess zukommt.

Angesichts dieser systematischen Hetzjagd gegen die freie Marktwirtschaft an deutschen Schulen sollte es nicht verwundern, dass immer mehr junge Menschen sich radikal antikapitalistischen Vereinigungen oder Globalisierungsskeptikern wie Attac anschließen, zu Staatsgläubigkeit neigen und umfassende Ansprüche an den Staat stellen.

Während 1991 in einer Befragung noch 36 Prozent der Deutschen angaben, sozialistische Ideen zu unterstützen, waren es 2007 sogar 47 Prozent. 1990 glaubte man den Sozialismus endlich aus Deutschland vertrieben zu haben. Doch der Sozialismus ist nicht tot - er lebt in vielen Schulbüchern weiter.

Der Autor (Jahrgang 1984) ist Politikwissenschaftler und Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung. Der Text ist die gekürzte Fassung eines Positionspapiers des Stiftungsinstituts. Sie können das Papier unter http://www.fnst-freiheit.org/uploads/1044/Merritt-Martkw_Schulbuecher.pdf herunterladen

Published in: Freiheit, Ideologien, Wirtschaft

Mittwoch, Februar 20, 2008

» Scheinheiligkeiten

By Dialog at 3:28 AM

 

Alles. Wirklich alles, was zu Liechtenstein und deutschen Scheinheiligkeiten gesagt werden muß, steht hier.

Montag, Januar 14, 2008

» Klimapanik kostet halt

By Norman at 8:29 AM

Der Standard wird hier eher ungern zitiert, weil sich in seiner Forengemeinde überdurchschnittlich viele Kommunisten, Islamisten und Dummköpfe sammeln. Die dortige Forengemeinde dürfte der Kommentar von von Andreas Schnauder entzweien:

CO2-Emissionen: Europa ohne Industrie

Die Verpflichtung der Betriebe, jede Tonne CO2-Ausstoß langfristig aus der eigenen Tasche zu bezahlen, käme einer milliardenschweren Belastungswelle gleich

Die EU will den Treibhausgasen ordentlich einheizen und hat dazu offenbar auch schon das richtige Rezept gefunden: die Deindustrialisierung. Anders kann man die Pläne nicht interpretieren, die derzeit in Brüssel gewälzt und noch im Jänner verabschiedet werden sollen. Die Verpflichtung der Betriebe, jede Tonne CO2-Ausstoß langfristig aus der eigenen Tasche zu bezahlen, käme einer milliardenschweren Belastungswelle gleich. Die europäische Papierindustrie hat errechnet, dass die Kosten die gesamten Gewinne der Branche auffressen würden. Bei der Voest, dem größten Emittenten Österreichs, würde der Plan den Klima-Aufwand verzehnfachen.

Dienstag, Dezember 11, 2007

» Da haben wir den Salat

By Norman at 3:00 PM

Mahner, die seinerzeit meinten, ein Antidiskriminierungsgesetz würde noch Blüten treiben, wurden nicht gehört. Ein Arbeitsgericht hat nun eine Einrichtung der Diakonie wegen Diskriminierung verurteilt. Dabei wurden den Kirchen in einem Zusatz zum Antidiskriminierungsgesetz Sonderrechte zugestanden:

"Kirchen und Religionsgemeinschaften sollen ihre Beschäftigten weiterhin mit Rücksicht auf deren Religion oder Weltanschauung auswählen dürfen, soweit dies im Hinblick auf ihr Selbstbestimmungsrecht oder nach Art der Tätigkeit gerechtfertigt ist."

SPON berichtet nun von von Yesim Fadia, der eine Stelle in einer diakonischen Einrichtung verwehrt wurde.

"Das ist eine total verlogene Schiene, sie sprechen von christlicher Nächstenliebe und Integration, dabei diskriminieren sie offen gegen Außenstehende."

Da haben wir den Salat.

Donnerstag, November 15, 2007

» Würden Sie Bianca einstellen?

By Norman at 1:18 PM

Als Personalberater ist man Ungemach in Arbeitswelten gewöhnt. Trotteligerweise hatte ich mich in Bonner Studientagen (Hängt!) im Portal Wer-Weiss-Was? als "Experte" in Bewerbungsfragen registriert und bekomme nun hin und wieder Anfragen. Heute kam die Frage von der "zornigen Bianca", die ihr Leiden sicher noch im GEZ-finanzierten Fernsehfunk ausbreiten wird. Bevor es soweit ist, möche ich Sie fragen: Würden Sie Bianca einstellen?

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,

Ich habe eine dringende Frage. Zum Sachverhalt: Und zwar hatte ich mich bereits im Juli bei einem Unternehmen initiativ beworben, d. h. es gab keine Ausschreibung o. Ä. Da ich monatelang keinerlei Rückmeldung des Unternehmens bekam, fragte ich nach Monaten also 2x per E-Mail nach, wie der Stand der Dinge ist ? vergeblich! Auch hierauf kam also keine Antwort, was ich schon eine Frechheit finde!!! Dann versuchte ich es vor Ort (da können die einen ja schlecht ohne eine Aussage wieder wegschicken), traf jedoch leider niemanden an.

Eine Hausewohnerin sagte mir dann jedoch, die Freundin des Geschäftsführers habe gleich um die Ecke einen Friseur-Salon. Ihr berichtete ich von meiner Bewerbung vor Monaten und dass keine Antwort erfolgte. Sie wollte ihren Freund fragen und mich dann anrufen? Ein Anruf blieb jedoch aus! Also schickte ich noch eine 3. E-Mail, in der ich um endlich eine Antwort bat. Am Nachmittag bekam ich dann endlich einen Anruf: Der Mann am anderen Ende machte mir Vorwürfe, dass ich mich überhaupt beworben hatte!!! Das muss man sich ?mal vorstellen. Seine Worte: ?Es hat Sie niemand gebeten, dass Sie uns Ihre Unterlagen schicken!? Da ich so lange keine Rückmeldung bekommen hatte, war für mich eh? schon klar, dass ich für solche unzuverlässigen Leute auch gar nicht arbeiten will. Aber wenigstens meine Unterlagen wollte ich zurück. Auf meine Frage, ob sie sie mir zuschicken oder ich sie abholen soll, kam die Antwort: ?Wir bekommen ständig von Leuten Initiativ-Bewerbungen. Die landen bei uns im Müll!? Ist das nicht ?ne Frechheit??? Ich bin, weiß Gott, freundlich und nett am Telefon, aber das war auch mir zu viel und ich sagte direkt, dass ich das nicht ok finde, schließlich hat mich das alles Geld gekostet!!! Und dass es doch kein Problem gewesen wäre, mich kurz zu informieren (eine E-Mail kostet schließlich nix), dann hätte ich die Unterlagen selbst abgeholt. Aber sie einfach so wegzuwerfen ?

sorry, aber das macht mich echt fertig. V. a. ist er der Erste, der mir ?nen Vorwurf macht, dass ich mich beworben habe. Die sollen froh sein, dass sich überhaupt jemand für die interessiert, oder nicht???

Nun meine Frage: Gern würde ich ein Gefühl der Genugtuung für mich (evtl. auch Rache!?)? Ich will mir das nicht einfach so gefallen lassen. Meinst du, ich solle noch ?mal versuchen, jemanden anzutreffen und noch ?mal nach meiner Mappe fragen? Denn die gute Mappe werden sie doch sicher nicht entsorgt haben, da man sie ja noch verwenden kann (ich vermute, nur der Lebenslauf, die Zeugnisse, mein Foto (!) etc. wurden vernichtet)? Kann ich die eigentlich auch anzeigen wegen so ?was? Wenn ja: wo und wie? Gruß, die zornige Bianca

Kleiner Nachtrag. Die Nachricht ist ungekürzt wiedergegeben und blieb selbstverständlich unbeantwortet.

Freitag, September 21, 2007

» Tiefensee sorgt sich um den Osten

By Dialog at 9:42 AM

Bundesminister Tiefensee hat viele Sorgen und Aufgaben und ein wenig Kummer. Er möchte sich also kümmern. Im aktuellen Bericht zur Deutschen Einheit macht er die wahren Feinde des vermeintlich fehlenden Aufschwungs in den neuen Ländern aus. Vera Lengsfeld kommentiert auf der Achse:
Glatzen gegen Aufschwung Ost

Einem alten Witz zufolge waren im Sozialismus Frühling, Sommer, Herbst und Winter die schlimmsten Feinde der Wirtschaft.
Kein Witz ist, dass Minister Tiefensee, der neben Verkehrsproblemen auch für alle Wehwehchen der Neuen Länder zuständig ist, endlich einen Schuldigen für die wirtschaftliche Stagnation im ungeliebten Osten ausgemacht hat. Das Klima hätte sich angeboten, hat aber den Nachteil, dass die gravierenden Schäden der vermuteten Erderwärmung erst in fünfzig Jahren eintreten werden. Dann wird der Solidarpakt längst Geschichte sein. Die Rechtsextremen sind dagegen allgegenwärtig. Auf jeder Dorfkirmes können sie ihre Glatzen erheben und für Aufregung im Blätterwald sorgen. Ihre neue Rolle als Wirtschaftsschädlinge wird ein dankbares Publikum finden. Politiker müssen sich keine Gedanken mehr machen, welche ihrer Fehlentscheidungen zur wirtschaftlichen Misere beigetragen haben. Ämter können weiter ohne Furcht Investoren mit unsinnigen Vorschriften und schikanösen Auflagen vertreiben, denn die Sündenböcke sind bereits gefunden.Hier weiter:

Mittwoch, August 15, 2007

» DIW-Konjunkturbarometer: Fortsetzung des Aufschwungs mit gemäßigtem Tempo

By Dialog at 11:57 AM

Die Erstberechnung des DIW-Konjunkturbarometers für das laufende dritte Quartal signalisiert einen Zuwachs des saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, in dem die Wirtschaftsleistung um knapp 0,3 % zugelegt hat. Damit setzt sich der Aufschwung in gemäßigtem Tempo fort. Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigt sich die bisherige Einschätzung des DIW Berlin, dass das kalenderbereinigte Wachstum zwar auch in 2007 kräftig ausfallen dürfte, aber an den Vorjahreswert von 3 % nicht mehr heranreicht. Die derzeitigen Turbulenzen an den Finanzmärkten konnten sich in den für die Barometerberechnung herangezogenen Indikatoren noch nicht spürbar niederschlagen. Allerdings ist derzeit nicht davon auszugehen, dass sich hieraus ernste Gefahren für die Stabilität des realwirtschaftlichen Wachstumsprozesses ergeben.

Wie im Vorquartal bleibt das Produzierende Gewerbe (ohne Bauwirtschaft) die kräftigste Triebfeder des gesamtwirtschaftlichen Wachstums, wenn auch mit leicht abgeschwächter Dynamik. Zuletzt wiesen nahezu alle Produktionsindices im Zweimonatsvergleich nach oben und auch beim Auftragseingang gab es deutliche Zuwächse, insbesondere bei den Investitionsgüterproduzenten.  Für die Bauwirtschaft, die zuletzt das Wachstum gebremst hat, zeichnet sich eine leichte Erholung ab, die vor allem auf den Wirtschaftsbau zurückzuführen sein dürfte. Allerdings bleibt die Bauproduktion weiterhin deutlich hinter dem Niveau im - stark durch Sondereffekte beeinflussten - ersten Quartal zurück. Der Bereich "Handel, Gaststätten, Verkehr" lässt im Sektorenvergleich das geringste Wachstum erwarten. Zwar wiesen die Kfz-Neuzulassungen zuletzt nach langer Durststrecke deutlicher nach oben, jedoch entwickeln sich die realen Groß- und Einzelhandelsumsätze weiterhin sehr schleppend. Stabil zeigt sich das Wachstum bei den Dienstleistungssektoren. Der Bereich "Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister" wächst proportional zur Gesamtwirtschaft, während die "Öffentlichen und privaten Dienstleister" leicht dahinter zurückbleiben.

Die Stimmungsindikatoren waren zwar zuletzt rückläufig, allerdings bewegen sie sich immer noch in der Nähe ihrer hohen Vorjahreswerte. Die im Vorjahresvergleich leichte Abschwächung der Geschäftserwartungen passt zu einer insgesamt robusten, aber nicht mehr ganz so dynamischen Fortsetzung der derzeitigen konjunkturellen Aufschwungphase.

Zum DIW-Konjunkturbarometer: http://www.diw.de/deutsch/produkte/konjunkturbarometer/index.html
Published in: Wirtschaft
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