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Freitag, August 20, 2010
» Diee DDR kommt wieder näher
By Dialog at 1:46 PM
Die Propaganda der Linken trägt Früchte, die DDR kommt näher:
Umfrage: Neun von zehn Deutschen wünschen sich neue Wirtschaftsordnung
Durch die Wirtschaftskrise sind viele Deutsche offenbar skeptischer geworden, was ihre Meinung zum Kapitalismus angeht: Die Mehrheit wünscht sich sogar eine neue Wirtschaftsordnung, in der materieller Wohlstand nicht mehr an erster Stelle steht.
Dienstag, März 16, 2010
» Keine Überraschung
By Dialog at 9:37 PM
Eine grosse Mehrheit der Deutschen könnte sich einer Umfrage zufolge vorstellen, in einem sozialistischen Staat zu leben, solange für Arbeitsplätze, Solidarität und Sicherheit gesorgt wäre.
Montag, Januar 11, 2010
» Ende der Meinungspluralität
By Dialog at 5:47 PM
Meinungsvielfalt und Qualitätsjournalismus sind bedroht. Aber es wächst eine Generation Arschgeweih, die das überhaupt nicht interessiert. bemerkt Hasso Mansfeld in der FR
Donnerstag, Dezember 10, 2009
» Evangelische Unternehmer feiern ihre theologischen Berater
By Dialog at 7:19 PM
Einführungsgottesdienst für theologische Berater im Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU).
Der AEU Köln-Bonn-Leverkusen feiert am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln seine neuen theologischen Berater Pfarrerin Prof. Dr. Kerstin Lammer und Pfarrer Wolfgang Jacobs mit einem Einführungsgottesdienst-
Köln - Das erste Mal feiert die regionale Arbeitsgruppe Köln - Bonn - Leverkusen die Benennung ihrer theologischen Berater mit einem Gottesdienst. Die theologischen Berater innerhalb des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) sind Seelsorger und rüsten die AEU-Mitglieder für ihr tägliches Wirken in der freien Wirtschaft.
Erstmals kooperieren zu diesem Gottesdienst derArbeitskreis Evangelischer Unternehmer und die Diakonie Michaelshoven. Das Mitglied des Sprecherkreises, Herr Jörg J. Schmitz, Geschäftsführer der Seniorendienste Michaelshoven gGmbH, initiierte die Zusammenarbeit: „Die Diakonie Michaelshoven muß als größter Arbeitgeber mit protestantischem Profil in der Region auch in der Kölner Innenstadt wahrnehmbar sein. Die Antoniterkirche in zentraler Lage und die gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem AEU sind ein willkommener Anlass.“
Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu Kaffee und Gebäck eingeladen. Hier unterstützt das ebenfalls zur Diakonie Michaelshoven gehörende Beschäftigungsprojekt für Frauen „opti:Mahl“ aus Porz-Finkenberg die Veranstaltung.
Für den Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe, den Personalberater Norman Krayer, ist die öffentliche Einführung der Nachfolger von Dr. Bertold Höcker auch ein Zeichen für ein wachsendes Selbstbewusstsein von evangelischen Unternehmern in Köln: "Ohne Dr. Bertold Höcker wären Veranstaltungen dieser Art kaum denkbar. Höcker brach mit überholten Paradigmen innerhalb der Kirche und schaffte Raum für offenen und fairen Dialog. Am vierten Advent feiern wir nicht nur die Protagonisten, sondern auch diesen neuen und frischen Wind."
Dr. Bertold Höcker war bis September 2009 Citypfarrer in Köln. Seit Oktober ist er Superintendent im Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte.
Kurzprofil:
Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer (Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe) unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer(at)suademus.de.
Die Diakonie Michaelshoven e. V. ist der größte diakonische Träger im Kölner Raum. Mehr als 1.500 Mitarbeiter betreuen 3.500 Menschen in unterschiedlichsten Einrichtungen der klassischen Arbeitsfelder der Diakonie. Die Diakonie Michaelshoven hilft Menschen in Köln und im Rheinland persönlich, kompetent und in christlicher Nächstenliebe. Seit über 50 Jahren. Ob zum Beispiel Kindern, die vorübergehend
nicht in ihren Familien leben können, Menschen mit besonders großen sozialen Problemen, Menschen mit Demenz oder mit Behinderung. Immer gemäß dem Leitsatz „Mit Menschen Perspektiven schaffen“. Um diese Hilfe dauerhaft zu sichern, hat die Diakonie Michaelshoven jetzt ihre Stiftung einfach helfen ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese Anliegen mit einer Zuwendung: Spendenkonto 111 333 - KD-Bank BLZ 350 601 90. Ihre Fragen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Tel.: 0221-350940. Informationen finden Sie auch im Internet unter www.diakonie-michaelshoven.de
Dienstag, Dezember 01, 2009
» Einführungsgottesdienst am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, Köln
By Dialog at 4:40 PM
Das erste Mal feiert die regionale Arbeitsgruppe Köln – Bonn – Leverkusen die Benennung ihrer theologischen Berater mit einem Gottesdienst. Die theologischen Berater innerhalb des AEU sind Seelsorger und rüsten die AEU-Mitglieder für ihr tägliches Wirken in der freien Wirtschaft.
Wir laden Sie sehr herzlich ein zum Gottesdienst – am Vierten Advent - zur Verabschiedung von Superintendent Dr. Bertold Höcker und zur Einführung von Pfarrerin Prof. Dr. Kerstin Lammer und Pfarrer Wolfgang Jacobs als neue Theologische Berater der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen.
Wir freuen uns, Sie am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln, begrüßen zu dürfen.
Die Gottesdienstleitung: hat Landespfarrer Peter Mörbel von der Evangelischen Akademie im Rheinland.
Erstmals kooperieren zu diesem Gottesdienst der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer und die Diakonie Michaelshoven. Das Mitglied des Sprecherkreises, Herr Jörg J.- Schmitz, Geschäftsführer der Seniorendienste Michaelshoven gGmbH, initiierte die Zusammenarbeit: „Die Diakonie Michaelshoven muß als größter Arbeitgeber mit protestantischem Profil in der Region auch in der Kölner Innenstadt wahrnehmbar sein. Die Antoniterkirche in zentraler Lage und die gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem AEU sind ein willkommener Anlass.“
Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu Kaffee und Gebäck eingeladen. Hier unterstützt das ebenfalls zur Diakonie Michaelshoven gehörende Beschäftigungsprojekt für Frauen „opti:Mahl“ aus Porz-Finkenberg die Veranstaltung.
Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer@suademus.de.
Die Diakonie Michaelshoven e. V. ist der größte diakonische Träger im Kölner Raum. Mehr als 1.500 Mitarbeiter betreuen 3.500 Menschen in unterschiedlichsten Einrichtungen der klassischen Arbeitsfelder der Diakonie. Die Diakonie Michaelshoven hilft Menschen in Köln und im Rheinland persönlich, kompetent und in christlicher Nächstenliebe. Seit über 50 Jahren. Ob zum Beispiel Kindern, die vorübergehend nicht in ihren Familien leben können, Menschen mit besonders großen sozialen Problemen, Menschen mit Demenz oder mit Behinderung. Immer gemäß dem Leitsatz „Mit Menschen Perspektiven schaffen“. Um diese Hilfe dauerhaft zu sichern, hat die Diakonie Michaelshoven jetzt ihre Stiftung einfach helfen ins Leben gerufen. Bitte unterstützen Sie diese Anliegen mit einer Zuwendung: Spendenkonto 111 333 - KD-Bank BLZ 350 601 90. Ihre Fragen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Tel.: 0221-350940. Informationen finden Sie auch im Internet unter www.diakonie-michaelshoven.de
Einführungsgottesdienst am Sonntag, den 20.12.2009 um 14.00 Uhr in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
suademus, Krayer & Reudenbach ist eine Personalberatung, die sich auf das Gesundheitswesen (also Kliniken, Krankenhäuser und andere Einrichtungen), die Medizintechnik (also Hersteller und Vertriebsorganisationen von Medizintechnik und Medizinsystemen) und die pharmazeutische Industrie (forschende Arzneimittelhersteller) spezialisiert hat.
Samstag, September 26, 2009
» Welchen Wert haben Werte? - Ein Diskurs über Ursachen und Lehren der Finanzmarktkrise
By Dialog at 11:29 AM
Terminhinweis:
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, und Markus Sievers, Geschäftsführender Gesellschafter der apano GmbH, einem der größten Anbieter von Hedgefonds in Deutschland, diskutieren Ursachen und Lehren aus der Finanzmarktkrise.
am Montag, den 12. Oktober 2009, um 19.30 Uhr
in der Johanneskirche Düsseldorf
Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf
Zu einem Dialog zu globalen Entwicklungen in der Finanzwirtschaft laden ein:
Johanneskirche - Stadtkirche - Kirche in der City in Düsseldorf
- Pfarrer Dr. Uwe Vetter
- Pfarrer Hans Lücke
Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer
- Nils B. Krog (regionale Arbeitsgruppe des AEU in Düsseldorf)
- Norman R. Krayer (regionale Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland ist ein Zusammenschluss von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman R. Krayer unter Telefon 02263-801935. Ein Kontakt zur Regionalgruppe Düsseldorf ist über Nils B. Krog unter Telefon 0208-309-2018 möglich.
Die evangelische Johanneskirche ist eine offene Citykirche. Ihr Angebot und ihre regelmäßigen Öffnungszeiten richten sich an Menschen, die in der Stadt unterwegs sind und gerne mal wieder eine Kirche betreten möchten, seien es Neugierige, Interessierte, spirituelle Wanderer oder religiöse Menschen auf der Suche nach einem ruhigen Platz im städtischen Treiben, wo sie sich Gott ein kleines Stückchen näher fühlen können. Kirche in der City ist ein Projekt an exponierter Stelle, mitten in der Stadt. In der Johanneskirche werden Angebote für Passanten und religiös Suchende gemacht. Neue Gottesdienstformen wie der Evensong, Sunday Special sowie Bibelkurse in einer modernen Form bieten auch kirchenfernen und neugierigen Menschen, die auf der Suche nach eigenen Formen gelebter Spiritualität sind, die Möglichkeit, neue und eigene Erfahrungen zu machen. Die Johanneskirche möchte offen und einladend sein. Interessierte haben hier die Gelegenheit Formen städtischer Religiosität miteinander zu entwickeln. Die Johanneskirche soll eine neue Beheimatung in der Kirche bieten: von der »Kirche der Gelegenheit, die sich durch ein Café und offenes Gesprächsangebot an Passanten wendet, bis hin zu einer »Stadtgemeinde«, die da entsteht, wo sich ein fester Kern zu bilden beginnt.
Dienstag, März 24, 2009
» Gier hat die Finanzkrise nicht ausgelöst
By Dialog at 11:51 AM
In einem bemrekenswerten Interview zu Tagesfragen offenbart sich Richard Schröder gegenüber Daniel Friedrich Sturm in der Welt:
Kein Grund zu Revolution: Der Philosoph und DDR-Bürgerrechtler Richard Schröder ist sich sicher ? der Staat ist nicht der bessere Banker. Auf WELT ONLINE spricht er über die Vorzüge des Kapitalismus, die plumpe Kritik an der Gier und den gefährlichen Populismus der Linken.
WELT ONLINE: Wir befinden uns in einer schweren Wirtschaftskrise. Was sind die Ursachen der Krise?
Richard Schröder: Wir haben einen Mangel an internationalen Regeln. Außerdem hat lange ein Zeitgeist geweht, in dem mancher sagte: Je weniger Regeln, desto besser. Das war falsch. Wir haben bereits auf nationaler Ebene erlebt, dass es Regeln bedarf, bis der Kapitalismus eine Wohltat wird.
Das Streikrecht etwa musste durchgesetzt werden. Der Staat also musste regulieren, um ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Kapital herzustellen. Auf internationaler Bühne ist das viel schwieriger, weil die Staaten ungern Souveränität abgeben.
WELT ONLINE: Zuweilen wird die Krise mit der Gier von Managern erklärt. Wie kommt es zu diesem Erklärungsmuster?
Schröder: Wenn Menschen nicht erklären können, was Menschen geschehen lassen, neigen sie zu Sündenbocktheorien. "Gier" aber hat diese Wirtschaftskrise nicht verursacht. Oder wie will man erklären, dass vor fünf Jahren plötzlich die "Gier" ausgebrochen sein soll?
Ein bestimmter Anteil von Menschen ist doch immer darauf aus, reich zu werden. Das sieht man an den Lottoschaltern. Will man jetzt die Krise bekämpfen, indem man appelliert: Seid nicht so gierig ? spielt nicht mehr Lotto?
Sonntag, März 22, 2009
» Wirtschaft und Werte. Eine Disputation über unternehmerisches Handeln und evangelischen Glauben
By Dialog at 7:52 PM
Wirtschaft und Werte. Eine Disputation über unternehmerisches Handeln und evangelischen Glauben
Mit Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), und Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW) Köln
Dienstag, 24. März 2009 um 18:30 Uhr
Antoniterkirche, Schildergasse 57
Veranstalter:
Evangelische Akademie im Rheinland
Peter Mörbel, Landespfarrer
Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer e.V.
Regionalgruppe Köln-Bonn-Leverkusen
Dr. Waldemar Abel
Jörg Schmitz
Norman Krayer
Dr. Bertold Höcker. Citypfarrer
Martin Weiler, Presbyter
Die Unternehmerdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat den Titel "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" und ist im Buchhandel erhältlich. Sie steht aber auch kostenlos zum Dowload auf den Seiten der EKD bereit: www.ekd.de/download/ekd_unternehmer.pdf
Die Evangelische Akademie im Rheinland ist das gesellschafts- und kulturpolitische Diskussionsforum und zugleich einer der "Think tanks" der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der Akademie-Fachbereich Wirtschaft-Arbeitswelt-Sozialer Wandel bietet im Nachgang zu unserer heutigen Zusammenkunft eine Tagung unter dem Titel ?Wirtschaftsfaktor Vertrauen - Über die Alltagstauglichkeit der EKD-Denkschrift zu unternehmerischem Handeln? an. Die Veranstaltung findet vom 24. bis 25.04.2009 in Bonn / Bad Godesberg statt.Weitere Informationen zum Akademieprogramm sowie das elektronische Anmeldeformular für die Tagung www.ev-akademie-rheinland.de. Telefonische Auskunft über 0228-9523-202 oder -203.
Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland (AEU) ist ein Zusammenschluß von evangelischen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften mit unternehmerischen Aufgaben. Wir sind Menschen, die durch ihren evangelischen Glauben miteinander verbunden sind. Als Glieder unserer Kirche sehen wir uns in der Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten.
Wir wollen unserer Kirche Kenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln und auch Verständnis für unternehmerische Entscheidungen wecken. Informationen stehen im Internet unter www.aeu-online.de bereit. Fragen zur regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Köln-Bonn-Leverkusen beantwortet Norman Krayer unter Telefon 02263-801935 oder per e-mail unter krayer@suademus.de.
Die Antoniterkirche auf der Kölner Schildergasse
Die spätgotische Antoniterkirche wird 1805 das erste evangelische Gotteshaus. Das frühe evangelische Gemeindeleben in Köln nahm von hieraus seinen Beginn. Die Chorfenster des frühen 16. Jahrhunderts mit einer Kreuzigungsdarstellung und der Abguss des von Ernst Barlach geschaffenen Schwebenden, auch Barlach-Engel genannt, zählen zu den herausragenden Ausstattungsstücken.
Die Citykirchenarbeit an der Antoniterkirche ist hier mit ihren Einrichtungen (Evangelische Informationsstelle Köln, Kircheneintrittsstelle, Café Stanton) in der Stadt evangelisch präsent. Vielfältige Gottesdienste und zahlreiche Veranstaltungen laden in den Kirchenraum und angrenzenden CityPavillon ein. Unsere Angebote finden Sie unter http://www.antonitercitykirche.de
Freitag, Januar 16, 2009
» Die unkritische Haltung der Deutschen zu Putin
By Norman at 9:46 AM
verwundert manchen ausländischen Kommentator. Während die deutschen Facebook-User den russischen Freunden mit ihrer Putin-Propaganda auf den Leim gehen, importiert Deutschland russischen Filz, Korporativismus und Antiamerikanismus. Über die merkwürdige Russlandliebe ist EDWARD LUCAS vom Standpoint-Magazine verwundert:
Germany's relationship with Vladimir Putin's Russia is the most puzzling and troubling feature of modern European politics. Not only is Germany Russia's biggest trading partner, it is also her biggest ally. It is Germany that has derailed Nato expansion. Germany reversed the EU's initially tough line on Russia after the invasion of Georgia. Germany prevents the Council of Europe scrutinising Russia's flawed elections. Germany forces the European Bank for Reconstruction and Development to channel money to companies run by Kremlin cronies. Germany keeps Europe's energy market rigged in favour of Russian gas imports. ...
***
The problem is that the semi-colonial relationship that Germany seems to want with Russia is in fact a two-way street. As other imperial countries know well, you may start off exporting your values and outlook, but you end up importing theirs. German business was already surprisingly corrupt even before the great push eastwards that followed the collapse of communism. Dealing with Russia has accentuated that. Germany's commitment to the Atlantic alliance was looking wobbly from the 1980s onwards; now it is frayed and rotten. Rather than exporting German virtues to Russia, the danger now is that Germans are importing Russian sleaze, corporatism and anti-Americanism.
Dienstag, September 30, 2008
» Verwerfungen
By Dialog at 7:08 PM
Roland Tichy über die Absurditäten der Finanzkrise:
....Was gestern noch Panik war, gilt heute als vernünftige Vorsicht. Das System, auf Vertrauen gebaut, klappt nicht mehr, weil keiner mehr dem anderen vertrauen darf. Es wird zur Katastrophe ausarten, wenn die Bürger den eigentlichen Ernst der Lage in seiner Tragweite begreifen: Dass nämlich nichts mehr sicher ist. Dass die Einlagensicherungssysteme gute Regenschirme für Nieselregen sind, aber nicht gegen Hurrikans helfen. Noch ist es zu keinem Massenansturm auf die Bankschalter gekommen. Noch vertrauen die Bürger den Banken, die sich gegenseitig nur misstrauen. Das stabilisiert das System ? vorerst.
Der Finanzhurrikan aber ist längst über den großen Teich bis Europa vorgedrungen. Daher war es ein Fehler der Bundesregierung, sich der Zusammenarbeit mit den USA zu entziehen. Das deutsche Finanzsystem ist nicht sicherer, sondern hat noch mehr Fehler eingebaut: In den USA sind die Investmentbanken krepiert, weil sie keine Spargelder annehmen dürfen und damit auf Gedeih und Verderb auf die bankeninterne Refinanzierung angewiesen waren. In Deutschland landen die Sparguthaben bei den Sparkassen. Die haben diese Gelder lustig über ihre eigenen Landesbanken verbrannt, stellen sie aber nicht mehr anderen Geschäftsbanken zur Verfügung. Damit ist Deutschland von dem Austrocknen der Finanzmärkte noch massiver betroffen.
Jetzt werden absurde Diskussionen über das vermeintliche Ende des Kapitalismus geführt, blinder Anti-Amerikanismus taucht auf. Das ist alles nachvollziehbar, hilft aber nicht weiter. Das System muss von außen stabilisiert, es muss neu gestartet werden.
Mittwoch, August 13, 2008
» First Yukos, Then Georgia
By Norman at 1:44 PM
Now the world is getting an idea of what a "war for oil" really looks like. Few in the West appreciate the degree to which Vladimir Putin and the Soviet, er, Russian, elite subscribe to a prewar view of power relations and national greatness. Their view is not based on self-reproducing institutions and innovation and the power of trade, but on territory and resources -- lebensraum, as one of their intellectual progenitors called it. ....
Western governments and Western oil executives have played an unwise role in Mr. Putin's plan. No amount of contract abrogation, outright seizure of property or subsidiary mayhem by Russian authorities seems able to dissuade them from throwing good money after bad in pursuit of Russian resources. Weiter hier:
Mittwoch, Juni 04, 2008
» Ein Plädoyer für Unternehmer, die Freiräume vorbildlich und verantwortungsvoll nutzen
By Dialog at 1:30 PM
Das Thema ist hochaktuell: Vor dem Hintergrund des Vertrauensverlustes in die Wirtschaft bzw. gegenüber Wirtschaftsführern und Managern laden die Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn, die regionale Arbeitsgruppe Köln-Bonn-Leverkusen des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und die Gemeinde der AntoniterCityKirche zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel "Evangelischer Glaube und ökonomisches Handeln. Über Freiheit und Verantwortung eines Christenmenschen in der globalisierten Wirtschaft." Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, wird zum Thema einen Vortrag halten und erläutern, warum die evangelischen Kirche gerade in der derzeitigen krisenhaften Situation zu verantwortlichem unternehmerischem Handeln ermutigt und helfen will, ein positives Leitbild zu entwickeln.
Die Veranstaltung, zu der auch die Medienvertreterinnen und ?vertreter herzlich eingeladen sind, beginnt am
Donnerstag, 5. Juni 2008, 18.30 Uhr,
in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln.
Ausgehend von der besonderen Verantwortung der Unternehmer wird Präses Schneider auf die christliche Tradition des "ehrbaren Kaufmannes" Bezug nehmen, der seine Geschäfte im Wissen um seine letzte Rechenschaftsablegung vor Gott und im Blick auf die Belange seiner Mitarbeitenden und seiner Umwelt treibt: "Der ehrbare Kaufmann zeichnet sich nach den Kaufmannshandbüchern des Mittelalters durch grundlegende Tugenden aus wie Ehrlichkeit, Vorsicht, Diskretion, Wagemut im richtigen Moment, Friedensliebe, Ernsthaftigkeit, Höflichkeit, Klugheit, Ordnung und eine gute Erziehung", so Schneider im Vortragstext. Heute könne der einzelne Unternehmer zwar nicht heroisch alle Probleme alleine in seinem Verantwortungsbereich lösen, eine staatliche Rahmenordnung sei nötig, die einen fairen Wettbewerb ermögliche ? wie es "die protestantisch geprägten Gründerväter der sozialen Marktwirtschaft" immer wieder proklamiert hätten. Und besonders wichtig: Das Handeln von Banken und neuen Investmentgesellschaften werde von den Kirchen stets mit dem Maßstab ethisch bewertet, ob neue Arbeitsplätze entstehen.
Außerdem werde heute unter dem Stichwort "Globalisierung" eine "soziale Dimension" eingefordert, um den sozialen Ungleichheiten und Unsicherheiten zu begegnen, die mit der wirtschaftlichen Globalisierung einher geben. Für diese Dimension verwendeten sich auch die Kirchen, im Sinne einer "globalen Sozialpolitik."
Der Vortrag schließt mit einer Mahnung, die auf das Bild des "ehrbaren Kaufmannes" rekurriert. Der Präses fordert: "Die Unternehmer sollten sich aus einem wohlverstandenen eigenen Interesse an den gesellschaftlichen Debatten um ethisch-verantwortliches Handeln beteiligen. Die evangelische Kirche wünscht sich Unternehmer, die in ihrem Verantwortungsbereich ihre Freiräume vorbildlich für soziale und umweltgerechte Lösungen nutzen und sich gleichzeitig für konstruktive Ordnungsregeln im Sinne der sozialen Marktwirtschaft einsetzen. Solche Unternehmer können auf Unterstützung und Ermutigung seitens der evangelischen Kirche rechnen," so Schneider.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Evangelische Kirche in Deutschland eine EKD-Denkschrift zum Thema "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive" plant, die im Laufe des Jahres veröffentlicht werden soll.
Kontakt am Vortragsabend: Norman Krayer (Regionales Sprecherteam des AEU): 0162.3651351 (m)
Mittwoch, April 16, 2008
» Marx lebt. Vor allem in deutschen Schulbüchern.
By Dialog at 4:08 PM
Von Gary Merrett
Stellen Sie sich ein Deutschland vor, in dem es nur eine Zeitung gibt. Diese wird vom Staat, der den Zeitungsmarkt zwangsmonopolisiert hat, herausgegeben. Es werden dafür zahlreiche Gründe angeführt: Der "Jugendschutz", "soziale Ungerechtigkeit" (Reiche könnten sich teuren Qualitätsjournalismus leisten, während Arme auf die billigen Trash-Zeitungen zurückgreifen müssten) und die Gefahr der Verbreitung von Fehlinformationen. Alle vier Jahre gäbe es dann Zeitungswahlen. Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland wären aufgerufen, den Chefredakteur für die nächsten vier Jahre zu wählen, der wiederum die Inhalte der Zeitung bestimmt.
Schauen Sie sich nun das real existierende Deutschland an: Es ist ein Land, in dem der Staat tatsächlich fast das komplette Bildungswesen übernommen hat. Er entscheidet einseitig über Struktur, Inhalte und Preis des staatlichen Bildungsangebots (das man aufgrund von Schulpflicht und Zwangsfinanzierung nicht ablehnen kann, weswegen man hier wohl kaum von einem wirklichen "Angebot" sprechen kann). Alle fünf Jahre wird in den Bundesländern darüber abgestimmt, wie die zukünftige kollektive Schulpolitik auszusehen hat. Auch hier gibt es eine große gesellschaftliche Debatte darüber, wie, wie lange und vor allem was "unsere Kinder" lernen sollen.
Skurrilerweise scheint sich das Wahlvolk nur bei der Forderung nach immer höheren Ausgaben, also einem höheren Preis, für Bildung einig zu sein anstatt nach besserer und kostengünstigerer Bildung. Doch hier soll es weder um Finanzierungsfragen gehen noch um die Schulstruktur. Es geht hier lediglich um die Lehrinhalte speziell im Bereich der ökonomischen Bildung, die kollektiv einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen eingeflößt werden. Es wird konsequent ökonomischer Nonsens mit antikapitalistischem Beigeschmack serviert. Es werden nur einige typische Beispiele vorgestellt, die ich einer Stichprobe von acht Schulbüchern eines niedersächsischen Gymnasiums entnommen habe. Beginnen wir mit dem Thema, dem diese Schulbücher besonders viel Aufmerksamkeit widmen: der Armut in der Dritten Welt.
Freihandel versus Fair Trade
Die Autoren von "Diercke Erdkunde 9" scheinen nicht gerade begeisterte Freihändler zu sein. Im Themenabschnitt "Welthandel" erläutern sie, was die Folgen von Marktöffnungen sind: Entlassungen, Entlassungen, Entlassungen. Zunächst wird die Aufhebung der Mengenbeschränkungen im weltweiten Textilhandel besprochen. Diese gefährde Arbeitsplätze in Ländern wie der Türkei oder Mexiko. Die Liberalisierung des Kaffeemarktes habe für die Arbeiter ebenso schlimme Folgen, wie diese Passage den Schülern klarmachen soll: "Kaffee ist nach Erdöl der wichtigste Exportrohstoff. Bis 1989 hatte die CEO (Internationale Kaffeeorganisation) dafür gesorgt, dass der Kaffee einen Mindestpreis erzielte. Seit diesem Zeitpunkt besteht aber das Gesetz des freien Handels. Folge war ein deutlicher Preisverfall, den die Bauern durch steigende Produktion kompensieren wollten.
Zusätzlich drängten Staaten wie Vietnam auf den Kaffeeweltmarkt, sodass im Jahr 1997 das Angebot die Nachfrage übertraf. Mitte 2000 sanken die Kaffeepreise teilweise unter 50 US-Cent pro englisches Pfund ab. In vielen Anbauländern führte dies zu Entlassungen von Arbeitern und zur Aufgabe von Land der Kleinbauern, durch die der Anbau des Kaffees hauptsächlich erfolgte. Die Kleinbauern erhalten aber nur einen sehr geringen Anteil des Ladenpreises von Kaffee und können durch den erzielten Erlös ihre Produktionskosten oftmals nicht decken." (S. 123). Daraufhin wird das Fair-Trade-Modell des Vereins Transfair als Lösung dieses Problems vorgestellt, nach dem den Kleinbauern ein Mindestpreis für den Kaffee bezahlt wird, unabhängig davon, wie der Weltmarktpreis sich entwickelt. So meint man, dafür sorgen zu können, dass der Kleinbauer auch einen ordentlichen Teil des Endpreises abbekommt.
Der findige Schüler kann jedoch einem kleinen, aber sehr informativen Kästchen am Seitenrand entnehmen, dass 43,5 Prozent des Endverbraucherpreises für Kaffee aus Steuern und Abgaben an den Staat bestehen. Warum, fragt man sich, weisen die Autoren nicht im Text darauf hin und schimpfen stattdessen auf die Zwischenhändler? Doch es ist nicht nur die Frage der Verteilung des Endpreises auf die einzelnen Marktteilnehmer, die hier kritisiert wird. Es ist vor allem das Prinzip des Freihandels, das hier an den Pranger gestellt wird. Der Tenor dieser Passage: Vor der Marktliberalisierung (also zur Zeit des Protektionismus) war alles besser.
Anstatt die wirklichen Ursachen der Armut in diesen Ländern anzuprangern, nämlich die Knebelung jeglicher wirtschaftlicher Aktivität zum Beispiel durch Protektionismus, Bürokratismus, Inflation, Reglementierung und Abgabenwahn, werden den Schülern in "Terra Erdkunde 10" des Klett-Verlags sechs Lösungsansätze kapitelweise vorgestellt (S.138-153). Erstens: Nahrungsmittelhilfe (was die lokalen Lebensmittelmärkte zerstört); zweitens: große und kleine Entwicklungsprojekte; drittens: Hilfe zur Selbsthilfe (Brunnenbau, Ernährungsberatung, Förderung des Dorfhandwerks); viertens: "Frauen stärken"; fünftens: Fair Trade (die Verbraucher in reicheren Ländern sollen also den Marktpreis plus Spende zahlen), und sechstens: Entwicklung durch Industrie (die Frage besteht doch gerade darin, wie man zu einem Industrieland wird!). Woher das Geld für diese Programme kommen soll, wird den Schülern nicht mitgeteilt. Aber man ahnt es schon.
Was die Schüler konkret tun könnten, wird ihnen auch mitgeteilt (S.153): Sie könnten "solidarisch handeln", indem sie Fair-Trade-Produkte kaufen, ihren "Lebensstil ändern", indem sie ihren Fleischkonsum reduzieren, sie könnten sich aber auch einfach "einmischen", indem sie "gegen Unrecht protestieren" oder sich Parteien, Verbänden oder sonstigen politischen Gruppierungen anschließen. Als besondere Serviceleistung werden den nun emotional aufgewirbelten Schülern auf derselben Seite "nützliche Adressen" zur Verfügung gestellt, etwa der Unicef oder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Adressen, die marktwirtschaftliche Lösungen anbieten, werden den Schülern leider nicht verraten.
Kinderarbeit und Entwicklung
In "Diercke Erdkunde 9" wird den Schülern die Situation von Kindern in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern wie folgt beschrieben: "Besonders im ländlichen Raum mit Subsistenzwirtschaft werden von den Kindern traditionell viele Arbeiten verrichtet, auf die die Familie angewiesen ist. Auch in anderen Bereichen werden Kinder als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Die überwiegende Mehrheit der Kinder arbeitet im informellen Sektor, also ohne Steuer- und Sozialabgaben, damit ohne Alters- und Krankenversicherung sowie ohne arbeitsrechtlichen Schutz (Schuhputzer, Autowäscher, Eisverkäufer). Die Ausbeutung geht so weit, dass häufig die Kinder gar keinen Lohn für ihre Arbeit bekommen, weil Sie unbezahlt ihren arbeitenden Eltern helfen." (S.105)
In diesem Absatz wird eine Situation beschrieben, die tatsächlich existiert und auch wirklich ein großes Problem darstellt. Kinderarbeit ist ein noch viel zu verbreitetes Phänomen und gehört nicht in eine moderne Welt. Leider vermittelt der Text jedoch den Eindruck, dass es das Fehlen von staatlichen Regulierungen und Steuern (!) ist, das solche Arbeitsverhältnisse überhaupt erst erzeugt. Außerdem entsteht geradezu der Eindruck, der Staat müsse die Kinder vor ihren eigenen Eltern schützen. Doch die Eltern dieser Kinder sind keineswegs in irgendeiner Form "schlechter" als deutsche Eltern.
Sie wollen mit Sicherheit genauso wenig wie die "Gutmensch-Autoren" von Diercke, dass die Kinder den ganzen Tag schuften müssen, anstatt zu spielen oder zu lernen. Doch die ökonomische Realität macht es zur absoluten Notwendigkeit, dass die Kinder mit anpacken. Wenn man die Kinderarbeit unter Strafe stellt, ist die Folge nicht eine ökonomische Verbesserung der Kinder und ihrer Familien (wenn dies so wäre, würden sie von selbst damit aufhören), sondern eine Abwanderung der Kinder weg von der regulären Arbeit, hin zu weniger wünschenswerten Tätigkeiten, die der Staat kaum kontrollieren kann, etwa Prostitution oder Kriminalität.
Der Staat kann also nicht per Gesetz ein besseres Leben für Kinder oder auch Erwachsene verordnen. Wenn dies so wäre, könnte er auf diese Weise nicht nur die Kinderarbeit, sondern auch gleich die Armut beenden, ganz einfach indem er sie für illegal erklärt. Wohlstand und Entwicklung müssen aber erarbeitet werden. Je freier die Menschen in einem Land sind, desto schneller wird sich das Land so weit entwickeln, dass Kinderarbeit entbehrlich wird.
Wachstum und Arbeitslosigkeit
"Terra Erdkunde 10" stellt zum Zusammenhang zwischen ökonomischem Fortschritt und der Beschäftigungslage folgende sonderliche Behauptung auf: "Wirtschaftswachstum bedeutet aber meist auch in zunehmendem Maße Arbeitslosigkeit." (S 78) Wirtschaftswachstum führt zwar nicht notwendigerweise zu Mehrbeschäftigung, denn andere Faktoren spielen für die Arbeitsmarktentwicklung ebenso eine Rolle. Ceteris paribus aber hat Wirtschaftswachstum natürlich einen positiven Effekt auf die Beschäftigung. Die in manchen Dritte-Welt-Ländern zu beobachtenden Entlassungen sind oftmals Merkmale eines wirtschaftlichen Strukturwandels (s.o.). Doch werden in anderen Bereichen neue Arbeitsplätze entstehen, wenn die Wirtschaft frei von staatlicher Gängelung ist. Wirtschaftswachstum bedeutet, dass mehr Güter und Dienstleistungen auf den Markt kommen. Und gerade weil es jemanden geben muss, der die zusätzlichen Produkte herstellt und vertreibt, wird mehr Arbeitskraft benötigt.
Parteipolitik im Schulbuch
Kindern falsche Vorstellungen über die Marktwirtschaft zu vermitteln, ist eine Sache. Wenn dies unabsichtlich getan wird, ist es verantwortungslos. Wenn es bewusst getan wird, ist es unmoralisch. Eine ganz andere Sache ist es jedoch, ganz offen politische Forderungen auszusprechen. Das ist einfach nur dreist, bestenfalls plump. Und dies geschieht immer wieder. Hier nur einige Beispiele:
Es mag sein, dass ein Großteil der Bevölkerung diesen politischen Forderungen zustimmen würde. Die Frage ist nur, ob sie in ein Schulbuch gehören.
Die Privatmeinung von Schulbuchautoren (oder von Kultusministerialbeamten) darüber, was der Staat alles tun müsse und was nicht, sollte eigentlich nicht Teil des Unterrichtsstoffs an (angeblich) politisch neutralen Schulen sein.
Themensetzung als politische Aussage
Auch der Themenabschnitt "Einzelschicksal Arbeitslosigkeit" in "Politik & Co 2" dient vielmehr der Emotionalisierung eines Problems als der sachlichen Auseinandersetzung mit ihm. Darin wird ein ehemaliger Mitarbeiter eines Verlags zitiert, der seine Entlassung aus seiner Firma beschreibt: "Mein Chef hat mich in einen kahlen Raum gerufen... Da hat er dann gesagt: ,Tja, tut mir leid, wir schließen ihren Bereich.' Kein Glas Wasser, kein ?Wollen Sie den Rest des Tages freihaben?', nichts."(S. 154) Selbstverständlich gibt es miese Chefs.
Aber darum geht es nicht. Die Frage ist, ob das hier beschriebene Verhalten tatsächlich repräsentativ für die meisten Personal- oder Betriebsleiter ist und dadurch auch wirklichen Erkenntniswert für die Schüler hat oder ob diese Geschichte nicht eher das Ziel verfolgt, den Kindern zu zeigen, wie "kalt" und "gnadenlos" der Markt sei. Angesichts der sonst so marktkritischen und staatsgläubigen Passagen im Buch neigt man dazu, von Letzterem auszugehen. Man fragt sich, warum den Schülern nicht erklärt wird, welche zentrale Rolle dem Unternehmer im Wirtschaftsprozess zukommt.
Angesichts dieser systematischen Hetzjagd gegen die freie Marktwirtschaft an deutschen Schulen sollte es nicht verwundern, dass immer mehr junge Menschen sich radikal antikapitalistischen Vereinigungen oder Globalisierungsskeptikern wie Attac anschließen, zu Staatsgläubigkeit neigen und umfassende Ansprüche an den Staat stellen.
Während 1991 in einer Befragung noch 36 Prozent der Deutschen angaben, sozialistische Ideen zu unterstützen, waren es 2007 sogar 47 Prozent. 1990 glaubte man den Sozialismus endlich aus Deutschland vertrieben zu haben. Doch der Sozialismus ist nicht tot - er lebt in vielen Schulbüchern weiter.
Der Autor (Jahrgang 1984) ist Politikwissenschaftler und Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung. Der Text ist die gekürzte Fassung eines Positionspapiers des Stiftungsinstituts. Sie können das Papier unter http://www.fnst-freiheit.org/uploads/1044/Merritt-Martkw_Schulbuecher.pdf herunterladen
Mittwoch, Februar 20, 2008
» Scheinheiligkeiten
By Dialog at 3:28 AM
Alles. Wirklich alles, was zu Liechtenstein und deutschen Scheinheiligkeiten gesagt werden muß, steht hier.
Montag, Januar 14, 2008
» Klimapanik kostet halt
By Norman at 8:29 AM
Der Standard wird hier eher ungern zitiert, weil sich in seiner Forengemeinde überdurchschnittlich viele Kommunisten, Islamisten und Dummköpfe sammeln. Die dortige Forengemeinde dürfte der Kommentar von von Andreas Schnauder entzweien:
CO2-Emissionen: Europa ohne Industrie
Die Verpflichtung der Betriebe, jede Tonne CO2-Ausstoß langfristig aus der eigenen Tasche zu bezahlen, käme einer milliardenschweren Belastungswelle gleich
Die EU will den Treibhausgasen ordentlich einheizen und hat dazu offenbar auch schon das richtige Rezept gefunden: die Deindustrialisierung. Anders kann man die Pläne nicht interpretieren, die derzeit in Brüssel gewälzt und noch im Jänner verabschiedet werden sollen. Die Verpflichtung der Betriebe, jede Tonne CO2-Ausstoß langfristig aus der eigenen Tasche zu bezahlen, käme einer milliardenschweren Belastungswelle gleich. Die europäische Papierindustrie hat errechnet, dass die Kosten die gesamten Gewinne der Branche auffressen würden. Bei der Voest, dem größten Emittenten Österreichs, würde der Plan den Klima-Aufwand verzehnfachen.
Dienstag, Dezember 11, 2007
» Da haben wir den Salat
By Norman at 3:00 PM
Mahner, die seinerzeit meinten, ein Antidiskriminierungsgesetz würde noch Blüten treiben, wurden nicht gehört. Ein Arbeitsgericht hat nun eine Einrichtung der Diakonie wegen Diskriminierung verurteilt. Dabei wurden den Kirchen in einem Zusatz zum Antidiskriminierungsgesetz Sonderrechte zugestanden:
"Kirchen und Religionsgemeinschaften sollen ihre Beschäftigten weiterhin mit Rücksicht auf deren Religion oder Weltanschauung auswählen dürfen, soweit dies im Hinblick auf ihr Selbstbestimmungsrecht oder nach Art der Tätigkeit gerechtfertigt ist."
SPON berichtet nun von von Yesim Fadia, der eine Stelle in einer diakonischen Einrichtung verwehrt wurde.
"Das ist eine total verlogene Schiene, sie sprechen von christlicher Nächstenliebe und Integration, dabei diskriminieren sie offen gegen Außenstehende."
Da haben wir den Salat.
Donnerstag, November 15, 2007
» Würden Sie Bianca einstellen?
By Norman at 1:18 PM
Als Personalberater ist man Ungemach in Arbeitswelten gewöhnt. Trotteligerweise hatte ich mich in Bonner Studientagen (Hängt!) im Portal Wer-Weiss-Was? als "Experte" in Bewerbungsfragen registriert und bekomme nun hin und wieder Anfragen. Heute kam die Frage von der "zornigen Bianca", die ihr Leiden sicher noch im GEZ-finanzierten Fernsehfunk ausbreiten wird. Bevor es soweit ist, möche ich Sie fragen: Würden Sie Bianca einstellen?
Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,
Ich habe eine dringende Frage. Zum Sachverhalt: Und zwar hatte ich mich bereits im Juli bei einem Unternehmen initiativ beworben, d. h. es gab keine Ausschreibung o. Ä. Da ich monatelang keinerlei Rückmeldung des Unternehmens bekam, fragte ich nach Monaten also 2x per E-Mail nach, wie der Stand der Dinge ist ? vergeblich! Auch hierauf kam also keine Antwort, was ich schon eine Frechheit finde!!! Dann versuchte ich es vor Ort (da können die einen ja schlecht ohne eine Aussage wieder wegschicken), traf jedoch leider niemanden an.
Eine Hausewohnerin sagte mir dann jedoch, die Freundin des Geschäftsführers habe gleich um die Ecke einen Friseur-Salon. Ihr berichtete ich von meiner Bewerbung vor Monaten und dass keine Antwort erfolgte. Sie wollte ihren Freund fragen und mich dann anrufen? Ein Anruf blieb jedoch aus! Also schickte ich noch eine 3. E-Mail, in der ich um endlich eine Antwort bat. Am Nachmittag bekam ich dann endlich einen Anruf: Der Mann am anderen Ende machte mir Vorwürfe, dass ich mich überhaupt beworben hatte!!! Das muss man sich ?mal vorstellen. Seine Worte: ?Es hat Sie niemand gebeten, dass Sie uns Ihre Unterlagen schicken!? Da ich so lange keine Rückmeldung bekommen hatte, war für mich eh? schon klar, dass ich für solche unzuverlässigen Leute auch gar nicht arbeiten will. Aber wenigstens meine Unterlagen wollte ich zurück. Auf meine Frage, ob sie sie mir zuschicken oder ich sie abholen soll, kam die Antwort: ?Wir bekommen ständig von Leuten Initiativ-Bewerbungen. Die landen bei uns im Müll!? Ist das nicht ?ne Frechheit??? Ich bin, weiß Gott, freundlich und nett am Telefon, aber das war auch mir zu viel und ich sagte direkt, dass ich das nicht ok finde, schließlich hat mich das alles Geld gekostet!!! Und dass es doch kein Problem gewesen wäre, mich kurz zu informieren (eine E-Mail kostet schließlich nix), dann hätte ich die Unterlagen selbst abgeholt. Aber sie einfach so wegzuwerfen ?
sorry, aber das macht mich echt fertig. V. a. ist er der Erste, der mir ?nen Vorwurf macht, dass ich mich beworben habe. Die sollen froh sein, dass sich überhaupt jemand für die interessiert, oder nicht???
Nun meine Frage: Gern würde ich ein Gefühl der Genugtuung für mich (evtl. auch Rache!?)? Ich will mir das nicht einfach so gefallen lassen. Meinst du, ich solle noch ?mal versuchen, jemanden anzutreffen und noch ?mal nach meiner Mappe fragen? Denn die gute Mappe werden sie doch sicher nicht entsorgt haben, da man sie ja noch verwenden kann (ich vermute, nur der Lebenslauf, die Zeugnisse, mein Foto (!) etc. wurden vernichtet)? Kann ich die eigentlich auch anzeigen wegen so ?was? Wenn ja: wo und wie? Gruß, die zornige Bianca
Kleiner Nachtrag. Die Nachricht ist ungekürzt wiedergegeben und blieb selbstverständlich unbeantwortet.
Freitag, September 21, 2007
» Tiefensee sorgt sich um den Osten
By Dialog at 9:42 AM
Einem alten Witz zufolge waren im Sozialismus Frühling, Sommer, Herbst
und Winter die schlimmsten Feinde der Wirtschaft.
Kein Witz ist,
dass Minister Tiefensee, der neben Verkehrsproblemen auch für alle
Wehwehchen der Neuen Länder zuständig ist, endlich einen Schuldigen
für die wirtschaftliche Stagnation im ungeliebten Osten ausgemacht
hat. Das Klima hätte sich angeboten, hat aber den Nachteil, dass die
gravierenden Schäden der vermuteten Erderwärmung erst in fünfzig
Jahren eintreten werden. Dann wird der Solidarpakt längst Geschichte
sein. Die Rechtsextremen sind dagegen allgegenwärtig. Auf jeder
Dorfkirmes können sie ihre Glatzen erheben und für Aufregung im
Blätterwald sorgen. Ihre neue Rolle als Wirtschaftsschädlinge wird ein
dankbares Publikum finden. Politiker müssen sich keine Gedanken mehr
machen, welche ihrer Fehlentscheidungen zur wirtschaftlichen Misere
beigetragen haben. Ämter können weiter ohne Furcht Investoren mit
unsinnigen Vorschriften und schikanösen Auflagen vertreiben, denn die
Sündenböcke sind bereits gefunden.Hier
weiter:
Mittwoch, August 15, 2007
» DIW-Konjunkturbarometer: Fortsetzung des Aufschwungs mit gemäßigtem Tempo
By Dialog at 11:57 AM
Die Erstberechnung des DIW-Konjunkturbarometers für das laufende dritte Quartal signalisiert einen Zuwachs des saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, in dem die Wirtschaftsleistung um knapp 0,3 % zugelegt hat. Damit setzt sich der Aufschwung in gemäßigtem Tempo fort. Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigt sich die bisherige Einschätzung des DIW Berlin, dass das kalenderbereinigte Wachstum zwar auch in 2007 kräftig ausfallen dürfte, aber an den Vorjahreswert von 3 % nicht mehr heranreicht. Die derzeitigen Turbulenzen an den Finanzmärkten konnten sich in den für die Barometerberechnung herangezogenen Indikatoren noch nicht spürbar niederschlagen. Allerdings ist derzeit nicht davon auszugehen, dass sich hieraus ernste Gefahren für die Stabilität des realwirtschaftlichen Wachstumsprozesses ergeben.Wie im Vorquartal bleibt das Produzierende Gewerbe (ohne Bauwirtschaft) die kräftigste Triebfeder des gesamtwirtschaftlichen Wachstums, wenn auch mit leicht abgeschwächter Dynamik. Zuletzt wiesen nahezu alle Produktionsindices im Zweimonatsvergleich nach oben und auch beim Auftragseingang gab es deutliche Zuwächse, insbesondere bei den Investitionsgüterproduzenten. Für die Bauwirtschaft, die zuletzt das Wachstum gebremst hat, zeichnet sich eine leichte Erholung ab, die vor allem auf den Wirtschaftsbau zurückzuführen sein dürfte. Allerdings bleibt die Bauproduktion weiterhin deutlich hinter dem Niveau im - stark durch Sondereffekte beeinflussten - ersten Quartal zurück. Der Bereich "Handel, Gaststätten, Verkehr" lässt im Sektorenvergleich das geringste Wachstum erwarten. Zwar wiesen die Kfz-Neuzulassungen zuletzt nach langer Durststrecke deutlicher nach oben, jedoch entwickeln sich die realen Groß- und Einzelhandelsumsätze weiterhin sehr schleppend. Stabil zeigt sich das Wachstum bei den Dienstleistungssektoren. Der Bereich "Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister" wächst proportional zur Gesamtwirtschaft, während die "Öffentlichen und privaten Dienstleister" leicht dahinter zurückbleiben.
Die Stimmungsindikatoren waren zwar zuletzt rückläufig, allerdings bewegen sie sich immer noch in der Nähe ihrer hohen Vorjahreswerte. Die im Vorjahresvergleich leichte Abschwächung der Geschäftserwartungen passt zu einer insgesamt robusten, aber nicht mehr ganz so dynamischen Fortsetzung der derzeitigen konjunkturellen Aufschwungphase.
Zum DIW-Konjunkturbarometer: http://www.diw.de/deutsch/produkte/konjunkturbarometer/index.html
Donnerstag, Juli 26, 2007
» Die gefühlte Angst
By Dialog at 12:37 PM
Alles was man derzeit über Genpanik, das Gentechnik-Gesetz und Technikfeindlichkeit wissen sollte, fasst Christian Schwägerl in der aktuellen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zusammen. Lesenswert und bestürzend zugleich.
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